Ein neues Unternehmen mischt sich in den Markt der extrem günstigen Notebooks ein. Auf den ersten Blick scheint es, als hätte es – nämlich Asus – mit dem Eee-PC 701 zumindest drei Asse auf der Hand. Die „E“ im Namen stehen für „easy to learn“, „easy to work“ und „easy to play“. Sie beschreiben ein ultraportables Notebook, das es bereits für unter 250 Euro gibt. Mit der Ausstattung unseres Testgeräts kommt das Eee auf einen Preis von gut 310 Euro.

Update: Inzwischen haben auch wir einen Testbericht des neuen Eee PC 900.

Design

Der Eee-PC ist eines der kleinsten Notebooks überhaupt. Mit 22,5 mal 16,5 Zentimetern misst das Gerät gerade mal so viel wie ein gebundenes Buch. Es ist 3,5 Zentimeter dick und wiegt weniger als ein Kilo: 970 Gramm bringt es auf die Waage. Ab dem 14. November soll es zu kaufen sein. Die kleinen Abmessungen und das geringe Gewicht lassen das Eee auf den ersten Blick wie ein Spielzeug wirken. Das weiße Finish verleiht ihm aber zum Glück eine gewisse anspruchsvolle Note. Das Eee fühlt sich aber sowohl im Schulranzen und Kinderzimmer als auch auf dem Schreibtisch oder Leder-Aktenköfferchen wohl.

Aufgrund der kleinen Abmessungen muss man einige Abstriche machen. Zunächst nervt die Tastatur. Sie ist winzig, und die Tasten liegen extrem nah beieinander. Bei einer Standard-Tastatur haben die Tasten üblicherweise einen Abstand von etwa fünf Millimetern zueinander – beim Eee ist die Lücke nicht einmal einen Millimeter groß. Man muss also keine Wurstfinger haben, um sich zu vertippen – doch die machen Texteingaben noch schlimmer. Wer anstelle von Romanen aber kurze Notizen oder mal eine Web-Adresse eintippt, sollte keine Probleme bekommen.

An den Rändern des Gehäuses hat Asus diverse Anschlüsse verteilt. Auf der rechten Seite sitzen zwei USB-Ports, ein dritter befindet sich links. Daneben gibt es einen D-Sub-Videoausgang: praktisch, wenn man einen zweiten Monitor oder für eine Präsentation einen Beamer anschließen möchte. Außerdem ist ein Speicherkartenleser an Bord, der mit MMC- und SD-Karten klarkommt. Bei unserem Testgerät ist kein Modem integriert, schwarzes Plastik verschließt die entsprechende Buchse. Einen Netzwerkanschluss gibt es aber.

Fans (oder Opfer) von Videokonferenzen oder Skype-Calls mit Videoübertragung werden sich über die Webcam überhalb des Displays freuen. Mit ihr kann man schnell mal ein Selbstporträt knipsen oder ein kurzes Video für Youtube drehen. Die integrierten Lautsprecher befinden sich links und rechts vom Mikro. Unverständlicherweise sitzt das Mikrofon unterhalb des Geräts. Das hat natürlich negative Auswirkungen auf die Sprachqualität. Klinkenbuchsen für den Anschluss eines Headsets sind aber vorhanden.

Das Ladegerät passt von den Abmessungen her zur Größe des Eee: Es wirkt eher wie ein Ladeadapter fürs Handy denn wie ein Notebooknetzteil.

Ausstattung

Wer für 300 Euro oder weniger ein Notebook kauft, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er keine Hightech-Kiste mit unglaublicher 3D-Grafik und videoschnitttauglicher CPU kauft. Auf der anderen Seite ist der Eee aber auch keine Schreibmaschine, sondern ein solides Notebook. In ihm werkelt ein Intel Mobile Celeron-M ULV mit 900 MHz. Diese CPU ist mehr auf lange Akkulaufzeit ausgelegt als auf extreme Rechenaufgaben.

Unser Modell kommt mit 512 MByte RAM, günstigere Ausführungen haben aber nur 256 MByte verbaut. Wer plant, Windows auf seinem Eee zu installieren oder ihm rechenintensive Aufgaben vorzusetzen, sollte auf jeden Fall die 512-MByte-Version wählen.

Neueste Kommentare 

6 Kommentare zu Schon getestet: Billignotebook Asus Eee-PC 701

  • Am 19. November 2007 um 18:20 von Sabine Hinkel

    Wie ist denn das Linux?
    Hat schon jemand das EEE? Ich finde es sehr interessant, aber ich habe etwas respekt vor Linux. Damit kenne ich mich noch nicht aus. Ist die Bedienung und auch die Installation von z. B. einer Digitalen Kamera oder einer externen Festplatte genau so einfach wie unter Windows?

  • Am 6. Dezember 2007 um 10:29 von Daniel Schraeder

    Eee-Linux: Bildergalerie
    Hallo Sabine,

    keine Angst – das Linux auf dem Eee ist Windows sehr nahe und einfach zu bedienen.

    Hier gibt es eine Bildergalerie mit Screenshots:
    http://www.cnet.de/digital-lifestyle/galerie/0,39034684,39159346,00/linux+auf+dem+asus_eee_pc+screenshots+der+oberflaeche.htm

    Daniel :)

  • Am 17. Dezember 2007 um 14:20 von saoes

    Klein, Fein, will ich
    kein vollwertiger PC Ersatz, aber für unterwegs als immerdabei Gerät, genaus das was ich schon lange gesucht habe.
    Für 299,- incl Versand hab ich das Ding hier vorbestellt: http://www.pc-high.de

    saoes

  • Am 16. Januar 2008 um 14:03 von Mario

    Videoauflösung
    Ich hab da noch eine Frage. Gehen auf dem 7-Zoll-Display 800 x 600 Bildpunkte? Alles andere wäre für das Internet doch quälend.

  • Am 17. Januar 2008 um 10:24 von Daniel Schraeder

    Auflösung ist 800 x 480 Pixel
    Hallo Mario,

    das Display des Eee-PC 701 erreicht eine Auflösung von 800 x 480 Pixel – siehe auch
    http://www.cnet.de/digital-lifestyle/specials/0,39036877,39158057,00/asus+eee+das+billigste+notebook+der+welt.htm

    Beste Grüße :)
    Daniel Schraeder, CNET.de

  • Am 1. Februar 2008 um 15:56 von oceana

    Mini Asus Eee PC 701
    hallo leute

    … ich hab’s schon und obwohl ich kein linuxer bin… finde ich es einfach wunderbar… es lässt keine wünsche offen und ist einfach süß, schnell und ein ganz großes vergnügen….neben meinem apple g4 mein absoluter lieblingscomputer. windows fasse ich fast nicht mehr an seit es den kleinen gibt.

    greetz oceana

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