Für viele ist die Vorstellung, ein Buch auf einem Computerbildschirm zu lesen, wahrscheinlich so ansprechend wie eine Wurzelkanalbehandlung beim Zahnarzt. Diese Einstellung könnte sich jedoch als veraltet erweisen: Man sollte sich durchaus mit dem Irex Iliad und seinem genialen Display vertraut machen. Bei diesem Gerät kommt eine Technologie namens E-Ink zum Einsatz. Sie sorgt dafür, dass das Bild nicht flimmert. Außerdem braucht er keine Hintergrundbeleuchtung. Dadurch ist das Bild absolut beständig und sehr angenehm für die Augen.

Dieser E-Book-Reader ist deutlich weiter entwickelt als seine Konkurrenten, etwa der Sony Reader, der bisher nur in den USA und Japan erhältlich ist. Er verfügt über integriertes WLAN und einen Eingabestift, der Anmerkungen direkt auf dem Bildschirm ermöglicht. Außerdem erlaubt seine Software, RSS-Newsfeeds herunterzuladen.

Anwender, die an der Revolution in Sachen E-Book teilhaben wollen, können den Iliad für 649 Euro bei justread.de erwerben.

Design

Das eindrucksvollste Merkmal dieses Geräts ist sein Bildschirm. Das Lesen auf diesem Bildschirm ist für die Augen genauso angenehm wie in einem Buch aus Papier. Beim ersten Kennenlernen glaubt man, er sei mit einem gedruckten Schutzsticker beklebt. Erst nach dem Weiterblättern wird man eines Besseren belehrt.

Anstelle eines LCD-Bildschirms, den die meisten Laptops und PDAs einsetzen, verwendet dieses Gerät eine neue Darstellungstechnik. E-Ink erzeugt ein kontrastreiches monochromes Bild, das absolut flimmerfrei ist und nicht hinterleuchtet werden muss. Selbst bei direktem Sonnenlicht lässt sich der Bildschirm problemlos benutzen. Aufgrund der hohen Auflösung von 768 mal 1024 Pixeln liest sich der Text sehr flüssig und sieht ansprechend aus.

Der Iliad erinnert optisch kaum an ein normales Buch. Die Vorderseite des Lesegerätes hat jedoch ungefähr dieselbe Größe wie ein durchschnittliches Hardcover. Aber der Reader ist sehr schlank. Dank seines Gewichts von nur 390 Gramm lässt er sich auch relativ einfach halten. Das Design an sich ist eher funktional und nicht sehr auffällig. Die Rückseite des Geräts weist jedoch merkwürdige Rechtecke auf, die ohne offensichtlichen Grund ausgeschnitten wurden. Dadurch erhält der Iliad das Aussehen eines Prototypen – er wirkt schlicht nicht wie ein fertiges Produkt, das für den Massenmarkt vorgesehen ist.

Auf der Vorderseite dominiert der große Bildschirm. Es gibt daneben noch eine Reihe von Tasten. Mit ihrer Hilfe kann man durch die Benutzeroberfläche navigieren. Die auffälligste Taste bezeichnet Irex als Fliptaste. Dabei handelt es sich eigentlich um einen sehr großen Kippschalter. Er ist auf der linken Seite angebracht. Durch Vor- und Zurückkippen blättert man durch die Seiten eines Buches oder Dokuments. Diese Taste lässt sich sehr einfach bedienen, und das Gerät wird damit etwas mehr zu einem ganz normalen Buch.

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