Canons Digital-Ixus-Reihe, in den USA auch als SD-Reihe bekannt, gibt ein gutes Beispiel für behutsame Weiterentwicklung ab. Dem Unternehmen ist eine von Anfang an sehr erfolgreiche Modellserie gelungen. Deshalb wird bei dieser kompakten Schnappschusskamera alljährlich nur wenig geändert.

Das diesjährige Nachfolgemodell für die beliebte Digital Ixus 800 IS heißt Digital Ixus 950 IS. Der Hauptunterschied zwischen beiden ist der Sprung auf 8,3 Megapixel (zuvor 6,2 Megapixel) und der neue Digic-III-Bildprozessor. Er bringt eine Gesichtserkennung und eine höhere maximale Empfindlichkeit von ISO 1600 mit (bisher war bei ISO 800 Schluss).

Design

Von der Bauweise her ist die 950 IS fast identisch mit der 800 IS. Der einzige wirkliche Unterschied liegt in der Farbgebung. Canon hat also den nervigen Ein-Aus-Schalter leider nicht verbessert. Beim Test im letzten Jahr war er schon ziemlich ärgerlich. Er befindet sich auf der Rückseite der Kamera rechts vom winzigen Sucher und über dem 64-Millimeter-LCD-Display.

Der Knopf sitzt damit an denkbar ungünstiger Stelle. Er ist auch ziemlich klein und bündig in den Kamerarücken integriert. Eigentlich wäre es völlig unproblematisch, den Einschaltknopf auf der Oberseite der Kamera zu platzieren. Es bleibt unklar, warum Canon ihn an dieser ungünstigen Stelle untergebracht hat.

Das Auswahlrad für die Aufnahmemodi an der rechten Seite fühlt sich etwas schwächlich an. Es überspringt manchmal unbeabsichtigt einige Rasten. Wenn man sich aber erst einmal daran gewöhnt hat, ist das kein Problem mehr.

Gegenüber dem Touch-Control-Wählrad vom letzten Jahr, das schon völlig in Ordnung war, ist das der 950 IS sogar noch eine Verbesserung. Durch den umlaufenden, hochstehenden Ring kann man es besser ertasten. Wenn man den Daumen in einer bestimmten Richtung auf dem Wählrad liegen lässt, erscheint eine Grafik auf dem Display. Sie zeigt eine Vorschau der entsprechenden Aktion bei vollständigem Tastendruck. Das ist durchaus nützlich. Man muss dadurch den Blick nicht mehr vom Display nehmen, wenn man die Einstellungen ändert. Außerdem kann man die zahlreichen Funktionen des Touch-Control-Wählrads gut unterscheiden. Die Bildschirmgrafik zeigt nur die Funktion, die in dem aktuell verwendeten Modus aktiv ist.

Funktionsumfang

Manche mögen das Objektiv der 950 IS mit 4-fachem optischem Zoom monieren. Es beginnt bei einem 35-Millimeter-Äquivalent und hört bei 140 Millimeter auf. Bei einer Kompaktkamera wie dieser hätten viele jedoch lieber ein Objektiv, das mit einem weiteren Winkel anfängt – zum Beispiel das 28-105-Millimeter-Objektiv der Digital Ixus 850 IS. Mit so einer Linse würde man bei Gruppenfotos mehr Personen aufs Bild bekommen. Man könnte auch näher an das Motiv herangehen, etwa in einem Nachtclub.

Doch kann man das Canon in diesem Fall eigentlich nicht vorwerfen. Die 850 IS bietet im Wesentlichen alles, was die 950 IS auch hat. Eben nur mit einem anderen Objektiv. Wer also die Kritik bezüglich des Objektivs teilt, sollte sich die 850 IS ansehen. Beide Kameras verfügen auch über Canons sehr wirkungsvolle optische Bildstabilisierung. Damit werden die Bilder auch dann scharf, wenn man keine ruhige Hand hat.

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