Risikofrei einkaufen im Internet

Online-Shops verführen mit niedrigen Preisen zum schnellen Bestellen. Doch hinter manchem Schnäppchen lauert ein teurer Reinfall – insbesondere dann, wenn der Kunde schon vor Erhalt der Ware zahlt. CNET.de wühlt sich durchs Kleingedruckte und gibt Tipps für reibungslose Einkäufe.


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Online-Shops verführen mit niedrigen Preisen zum schnellen Bestellen. Doch hinter manchem Schnäppchen lauert ein teurer Reinfall – insbesondere dann, wenn der Kunde schon vor Erhalt der Ware zahlt. CNET.de wühlt sich durchs Kleingedruckte und gibt Tipps für reibungslose Einkäufe.

Billige Händler finden sich ganz rasant mit Preisvergleichs-Diensten wie Lifestyle.CNET.de, Geizhals.net, Evendi oder Idealo.de. Als alleiniges Kriterium taugt der Preis jedoch nicht. Eher lohnt ein Blick auf die Note, die bei den meisten Vergleichs-Diensten den Händlernamen schmückt. Die Bewertung sollte natürlich möglichst gut ausfallen, zugleich aber auch aussagekräftig sein, also auf aktuellen Urteilen von mehreren Dutzend oder Hundert Kunden basieren. Lieferzeiten und Kundenservice sollten in die Note einfließen. Im Idealfall veröffentlicht der Dienst neben der Note auch Kommentare der einzelnen Besteller.

Bewertungen
Beim Preisvergleichs-Dienst Geizhals.net lassen sich die Leistungen eines Händlers sehr differenziert bewerten. Unterm Strich ist auf die Bewertungen bei Preisvergleichs-Diensten durchaus Verlass: Anders als bei Ebay können unseriöse Händler schlechte Noten nicht mit Rachebewertungen vergelten.

Kritischer Blick auf die Händler-Website

Nehmen Sie sich vor einer Bestellung die Website des Händlers zur Brust. Enthält das Impressum die vollständige Anschrift, Ansprechpartner, Telefonnummer und E-Mail-Adresse? Listet der Betreiber übersichtlich alle anfallenden Kosten auf, also zum Beispiel Porto, Verpackung, Mindermengen-Zuschlag und Auftragsgebühr? Der Bestellvorgang sollte über eine sichere Internet-Verbindung ablaufen, zu erkennen am „https://“ (mit „s“) in der Adresszeile des Browsers. Das vermindert immerhin die Wahrscheinlichkeit, dass Dritte Ihre Kreditkarten-Nummer oder ähnlich sensible Daten mitschneiden.

Positiv ist, wenn der Händler mit einer Trusted-Shops-Mitgliedschaft aufwartet. Der Kunde erhält dann eine Geld-zurück-Garantie: Liefert der Händler die Ware nicht innerhalb eines Monats, fordert ihn Trusted Shops auf, das Geld zurückzuerstatten. Im schlimmsten Fall bekommen Sie den Betrag einen weiteren Monat später von Trusted Shops ausbezahlt – das nimmt der Vorauskasse ihren Schrecken. Auch wenn Sie von Ihrem Widerrufsrecht Gebrauch machen und der Händler nicht binnen 30 Tagen zahlt, springt Trusted Shops ein. Vergewissern Sie sich jedoch auf der Website von Trusted Shops, dass der Händler dort tatsächlich gelistet ist und nicht einfach nur mit einem gefälschten Logo wirbt. Und vergessen Sie auch nicht, sich nach der Bestellung tatsächlich für die Garantie anzumelden. Meist bieten die Händler einen Link dazu an.

Trusted Shops
Bei Händlern mit Trusted-Shops-Garantie verliert die Vorauskasse ihren Schrecken.

Schlechte Nachrichten verbreiten sich rasch im Internet. Daher lohnt eine Recherche nach dem Namen des Händlers zusammen mit Stichwörtern wie „Betrug“, „unseriös“ oder „unzufrieden“. Wenn die Suchmaschine Entwarnung gibt, wird es Zeit, sich über die Zahlungsart Gedanken zu machen.

Bezahlen: Rechnung hui, Vorauskasse pfui

Am liebsten bieten die Händler diejenige Zahlungsart an, die für den Kunden am ungünstigsten ist: Vorauskasse. Das gesamte finanzielle Risiko trägt hierbei der Kunde. Er überweist dem Händler den Betrag, und erst nach Eingang der Zahlung geht das Produkt auf die Reise. Die Händler versüßen diese Zahlungsart gerne mit niedrigeren Versandkosten. Lassen Sie sich nur darauf ein, wenn Sie den Händler gut kennen oder er die Trusted-Shops-Garantie gewährt. Andernfalls liegen die Nachteile auf der Hand: Sobald das überwiesene Geld auf dem Konto des Empfängers eintrudelt, haben Sie keinen Zugriff mehr darauf. Wenn der Händler erst nach Monaten oder gar nicht liefert und dennoch das Geld einbehält, bleibt nur der Gang vor Gericht – mit ungewissem Ende.

Spesen
Die Händler lieben die Zahlungsweise Vorauskasse und machen sie ihren Kunden mit niedrigen Versandspesen schmackhaft. Deutlich teurer kommen zum Beispiel Nachnahme- und Kreditkarten-Zahlungen.

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