Kodak hat sich bei der Easyshare Z885 nicht auf das Design konzentriert, sondern eher auf ein ausgewogenes Preis-Leistungsverhältnis.

Diese 8-Megapixel-Kamera ist für etwa 165 Euro zu haben. Wenn auch nicht das attraktivste Kodak-Modell auf dem Markt, bietet sie dafür einige überraschend robuste Funktionen und ein überdurchschnittliches Objektiv.

Design

Die Z885 zielt eher auf praktisch veranlagte Fotografen ab denn auf Anwender, die Wert auf ein attraktives Äußeres legen. Die klobige, 30 Millimeter dicke Kamera wiegt inklusive SD-Karte und zwei AA-Batterien beachtliche 210 Gramm.

Die Bedienelemente sind recht einfach gehalten. Sie befinden sich größtenteils in der Nähe des Auswahlrads auf der Oberseite und eines großen, quadratischen Joypad auf der Rückseite. Die verschiedenen Menütasten um das Joypad sind etwas zu klein geraten. Aber ansonsten macht die Bedienoberfläche einen guten Eindruck.

Das klotzige, schnörkellose Design der Z885 lenkt die Aufmerksamkeit auf ihr markantestes Feature: das Objektiv. Die Kodak Easyshare verfügt über ein 5-faches optisches Zoomobjektiv mit einer Brennweite von 36 bis 180 Millimeter (äquivalent 35-Millimeter-Kleinbild). Bei Teleaufnahmen ist diese Linse leistungsstärker als die 3-Fachobjektive der meisten anderen Kompaktkameras. Die Z885 bringt nicht den mechanischen Bildstabilisator der Easyshare Z712 IS mit, außerdem fehlt ihr das viel größere 12-fache Objektiv.

Funktionsumfang

Als Mitglied der Kodak-Easyshare-Z-Familie ist die Z885 in erster Linie für erfahrene Fotografen und nicht für den durchschnittlichen Hobbyanwender gedacht. Neben den standardmäßigen automatischen und Szenenmodi, die man bei jeder Easyshare findet, ist die Z885 mit umfangreichen Programm- und manuellen Aufnahmemodi ausgestattet.

Im manuellen Modus kann man jede Belichtungseinstellung von der Blenden- bis zur Verschlusszeiteinstellung ändern. Man kann sogar manuell fokussieren. Bei einer derart kleinen, günstigen Kamera sind das willkommene Optionen. Leider muss man jede dieser Belichtungseinstellungen einzeln vornehmen. Es gibt weder eine Zeit- noch Blendenautomatik.

Kodak hat sich bei den ISO-Einstellungen mächtig ins Zeug gelegt. Die Kamera kann bei voller Auflösung Fotos in einem beeindruckenden Bereich von ISO 80 bis ISO 3200 aufnehmen. Bei 2,2 Megapixeln oder niedriger sind die Einstellungen ISO 6400 und ISO 8000 möglich. Das sind die höchsten Empfindlichkeiten, die je bei einer getesteten Schnappschusskamera erreicht wurden.

Leider sehen diese Werte nur auf dem Papier gut aus. Bei sehr hohen ISO-Einstellungen ist das Bildrauschen schon auf dem 65 Millimeter großen LCD sichtbar. Selbst bei Aufnahmen im Briefmarkenformat oder in der Größe eines Computer-Icons kann man das Bildrauschen bei hohen ISO-Werten nicht wegdiskutieren.

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