HD-Camcorder im Preisvergleich

Camcorder bekommt man heute für wenig Geld in jedem Elektromarkt. Doch mit welcher Hardware lassen sich Filme erstellen, die man auch in 15 Jahren noch ansehen mag? Der Preisvergleich sieht sich drei Modelle von Canon, JVC und Sony an.

Im Youtube-Zeitalter können auch Handys und die billigsten Digicams Videos aufnehmen. Selbst einfache Camcorder sind längst zu Preisen unter 500 Euro verfügbar. Für diesen Preisvergleich haben wir uns jedoch einmal im Spitzensegment umgesehen. Denn im Videobereich tut sich viel – die Auflösungen von Fernsehern, Monitoren und Speichermedien werden schließlich immer größer. Wenn das Urlaubs- oder Baby-Video also auf dem TFT- oder Plasma-Screen, den die Anwender im Jahr 2020 zu Hause stehen haben werden, mehr als Briefmarkengröße einnehmen soll, lohnt es sich, beim Camcorderneukauf heute ein hochauflösendes Modell zu wählen.

Hochauflösend soll der Bildsensor sein – und natürlich hochwertig, denn was nutzt ein aufgeblasenes Video mit heftigem Rauschen? Im Bereich qualitativ ansprechender HD-Camcorder tummeln sich derzeit vor allem zwei Marken: Sony und Canon. Von beiden könnte man eine Reihe von Modellen auflisten – während die in der Tabelle unten zum Vergleich herangezogene JVC-Kamera nicht den Hauch einer Chance hat. Allerdings kostet sie weniger – und setzt auch einfach andere Schwerpunkte als Canon und Sony.

Auflösung und Speichermedium

Für eine HD-Auflösung genügen eigentlich die gut 2,1 Millionen Pixel, die der JVC Everio GZ-MG77 bietet. Doch der Sony HDR-HC7 mit 3,2 Millionen Pixeln hat durch seinen CCD zusätzliches Material zur Verfügung, das auf jede beliebige Qualität heruntergerechnet werden kann – zum Beispiel 1920 mal 540 Pixel (einfaches 1080i-Feld) oder 720 mal 480 Pixel (SD-Standardauflösung). Gleiches gilt für den Canon HV20 mit 2.960.000 Pixeln nativer Auflösung.

Das größte Handicap – oder der größte Vorteil – des JVC Everio ist sein Aufzeichnungsmedium: JVC setzt verstärkt auf Festplatten, und so auch bei diesem Modell. Eine HD mit 30 GByte Kapazität ist eingebaut. Zusätzlich können SD-Karten genutzt werden. Verbreiteter ist bei Camcordern aber immer noch die Verwendung von digitalen Kassetten im Mini-DV-Format – und genau diese verwenden Canon und Sony. Das Überspielen von Band ist natürlich etwas langwieriger als die Übertragung von Festplatte zu Festplatte. Für Fotos haben beide allerdings ebenfalls Speicherschächte für Flash-Medien integriert.

Zahlreiche Auswahlkriterien blieben noch zu nennen – etwa die Größe des Displays, Gewicht und Akkulaufzeit, vorhandene Ein- und Ausgänge, Zoomfaktor und Klangqualität. Wer erwägt, über 1000 Euro in einen Camcorder zu investieren, dessen Material auch in zehn oder 20 Jahren noch interessant sein dürfte, findet zahlreiche Hinweise und Praxiserfahrungen in den mit dem Produktnamen in der Tabelle verlinkten Einzeltest.

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