Schon getestet: Ipod Touch – Musik- und Videoplayer im Iphone-Look

Die größte Revolution seit der Einführung des Ipods: Der Touch ist der erste Apple-Player ohne Clickwheel. Stattdessen erfolgt die Steuerung über das große Touchscreen-Display. Menüführung und Funktionen ähneln dem Iphone. Sogar WLAN für Surfsessions und Musikkauf unterwegs ist integriert.

Man kann sagen was man will: Apples Iphone hat was. Es sieht stark aus, hat eine innovative (und geniale) Benutzerführung, kann extrem viel und ist gleichzeitig noch unkompliziert – so, wie Hardware eigentlich sein sollte. Der wohl größte Haken: Bislang ist das Gerät hierzulande offiziell nicht erhältlich. Das wird sich demnächst ändern, doch wohl nur für T-Mobile-Kunden, mit Vertrag, Grundgebühr und 24-monatiger Laufzeit.

Apple bietet nun mit dem Ipod Touch ein Gerät mit ähnlichem Look und mit ähnlicher Ausstattung an. Ohne integriertes Handy zwar, aber damit auch ohne Grundgebühr und deutlich günstiger. Die Wiedergabe von Musik, Filmen und Fotos klappt beim Ipod Touch genauso wie beim Iphone, die Bedienung mittels Touchscreen ist dieselbe – und sogar der Safari-Browser ist an Bord. Seine Inhalte bezieht er über WLAN statt über das Handynetz.

Design

Auf den ersten Blick geht der Ipod Touch als kleiner Bruder des Iphone durch. Wie bei den meisten anderen Apple-Produkten merkt man ihm auf den ersten Blick an, wie viel Liebe ins Detail Designer, Ingenieure und Usability-Profis investiert haben. Das Gehäuse aus Metall und Glas fühlt sich so hochwertig an, wie es aussieht, und ist hosentaschenkompatibel: Es misst 62 mal 110 Millimeter und ist 8 Millimeter.

Nichts ruiniert einen tragbaren Videoplayer schneller als ein dicker Kratzer auf dem Display. Gut also, dass Apple hier nicht gespart hat – im Gegensatz zu Ipod Classic und dem neuen Ipod Nano in der dritten Generation schützt echtes Glas anstelle einer Plastikscheibe die Anzeige. Dennoch sollte man ein paar Euro in eine Schutzhülle investieren. Das Iphone fühlt sich mit seinen 8 Millimetern Dicke fast schon zerbrechlich an, außerdem wäre jede noch so kleine Spur im Chromlook der Gehäuserückseite eine Schande.

Lediglich zwei Knöpfe zieren den Touch. Auf der Vorderseite sitzt unterhalb des Displays einer für das Hauptmenü, der andere befindet sich oben links am Gehäuse. Er deaktiviert das Display. Alle anderen Funktionen wählt man über die berührungsempfindliche Anzeige – wie beim Iphone. Lediglich die Icons für die Wiedergabe von Musik, Fotos und Videos sind hier stärker betont; die Telefonapplikation fehlt.

Die zwei Unterscheidungsmerkmale zwischen Iphone und Ipod lassen sich erst auf den zweiten Blick erkennen. Zum Einen verfügt der Ipod über eine bündig am Gehäuse abschließende, 3,5 Millimeter große Klinkenbuchse zum Anschluss eines beliebigen Kopfhörers. Zum Anderen gibt es keine dedizierten Knöpfe zum Regeln der Lautstärke. Stattdessen präsentiert das Display nach einem Doppelklick auf den Menü-Knopf einen Slider. Im gleichen Menü zeigt der Touch auch Soft-Buttons für Play, Pause und Überspringen von Musikstücken.

Fakt ist: Es gibt bessere Player. Welche, die Musik in höherer Qualität ausgeben, welche, die günstiger sind und welche, die mehr können. Beispielsweise TV-Signale oder digitales Radio empfangen. Fakt ist aber auch: Kein anderes Gerät – abgesehen vielleicht vom Iphone – hat ein so cooles Interface. Das Blättern der Musiksammlung im Cover-Flow-Modus oder das Zoomen in Fotos mit Fingerbewegungen wirkt fast, als hätte Apple diese Funktionen direkt aus der Zukunft importiert. Lediglich Jetpacks oder fliegende Autos bieten einen ähnlichen Coolness-Faktor.

Ipod Touch
Der Ipod Touch passt problemlos in die Hosentasche. Wie beim Iphone schützt Glas statt Kunststoff das Display – es verkratzt nicht so schnell.

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