Jedes Unternehmen möchte ein wenig von Youtubes Popularität profitieren. Sony macht da keine Ausnahme. Mit einer auffälligen Abkehr von seinen Cybershot- und Handycam-Produktreihen hat Sony den Netsharing-Camcorder NSC-GC1 herausgebracht. Er stellt eine Kombination aus Pocket-Kamera und Camcorder dar. Das Konzept wurde speziell für Youtube und all die zahllosen ähnlichen Web-Portale entwickelt.

Bei einem Preis von gerade einmal 249 Euro zielt der GC1 voll und ganz auf Gelegenheitsnutzer, die sich mehr für Schick und Einfachheit als für komplexe Fotografie oder Videoproduktion interessieren.

Design

Die rechteckige Form des GC1 weist auf der einen Seite eine glänzende, auf der anderen eine matte Oberfläche auf. Das gänzlich in Schwarz gehaltene Gehäuse erhält dadurch nahezu ein zweifarbiges Erscheinungsbild. Besonders im Vergleich zu seinen langweiligen weißen Konkurrenten, etwa dem RCA EZ105, sieht der GC1 durchaus elegant aus.

Sein 61 Millimeter großes Display lässt sich ausgeklappt um 270 Grad drehen. Das bietet ein hohes Maß an Flexibilität bei Aufnahmen aus ungewöhnlichen Winkeln, beispielsweise aus einer Zuschauermenge heraus.

Abgesehen vom Klappdisplay ist der ziegelsteinförmige GC1 nicht besonders ergonomisch gebaut. Er fühlt sich in der Hand eher unbequem an. Ein kleiner Plastiksteg auf der Vorderseite der Kamera bietet Platz für den Zeigefinger. Doch das verpfuscht dann unversehens Blitzlichtaufnahmen.

Wenn man nämlich den Plastiksteg zwischen Zeige- und Mittelfinger hält, kann der Zeigefinger leicht den winzigen Blitz der Kamera abdunkeln oder sogar völlig verdecken. Ausgenommen bei Aufnahmen in direktem Sonnenlicht, muss man die Hand so halten, dass der Finger den Blitz nicht verdeckt.

Die Anordnung der Bedienelemente des GC1 ist ähnlich unglücklich realisiert. Das Layout ist wenig intuitiv und ziemlich verwirrend. Ein winziger Joystick navigiert durch das spärliche Menüsystem der Kamera. Er sitzt in der Mitte einer kreisförmigen Anordnung von vier Tasten. Der kleine Steuerknopf fühlt sich für große Daumen schon unhandlich genug an. Doch die Tastengruppe steigert das unerfreuliche Handling des GC1 noch.

Die beiden Bedienkomponenten zusammen wirken wie ein standardmäßiges Vier-Wege-Joypad mit OK-Taste. Mit ein bisschen Übung lässt sich der Joystick zum
Navigieren in den Kameramenüs und zur Auswahlbestätigung verwenden. Damit liegt man zumindest besser, als mühselig mit den einzelnen Tasten Menüoptionen anzusteuern. Joystick und Tasten sitzen außerdem zu hoch am Gehäuse. Deshalb muss man die Hand nach oben bewegen, wobei dann wiederum die Finger unbeabsichtigt den Blitz verdecken können.

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