Der Ipod Nano erreicht die dritte Generation. Die neuen Geräte unterscheiden sich auf den ersten Blick von ihren Vorgängern: Sie sind breiter geworden. Der neue Formfaktor ermöglicht ein größeres Display für Spiele und die Wiedergabe von Videoclips. Unabhängig davon bleibt der Nano einer der dünnsten, kleinsten und edelsten MP3-Playern am Markt. Außerdem hat er einen fairen Preis: Die 4-GByte-Version kostet 149 Euro, die mit 8 GByte 199. Der teurere Player ist außerdem neben Silber auch in Schwarz, Rot, Grün und Blau erhältlich.

Design

Die Optik des neuen Nanos sorgt für Diskussionen. Seine Gegner nennen ihn pummelig, untersetzt, peinlich oder einfach hässlich. Auch wir hatten zunächst Bedenken. Doch wer den neuen Nano in der Hand hält und danach den alten sieht, mag seinen Wolkenkratzer-Look nicht mehr.

Der Nano ist knapp 7 Zentimeter hoch, 5 Zentimeter breit und gut 6 Millimeter dick – ein großer Unterscheid zum Vorgänger. Die Bauhöhe ist in etwa gleich geblieben. Die Oberfläche erscheint im edlen Alu-Look, die Rückseite und Seitenfläche erinnert an die runde, glänzende und schmutzanziehende Optik des Ipod Video. Auf der Unterseite des neuen Nanos sitzen der proprietäre USB-Anschluss, die Klinkenbuchse sowie der Schalter für die Tastensperre. Der Nano behält das Ipod-typische Clickwheel-Design bei, der Durchmesser des Clickwheels ist jedoch im Vergleich zum Vorgänger um gut 6 Millimeter geschrumpft. Wer das deutlich größere Clickweheel des Video- oder Classic-Ipods gewöhnt ist, könnte sich von der Nano-Steuerung frustrieren lassen.

Die wichtigste Design-Änderung ist eindeutig das größere und hellere Display. Es misst nun zwei Zoll und hat eine ordentliche Auflösung von 320 mal 240 Pixeln. Üblicherweise wirken Videos auf so kleinen Displays wie dem des neuen Nano nicht besonders gut, doch das Ipod-Display ist erstaunlich scharf. Die Displayabdeckung ist aus Kunststoff und wirkt Kratzern gegenüber empfindlich.

Ipod Nano
Das Blättern durch die Alben-Cover sieht spitze aus, ist aber etwas langsam.

Ausstattung

Größte Neuerung im Vergleich mit den Vorgängermodellen ist die Möglichkeit, Videos wiederzugeben. Wie der Video-Ipod (jetzt Ipod Classic) versteht der Nano H.264- und MPEG4-Videos in den Formaten MOV, MP4 oder MV4 bei einer maximalen Auflösung von 640 mal 480 Pixeln und 30 Frames pro Sekunde (fps). Videos lassen sich online über Itunes laden oder in die Software importieren und für den Nano konvertieren.

Der Videoplayer des Nano bringt Funktionen mit, die wir sonst auch noch bei doppelt so großen Playern vermissen. Beispielsweise erkennt er Kapitelmarken in MOV-Dateien und kann zwischen ihnen hin- und herspringen wie ein DVD-Player. Resume klappt ebenfalls bestens, also das Fortsetzen eines Clips an der Stelle, an der er das letzte Mal unterbrochen wurde. Selbstverständlich klappt auch die Wiedergabe von Videopodcasts („Vodcasts“) problemlos.

Zu den weiteren wichtigen Neuerungen zählt die Unterstützung von Spielen. Drei Games sind bereits vorinstalliert: Solitär, Iquiz und Vortex, ein Spiel im Breakout-Schema. Die Games sind ein netter Zeitvertreib – aber der Nano wird dadurch noch lange nicht zum Konkurrenten einer Playstation Portable von Sony.

Im Vergleich zu den anderen Änderungen kaum erwähnenswert sind kleine Details, die das Leben leichter machen. So ist der Zugriff auf die Shuffle-Funktion deutlich simpler geworden. Nach ein paar Drehungen auf dem Clickwheel kann man zwischen Shuffle Song, Shuffle Album oder Shuffle off wählen.

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