Die digitale Kompaktkamera Samsung i7 hat den Dreh raus: Schwenkt man das große Touchscreen-Display, wird aus ihr ein MP3- oder ein tragbarer Media-Player. Aber das ist noch nicht alles. Im Innern des breitschultrigen, aber schmalhüftigen Gehäuses verbirgt sich noch mehr. Die verspielte und ungewöhnliche Kamera kann mit einem beachtlichen Innovationsfaktor aufwarten. Doch sie ist mit knapp 300 Euro nicht gerade günstig.

Design

Das einzigartige Highlight der i7 ist ihr drehbares Display. Möglicherweise handelt es sich aber nur um eine technische Spielerei, je nachdem, wie man es betrachtet. In der Standardposition ist die i7 ein MP3-Player. Schwenkt man das Display um 90 Grad, wird sie zum tragbaren Multimedia-Player. Dreht man es um 180 Grad, verwandelt sich das Gerät zur Kamera. In jeder neuen Position rastet es hörbar ein. Die Idee ist im Prinzip toll. Es ist jedoch fraglich, wie schnell der Reiz des Neuen verpufft, und mehr noch, wie haltbar der Mechanismus ist. Im Test dreht sich das Display außerdem manchmal von allein in der Tasche.

Durch das flache, schlanke Design passt die i7 in jede Tasche. Es fällt nicht auf, dass die Rückseite breiter ist. Der etwas größere Rahmen beherbergt einen großflächigen 76-Millimeter-LCD-Touchscreen.

Es gibt allerdings auch einige kleinere Designmängel. Die Vorderseite der i7 ist größtenteils minimalistisch gestaltet. Hervorstechend ist nur ein klobiges Detail, das auf den ersten Blick wie eine Klemme aussieht. Tatsächlich erfüllt es jedoch keinerlei Zweck. Dieses wulstige, hässliche Etwas passt überhaupt nicht zu der ansonsten fantasievoll gestalteten Kamera.

Der Klotz auf der Vorderseite ist nicht nur hässlich. Wenn man das Modell mit dem Objektiv nach unten ablegt, kippt der Bildschirm weg. Das hält einen davon ab, in dieser Position den Media-Player zu nutzen. Außerdem befindet sich die Stativhalterung aus irgendeinem Grund auf der gegenüberliegenden Seite des Objektivs.

Eine clevere Designlösung ist dagegen der Stromanschluss. Der dreizackige Stecker beherbergt einen USB-Steckplatz für das Download-Kabel der Kamera.

Funktionsumfang

Neben ihrer Kamerafunktion fungiert die i7 auch als Camcorder, MP3-Player, tragbarer Multimedia-Player, Textbetrachter, Diktiergerät und Reiseführer. Da diese Attribute alle in einem so kleinen Gehäuse untergebracht sind, verfügen sie nur über grundlegende Ausstattungsmerkmale.

Der Camcorder zeichnet Filme im SDC-Format auf. Dadurch wird mehr Speicherplatz beansprucht als etwa bei DivX-Filmen. Doch dem Benutzer steht ein relativ großzügiger interner 450-MByte-Speicher zur Verfügung.

Der MP3-Player bringt keinerlei Extras mit. Trotz des großen Displays gibt es keine Möglichkeit, Albumcover darzustellen. Man kann aber eine Diashow abspielen, während die Musik läuft. Es gibt einen Wiederholungs- und Zufallsmodus, das ist schon alles. Kopfhörer werden mitgeliefert.

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