Kodaks Easyshare M873 ist eine superschlanke Kompaktkamera, die Bilder mit 8 Megapixeln erfasst. Sie bietet sämtliche typischen Merkmale einer günstigen Kompaktkamera: Die ISO-Empfindlichkeit bis 1600 ermöglicht eine digitale Bildstabilisierung, während ein 3-facher optischer Zoom, VGA-Video und ein 64-Millimeter-LCD (2,5 Zoll) die Standardausstattung ergänzen.

Im Test muss sich zeigen, ob diese auffallend günstige 170-Euro-Kamera auf dem dicht gedrängten Markt bestehen kann.

Design

Die M873 ist mit 18 Millimetern an der dicksten Stelle ziemlich schlank. Das Gerät als Ganzes ist so leicht und schmal, dass es selbst in die engsten Taschen passt.

Der Schiebeschalter, mit dem man zwischen Video, Szene und Funktionen umschaltet, ist recht fummelig. Üblicherweise liegen diese Optionen zusammen mit der Anzeige auf einem Funktionswählrad. Man hätte sich einen Schalter gespart, wenn sie auch bei der M873 zusammengeblieben wären. Ebenso könnte man die Löschfunktion auf das Clickpad verschieben. Der spezielle Knopf dafür funktioniert nur im Anzeigemodus, ansonsten ist er überflüssig.

Um den Akku zu laden, schließt man die Kamera an den Netzadapter an, statt ihn herauszunehmen und in ein separates Ladegerät zu stecken. Das ist zwar die elegantere Lösung. Aber damit muss man die Kamera komplett beiseitelegen und somit eventuell der Gefahr eines Diebstahls aussetzen.

Wenn man kein Easyshare-Dock besitzt, braucht man ärgerlicherweise einen Adapter, um ein USB-Kabel an den Docking-Slot der M873 anzuschließen. Das ist dann wieder ein kleines Ausrüstungsteil, das verloren gehen kann.

Funktionsumfang

Die M873 hat ihre Stärken und Schwächen. So kann man die Belichtungszeit auf bis zu 8 Sekunden einstellen. Mit dem Panorama-Stitch-Modus lassen sich drei Bilder aufnehmen und anschließend automatisch zusammensetzen. Ein Teil der vorigen Aufnahme erscheint auf dem Display, um beim Anordnen des Panoramas zu helfen. Außerdem gibt es einen Orientierungssensor. Er registriert, wie man die Kamera hält beim Auslösen hält. Das endgültige Bild dreht er entsprechend.

20 voreingestellte Szenen-Modi stehen zur Verfügung. Allerdings liefern der High-ISO-Mode und die digitale Bildstabilisierung im Wesentlichen das Gleiche. Zumindest ein individuell abstimmbarer Szenen-Modus findet sich dann doch. Mit ihm lassen sich die eigenen Einstellungen speichern.

Doch leider endet hier die Kontrolle über die wichtigen Abläufe beim Fotografieren. Es gibt nicht einmal eine Zeit- oder Blendenautomatik, ganz abgesehen von einem manuellen Modus. Und weder eine optische Bildstabilisierung noch eine Gesichtserkennung sind vorhanden.

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