Der Ipod Classic ist der letzte Vertreter der Festplatten-Spieler aus dem Hause Apple. Es gibt ihn in zwei Versionen mit 80 respektive 160 GByte Festplattenspeicher für 250 beziehungsweise 350 Euro – in Schwarz oder Silber.

Design

Die kosmetischen Veränderungen zum Vorgänger sind gering. Der Ipod Classic hat nun eine Frontplatte aus eloxiertem Aluminium anstelle der bekannten Plastikschale. Insgesamt ist der Classic auch noch ein Stückchen kleiner geworden. Er misst nun 6,1 mal 10,4 mal 1 Zentimeter. Die Scheibe über dem Display zieht Kratzer weiterhin an wie die spiegelnde Rückseite Schmutz und Fingerabdrücke.

Zu den größten Neuerungen des Classics gehört die Software. Das Hauptmenü erscheint nun im Splitscreen – auf der einen Hälfte blättert man mittels Clickwheel durch die Optionen und Alben, die andere Seite zeigt eine Vorschau des ausgewählten Eintrags. Bei Musik zeigt der neue Apple das Cover des ausgewählten Albums, außerdem ist eine Vorschau auf Fotos oder Videoclips möglich. Klar, Apple hat damit nicht die Welt neu erfunden. Aber den Ipod wieder ein kleines Stückchen hübscher gemacht. Wie beim Iphone und in Itunes klappt auch das „Durchblättern“ von Alben im Cover-Flow-Modus. Das ist nett, verliert aber etwas seinen Reiz, da kein Touchscreen vorhanden ist. Außerdem scheint es den Prozessor des Classic stark zu fordern – manchmal hakt es. Wer eine große Musiksammlung auf seinem Ipod durch die Gegend trägt, wird wohl weiterhin durch die Textmenüs blättern.

Ausstattung

Es gibt nur wenig Neues zu berichten, was die Kernfunktionen anbelangt. Bei der Wiedergabe von Musik, Filmen, Fotos und kleinen Spielen hat sich nichts großartig verändert.

Wie gehabt unterstützt der Classic H.264- und MPEG4-Videos in den Formaten MOV, MP4 und M4V mit einer maximalen Auflösung von 640 mal 480 Pixeln bei 30 Frames pro Sekunde. Videos kann man über Itunes kaufen oder sie am Computer importieren und für die Wiedergabe konvertieren. Die übrigen Funktionen ähneln denen des neuen Ipod Nano. Beispielsweise erkennt der Classic Kapitelmarken in MOV-Dateien und kann zwischen ihnen hin- und herspringen wie ein DVD-Player. Resume klappt ebenfalls bestens, also das Fortsetzen eines Clips an der Stelle, an der er das letzte Mal unterbrochen wurde. Selbstverständlich funktioniert auch die Wiedergabe von Videopodcasts („Vodcasts“) problemlos. Wenn vom Videoformat unterstüzt, stellt der Classic auf Wunsch auch Untertitel dar.

Drei Games sind bereits vorinstalliert. Mit Solitär, Iquiz und Vortex, einem Spiel im Breakout-Schema, bekommt der Käufer die gleichen Spiele wie Nano-Nutzer. Die Games sind ein netter Zeitvertreib, machen aber auch den „großen Ipod“ nicht zum Konkurrenten einer Playstation Portable.

Ipod Classic
Neue Menüstruktur: Der Ipod Classic zeigt nun einen Split-Screen.

Eigentlich kaum erwähnenswert sind Änderungen im Detail, die das Leben leichter machen. So ist der Zugriff auf die Shuffle-Funktion deutlich simpler geworden. Nach ein paar Drehungen auf dem Clickwheel kann man zwischen Shuffle Song, Shuffle Album oder Shuffle off wählen.

An der Unterstützung der Audio-Dateiformate hat Apple nicht Hand angelegt. Neben den bekannten AAC-Dateien mit DRM-Schutz aus dem Itunes-Shop laufen MP3-Dateien, Apple Lossless, AIFF, WAV und Audible. Gut ist, dass man nun nicht mehr die gesamte Playlist synchronisieren muss, wenn man nur ein Lied hinzufügen oder löschen möchte.

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