Media-Streaming ist der heilige Gral des Home-Entertainment. Die Suche läuft seit längerem, doch bislang hat noch niemand ein Gerät gefunden, das wirklich brauchbare Ergebnisse liefert.

Apple TV sieht gut aus und hat eine schicke Oberfläche. Aber weil es so wenig Material dafür gibt, ist der Netzwerk-Streamer mit dem Apfellogo kaum mehr als eine teure Stromverschwendung. Es gibt auch andere Player, die auf ihre Weise durchaus beeindrucken. Doch das ultimative Killerprodukt, das die anderen einfach kopieren müssen, ist noch nicht aufgetaucht.

Linksys hat mit der Kiss-Serie wahrscheinlich die bislang beste Arbeit auf dem Markt geleistet. Länger als jeder andere Hersteller bauen die Kalifornier DVD-Player mit Streaming-Fähigkeiten. Auch das neueste Modell verspricht eine Menge – aber kann es die Versprechen auch wirklich halten?

Design

Naturgemäß drängt sich Apple TV als direktes Vergleichsobjekt zum Kiss 1600 auf. Der Linksys-Player ist nicht ganz so attraktiv wie sein Konkurrent. Er ist auch etwas ausladender in seinen Dimensionen, sperrig kann man ihn aber nicht nennen. Und schließlich bringt er dafür auch ein DVD-Laufwerk mit, das Apple TV nicht bieten kann.

Der Kiss 1600 ist recht ordentlich gefertigt. Man kann nur hier und da etwas über die Optik meckern. Da ist zum Beispiel das DVD-Tray, das nicht bündig mit der Oberseite des Gehäuses abschließt. Das ist aber wirklich nur ein geringfügiger Makel. Es ist eher beeindruckend, wie nahtlos sich das Tray integriert. Man bemerkt es kaum, wenn es nicht geöffnet ist.

Das wahre Leben des Linksys offenbart sich auf seiner Rückseite. Dort befinden sich Komponenten- und HDMI-Ausgänge für hochauflösendes Fernsehen. Es gibt auch eine Reihe von Ausgängen mit Standardauflösung, darunter Scart, Composite und S-Video.

Was den Audio-Bereich betrifft, sind auch digitale optische und koaxiale Ausgänge vorhanden. Damit lässt sich der Kiss an einen entsprechend ausgestatteten AV-Receiver anschließen. Ebenso gibt es einen analogen Stereoausgang in Form von Cinch-Buchsen.

Die Fernbedienung ist praktisch. Sie liegt gut in der Hand, doch die Tasten zur Navigation in den Menüs sind gelegentlich etwas gewöhnungsbedürftig. Nach kurzer Zeit gelingt es einem mühelos, den Player zu konfigurieren. Das Menüsystem funktioniert recht flott. Der LCD-Bildschirm auf der Vorderseite des Geräts zeigt dazu die jeweilige aktuelle Menüoption an.

Funktionsumfang

Die Liste der Funktionen des Kiss 1600 ist länger als die Schlange vor dem Buchladen am Erscheinungstag des neuen Harry Potter. Das alleine schon macht ihn auch bei einem Preis von rund 295 Euro zu einem guten Kauf.

Bei einem derartigen Überfluss an Funktionen kann man nur schwer sagen, welche man als die wertvollste hervorheben soll. Sicherlich ist es toll, dass man den Kiss in das Heimnetzwerk integrieren und Dateien von einem beliebigen PC streamen kann. Das lässt sich auch komfortabel und einfach handhaben. Die mitgelieferte Applikation dafür ist angenehm anspruchslos. Sie installiert nicht jede Menge unnützer Programme auf dem Computer. Auf jeden Fall ist sie um einiges leichtgewichtiger als Itunes. Denn mit dessen großen Musikbibliotheken zwingt man langsame Computer gnadenlos in die Knie.

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