Es ist kein Déjà-vu: Die Canon Powershot G9 ist mit ihrer Vorgängerin, der Powershot G7, äußerlich fast identisch.

Der auffälligste Unterschied besteht in einer Verkleinerung des optischen Suchers, um Raum für ein größeres 76-Millimeter-LCD (3 Zoll) zu schaffen. Außerdem sind Objektivring und Auslöser nicht mehr silberfarben, sondern schwarz. Und der Preis ist etwas höher. Er liegt bei circa 599 Euro.

Design

Viele der Komponenten sind ebenfalls identisch. Die Kamera enthält dasselbe optisch stabilisierte 6-fach-Zoom-Objektiv (f/2.8 bis f/4.8, 35 bis 210 Millimeter) und denselben Digic-III-Bildprozessor. Die einzige bedeutende Aktualisierung besteht in einem Update des 10-Megapixel-CCDs auf 12 Megapixel. Zudem wird auf vielfachen Wunsch glücklicherweise das RAW-Format wieder unterstützt.

Die G9 wiegt belanglose sechs Gramm mehr als ihre Vorgängerin. Vermutlich eine Folge des größeren LCDs, trotzdem bringt sie insgesamt nur etwa 370 Gramm auf die Waage.

Die Bedienelemente verteilen sich über die Oberseite und die Rückseite der Kamera. Neben diesen, dem LCD und dem optischen Sucher bleibt gerade ausreichend Platz für einen anständigen Handgriff. Allerdings ist es für große Hände immer noch schwierig, die Kamera fest im Griff zu halten, ohne dabei versehentlich die eine oder andere Taste zu drücken. Es wäre auch zweckmäßiger, wenn der Auslöser und die Zoom-Taste etwas größer ausfielen.

Funktionsumfang

Menüoberfläche und Navigation der G9 sind überwiegend einfach und logisch aufgebaut. Einige erstaunliche Entscheidungen trüben jedoch den Gesamteindruck. Die Option für hochauflösendes Filmen (1024 mal 768 Pixel, 15 Bilder pro Sekunde) ist beispielsweise nicht im Menü „Func“ zu finden, wo man sie vermutlich sucht. Sie firmiert jetzt als weiterer Film-Modus. Also muss man mit dem Auswahlrad an den Einstellungen Colour Accent, Colour Swap, Time Lapse, Compact und Standard vorbei, um die Option zu finden. Aus technischer Perspektive mag das vielleicht sinnvoll sein, aus der Sicht des Anwenders nicht so sehr.

Wie ihre Vorgängerin bietet die G9 alle Belichtungs-, Scharfstellungs- und Aufnahmeeinstellungen, die sich ein begeisterter Fotograf nur wünschen kann. Dazu gehören Spot-Messung, frei wählbare Fokusbereiche, zwei individuell programmierbare Einstellungen, ein wahlweise permanent oder nur bei Aufnahme zugeschalteter Bildstabilisator, manuelle Empfindlichkeitseinstellungen bis ISO 1600, ergänzt durch eine High-Einstellung bis ISO 3200. Die Möglichkeit für Sprachnotizen und ein Zubehörschuh runden die Ausstattungspalette ab.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Kompakt, robust und leistungsstark: Canon Powershot G9

  • Am 3. Februar 2008 um 10:32 von serenn

    design
    ist halt geschmacksfrage, klar. In diesem fall würde eher von Designverweigerung sprechen, was durchaus auch seinene Anhänger finden kann. "Exzellentes Design" zeigt vielleicht wie relativ die Berichte überhaupt sind (und vielleicht bleiben müssen). Die in meinen Augen gelungene, wenn auch zugebenermaßen nicht spektakuläre) coolpix p 50 als globig und das design als schlecht zu verteufeln entbehrt meiner Meinung ebenfalls jeder Grundlage. Ja, "cooler" ist vielleicht die Canon. In welchem Sinn mag jeder selber befinden.

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