Irivers T60 sieht aus wie ein allseits beliebter, prismenförmiger Schokoriegel. Doch auf Flughäfen kommt er sicherlich nicht so häufig vor wie sein Schweizer Doppelgänger. Dieser einfache MP3-Player ist mit Kapazitäten von 1, 2 und 4 GByte erhältlich, zum Preis von 70, 100 beziehungsweise 130 Euro.

Seine ungewöhnliche Form ist selbstverständlich Geschmackssache. Das sollte aber keinen Käufer davon abhalten, das Hauptaugenmerk auf den Klang zu legen. Für gewöhnlich ist die Klanqualität bei Irivers Musikplayern sehr gut. Jetzt heißt es herausfinden, ob der T60 den Namen Iriver zu Recht trägt – oder ob man ihn im nächsten Fluss versenken muss.

Design

Auch wenn man die dreieckige Form außer Acht lässt, sieht der T60 noch ungewöhnlich aus. Erstens hebt sich sein gewelltes Plastikgehäuse von den glatten Oberflächen anderer MP3-Player ab. Zweitens beherbergt seine Unterseite eine AAA-Batterie.

Ein 4-Wege-Navigationsknopf sitzt rechts von einem niedrig auflösenden 20-Millimeter-Farbdisplay (0,8 Zoll). Er dient gleichzeitig zur Auswahlbestätigung. Ebenso ungewöhnlich wie dieser Steuernippel ist die A-B-Wiederholungstaste. Wünscht man sich einen Player, mit dem man ohne weiteres die Lieblingsstellen eines Liedes wiederholen kann, braucht man nicht weiter zu suchen.

Trotz seiner dreieckigen Form liegt der T60 angenehm in der Tasche. Mit seinem Fliegengewicht von 24 Gramm ist er kaum zu spüren.

Funktionsumfang

Der T60 unterstützt die gängigen MP3- und WMA-Codecs, spielt aber auch ASF- oder OGG-Dateien ab. Geschützte WMA-Inhalte aus Musik-Stores funktionieren ebenfalls. DRM-freie Downloads von Itunes-Plus muss man bedauerlicherweise konvertieren. Iriver schätzt das exzellente AAC-Format offensichtlich nicht.

Immerhin kann man UKW-Radio hören und aufnehmen. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Sprache aufzuzeichnen. Auch ein BMP-Bildbetrachter (kein JPEG-Format!) ist installiert. Den Sinn dieser Funktion kann man allerdings angesichts des kleinen Bildschirms ernsthaft in Frage stellen.

Für Podcasts oder Hörbüchern ist die Resume-Funktion interessant. Sie schützt einen vor mühsamem Wiederfinden der zuletzt gehörten Stelle. Auch die Wiedergabegeschwindigkeit lässt sich anpassen. Dann hört es sich jedoch an, als läse Mickey Maus vor. Man kann auch die beliebte Podcast-Applikation Podcast Ready auf den T60 laden, wenn einem danach ist.

Und schließlich stehen einem reichlich Equalizer-Einstellungen und Voreinstellungen zur Verfügung. Darunter finden sich ein 5-Band-Equalizer und verschiedene SRS-Modi. Damit kann man den Klang individuell anpassen.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Attraktiver Musikriegel mit tollem Klang: Iriver T60

  • Am 25. Dezember 2007 um 14:33 von Josef Seppl

    Iriver T60 – Ohrhörer mangelhaft
    Vor zwei Jahren habe ich einen iriver T30 gekauft (512 MB) – Sound = Wahnsinn! Durch diese Erfahrung und den Testbericht auf dieser Seite war für mich klar, ipod-nano für die Kinder und für mich ein iriver T60. Die Beurteilung des T60 auf dieser Seite kann ich gut nachvollziehen, einzig ein wichtiges Detail fehlt. Die mitgelieferten Ohrhörer liefern nur einen bescheidenen Sound – ich war ziemlich enttäuscht. Mit den Ohrhörern meines alten T30 klingt der T60 aber so, wie ich es erwartet hatte. Übrigens, die beim ipod nano mitgelieferten Ohrhöhrer sind deutlich besser als die dem T60 beigepackten!

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