Wer nicht bereit ist, bis zu 300 Euro für das Spitzenmodell unter den Multimedia-Playern von Archos hinzublättern, den 605 WiFi, für den hält der französische Hersteller eine preiswertere Alternative bereit: Der Archos 405 bringt viele der wichtigsten Funktionen seines großen Bruders mit. Besonders erwähnenswert sind die Videowiedergabe in DVD-Qualität sowie die DVR-Funktionen. Die stehen allerdings nur zusammen mit der als Zubehör erhältlichen DVR-Dockingstation zur Verfügung.

Design

Der 405 ist im Prinzip ein kleiner 605: Auch hier finden sich die flachen Navigationstasten auf der rechten Seite sowie die hervorragende Konstruktionsqualität, die man bei Archos-Geräten zu schätzen weiß. Anders als beim 605 gibt es hier jedoch einen SD-Steckplatz. Er befindet sich oben am Player. Dafür fehlt ein Stützfuß. Und leider ist das Display nicht berührungsempfindlich – man muss also die Menüstruktur des Archos zu meistern lernen.

Mit einer Diagonalen von 89 Millimetern (3,5 Zoll) hat das Display eine angenehme Größe. Bedauerlicherweise liegt die Auflösung nur bei enttäuschenden 320 mal 240 Pixeln. Darunter leidet die Bildschärfe deutlich.

Funktionsumfang

Als Musik-Player bietet der 405 die gewohnte Organisationsstruktur mit Sortierung nach Künstler, Album und Titel. Außerdem kann man nach Genre, Erscheinungsjahr und Benutzerbewertung ordnen. Dazu müssen diese Informationen natürlich in den ID3-Tags der jeweiligen Datei vorliegen. Ein eventuell vorhandenes Albumcover wird in einer Spalte auf der rechten Seite angezeigt. Sie beansprucht etwa ein Drittel der Bildschirmoberfläche. Ferner hat man noch Zugriff auf Kontextmenüs sowie Metadaten zu Album oder Titel.

Die Software sortiert Videos nach Dateinamen und Ordnern. Das Organisieren lässt sich unter Windows ganz einfach per Drag-and-Drop erledigen. Über entsprechende Optionen im Kontextmenü kann man Dateien umbenennen oder löschen. Auf dem Gerät selbst ist das Umsortieren jedoch nicht möglich.

Standardmäßig unterstützt der 405 nur Videos in den Formaten WMV und Standard-MPEG-4. Zusätzliche Plugins schlagen mit jeweils etwa 20 Euro zu Buche. Damit kann man dann hochauflösendes H.264-Material anschauen, etwa Vodcasts oder MPEG-2-Videos in DVD-Qualität.

Die Bildbibliothek funktioniert auf dieselbe Weise wie die Video-Wiedergabe. Nebenbei besteht hier die Möglichkeit, Bild-Metadaten einzublenden. Auf diese Weise lässt sich herausfinden, mit welcher Kamera und Blendeneinstellung ein bestimmtes Foto aufgenommen wurde. Außerdem kann man Fotos anhand ihres Aufnahmedatums suchen. Das ist sicherlich die nützlichere dieser beiden Zusatzfunktionen.

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