Der Archos 605 Wi-Fi ist das Flaggschiff der fünften Generation portabler Media-Player des französischen Herstellers Archos. Er ist als Festplatten- (mit 30, 80 oder 160 GByte) und als Flashspeichermodell (4 GByte) erhältlich. Als Betriebssystem verwendet er eine modifizierte Linux-Version und unterstützt optional den Webbrowser Opera, um vollen Internetzugang zu ermöglichen. Archos neuester PMP kann sogar 5.1-Surround-Sound liefern – wenn man ein zusätzliches Dock kauft.

Die Listenpreise beginnen bei 229 Euro (4 GByte) und gehen bis 399 Euro (160 GByte). Im Test läuft das 30-GByte-Modell, das für 299 Euro erhältlich ist.

Design

Der 605 unterscheidet sich äußerlich nicht auffällig von seinem Vorgänger, dem 604. Seine Tasten sitzen immer noch rechts vom Display, sie haben aber jetzt ein deutlicheres Plastikdesign. Auf der Rückseite lässt sich ein praktischer Ständer herausklappen. Damit kann man den Player schräg aufstellen und hat bei der Benutzung die Hände frei.

Die Fertigungsqualität ist ausgezeichnet. Der 605 ist ein solides Gerät. Er fühlt sich an, als könnten ihm Schläge und Stöße bei häufigem Gebrauch unterwegs nichts anhaben. Das berührungsempfindliche 4,3-Zoll-Display (109 Millimeter) ist ausreichend groß. Es scheint auch bewundernswert unempfindlich gegen schmuddelige Fingerabdrücke, die viele vergleichbare Geräte plagen. Dennoch wird standardmäßig auch ein Paar Taststifte mitgeliefert. Allerdings gibt es keinen Einschub am Player, um einen davon aufzunehmen.

Man benötigt nur eine Hand, um das Gerät zu halten. Der 605 kann bei längerem Gebrauch ordentlich warm werden. Aber er ist ziemlich leicht und lässt sich bequem in der Hosentasche tragen.

Funktionsumfang

Bei einem Blick auf das Hauptmenü des Archos 605 Wi-Fi wird schnell klar, dass einige der Menü-Optionen nur funktionieren, wenn man Extras zukauft. Will man Fernsehsendungen aufnehmen, benötigt man eine Dockingstation. Ebenso muss man den Webbrowser sowie einige Codecs separat erwerben.

Der 605 wird unter Windows als externes USB-Laufwerk eingebunden. Dateien können per Drag-and-Drop verwaltet werden. Die Media-Player-Funktionen versehen problemlos ihren Dienst. Die Diashows von Bildersammlungen wirken beeindruckend. Der 605 kann ordnerbasiert sortieren und kommt mit hochauflösenden JPEGs, BMPs und PNGs zurecht. Mit dem Adobe-PDF-Reader lassen sich mühelos Dokumente anzeigen.

WMV und MPEG-4 (inklusive Xvid, exklusive DivX) werden bis zur DVD-Auflösung unterstützt, obwohl der Bildschirm 800 mal 480 Pixel misst. Ebenso erkennt der 605 MP3- sowie geschützte und ungeschützte WMA- und WAV-Audio-Dateien. AAC, MPEG-2, H.264 und AC-3-Formate laufen nur, wenn man zusätzliche Plugins bezahlt hat, von denen jedes 20 Euro kostet.

Auch der Webbrowser muss separat gekauft werden – mehr dazu später. Mit der optionalen Dockingstation kann man Videos auf dem Fernseher wiedergeben und den 605 als Videorekorder benutzen.

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