Wer will nicht am liebsten gleich das fertige Urlaubsfoto in den Händen halten oder sogar noch vom Urlaubsort aus als Postkarte verschicken.
Kein Problem mit einem tragbaren und kompakten Fotodrucker. So hat beispielsweise auch Canon seine Selphy-Serie um ein weiteres Modell ergänzt, den CP740.

Der Canon Selphy CP740 für 100 Euro ist ein kompakter Einsteiger-Fotodrucker, dessen begrenzte Ausstattung ihn – was die Gesamtwertung anbelangt – im Mittelfeld der 10×15-Fotodrucker ansiedelt. Trotzdem gefallen die Qualität der Ausdrucke und die einfache Bedienung. Für Anwender, die einen geeigneten Fotodrucker für Schnappschüsse suchen und dabei aber auf ihr Budget achten müssen, ist der Selphy CP740 ohne Frage eine gute Wahl. Wer umfangreichere Features sucht und bereit ist, dafür auch etwas mehr Geld auszugeben, der sollte sich beispielsweise den Epson Picturemate PM240 ansehen.

Design

Der Selphy ist in der Tat sehr kompakt und passt in jede Trage- oder größere Handtasche. Er misst rund 18 mal 13 mal 6 Zentimeter und wiegt gerade mal 960 Gramm ohne Papier- und Farbkassette und ohne Netzteil. Auf diese Komponenten kann man zum Drucken allerdings nicht verzichten.

An der Oberseite des Druckers befindet sich sozusagen die Schaltzentrale des Selphy. Ein 2-Zoll-LCD liegt in die Oberseite mittig eingebettet. Da es nicht dreh- oder kippbar ist, muss man sich notgedrungen selbst in den optimalen Betrachtungswinkel bringen. Die Bedientasten sind um das Display herum angeordnet. So findet man rechts neben dem Display den Einschalter, die Zoomfunktion und die Taste zur Entfernung roter Augen. An der unteren Kante des Displays steht Tasten zur Wahl des Modus, des Layouts und des Datums zur Auswahl. Vorgelagert und etwas abgesetzt bietet der Drucker noch eine Taste zum Starten oder Stoppen des Druckvorgangs. Zur Steuerung steht zudem rechts neben dem Display ein Vier-Wege-Schalter zur Verfügung.

An der Frontseite sind drei Speicherkarten-Slots integriert, die die gängigsten Kartenformate akzeptieren, wobei für manche Karte ein Adapter erforderlich ist, der nicht im Lieferumfang enthalten ist. Außerdem findet man links hinter ein kleinen Abdeckung ein ausziehbares Mini-USB-Kabel für den direkten Anschluss von Pictbridge-kompatiblen Digitalkameras – ein nettes und nützliches Feature. Unterhalb der Karten-Schächte befindet sich eine weitere Abdeckklappe, die – sobald man sie öffnet – den Blick auf die Papierzufuhr freigibt. Das Papier wird nicht direkt in den Drucker eingelegt, sondern mitsamt der Papierkassette von vorne in den Drucker geschoben.

An der linken Seite des Druckers findet man zwei USB-Ports, einen für die Verbindung vom Drucker zum PC und eine anderen für ein Pictbridge-Gerät (alternativ zum an der Frontseite integrierten Mini-USB-Port). An der rechten Gehäuseseite verbirgt sich hinter einer Klappe die Farbkassette.

In der Erstausstattung erhält man den Selphy CP740 mit einer Papierkassette für Ausdrucke im Postkartenformat und einem Starterset für fünf Bilder (Farbe und Papier). Da es sich beim Selphy CP740 um einen Thermosublimationsdrucker handelt, schafft die Kassette genau so viele Ausdrucke wie angegeben – anders als bei Tintenstrahldruckern. Thermosublimationsdruck liefert echte Fotoqualität, indem Farbstoffe durch Heizelemente von einer Trägerfolie oder einem Farbband abgelöst und auf eine Empfangsschicht (Papier oder Folie) übertragen werden. Dabei werden die einzelnen Bildpunkte ohne Zwischenraum aneinandergesetzt.

Die Postkartengröße entspricht dem Format 10 mal 15 Zentimeter (10×15), obwohl das Papier mit gut 17,7 Zentimeter etwas länger ist. Das liegt daran, dass sich an beiden Schmalseiten gut einen Zentimeter vom Rand einer Perforierung zum Abreißen befindet, mit der sich das Papier dann auf das 10×15-Format verkleinern lässt. Die Rückseite des Papiers ist wie die einer Postkarte entsprechend bedruckt. Canon verkauft für diesen Drucker unterschiedliche Papiertypen. So findet man das Postkartenformat 10×15 (100 mal 148 Millimeter in Verpackungen mit 36, 72 oder 108 Bildern – Seriennummern KP-36IP, KP-72IP und KP-108IP), das Panorama-Format 10×20 (KW-24IP), das L-Format mit 119 mal 89 Millimetern (KL-36IP), das Kreditkartenformat 86 mal 54 Millimeter (KC-36IP) oder auch Sticker im Kreditkartenformat mit 86 mal 54 Millimetern (KC-18IF). Jedes Format erfordert seine eigene Papierkassette.

Papier und Farbe werden immer zusammen verkauft und sind mengenmäßig exakt aufeinander abgestimmt. Um die Druckkosten zu kalkulieren, wurde die größte Verpackungseinheit mit 108 Ausdrucken zu einem Preis von 30 Euro zugrunde gelegt. Damit liegen die Druckkosten pro 10×15-Bild bei 28 Cent, ein bisschen höher als beispielsweise beim Epson Picturemate, was aber nicht weiter überrascht, da Audrucke von Thermosublimationsdruckern immer etwas teurer ausfallen als die der Tintenstrahldrucker.

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