Webcams für hochauflösende Videotelefonie

DSL-Anbindungen mit 2000 KBit/s Downstream und 256 KBit/s Upsteam sind mittlerweile Standard. Das ermöglicht es der Videotelefonie-Software Skype, Videos mit hoher Auflösung an Gesprächspartner zu schicken – wenn man eine geeignete Webcam besitzt

DSL-Anbindungen mit 2000 KBit/s Downstream und 256 KBit/s Upsteam sind mittlerweile Standard. Das ermöglicht es der Videotelefonie-Software Skype, Videos mit hoher Auflösung an Gesprächspartner zu schicken – wenn man eine geeignete Webcam besitzt.

Skype hat die Version 3.6 seiner VoIP-Software vorgestellt. Sie ermöglicht Videotelefonie mit einer höheren Auflösung von 640 mal 480 Pixeln – allerdings nur mit einer von drei zertifizierten Logitech-Webcams. Preisradar stellt heute drei nicht zertifizierte Kameras vor und zeigt, wie man mit etwas Aufwand auch mit ihnen Videos in hoher Qualität versenden kann.

Wer mit einer nicht zertifizierten Webcam die hochauflösende Videotelefonie nutzen möchte, muss eine Änderung an der Konfigurationsdatei von Skype vornehmen und einen Videoencoder installieren. Wie dabei genau vorzugehen ist, erfahren Sie im Artikel Skype: Videofonieren mit hoher Auflösung.

Technische Daten aufgeschlüsselt

Um Videofonie mit hoher Auflösung nutzen zu können, benötigt man eine Kamera, die eine entsprechende Auflösung unterstützt. Im oben genannten Artikel wird Skype auf eine Videoauflösung von 640 mal 480 Pixeln eingestellt. Die Logitech Quickcam Communicate STX verfügt über genau diese. Doch es geht auch noch besser: Die Microsoft Lifecam VX-6000 und die Trust Computer WB-5400 Megapixel USB2 Webcam Live bieten sogar eine Auflösung von 1280 mal 1024 Pixeln. Letztere lässt sich ebenfalls in der Skype-Konfigurationsdatei einstellen und nutzen. Allerdings benötigt man dafür einen Rechner mit mindestens 3 GHz.

Der ist auch nötig, wenn man die von den drei Webcams unterstützten 30 Frames pro Sekunde voll ausnutzen möchte. In der Skype-Konfigurationsdatei haben wir 25 Frames pro Sekunde eingestellt, was sich als vollkommen ausreichend erwies.

Eine hohe Auflösung sorgt für bessere Detailgenauigkeit – vorausgesetzt, das aufgenommene Video ist scharf. Logitech verwendet ein Fixfokus-Objektiv in Verbindung mit einem CMOS-Bildwandler. Objektive mit Fixfokus stellen normalerweise nur eine Bildebene scharf dar. Da der CMOS-Sensor ein extrem kleines Bildformat aufweist und die Brennweite deshalb sehr kurz ist, erhält man eine große Schärfentiefe. Microsoft verwendet ebenfalls einen CMOS-Sensor – allerdings zusammen mit einem manuell einstellbaren Objektiv. Grundsätzlich lassen sich so alle Bildebenen scharf darstellen, das Nachstellen wird aber schnell lästig. Die Kamera von Trust Computer verfügt ebenfalls über einen manuellen Fokus.

Sowohl die Microsoft-Webcam als auch das Gerät von Trust Computer erkennen das Gesicht des Sprechers und verfolgen es automatisch. So muss der Benutzer bei Videofonieren nicht darauf achten, im Bildbereich zu bleiben.

Ein weiteres praktisches Feature der Webcams von Logitech und Microsoft ist das integrierte Mikrofon. Es ist besonders für den mobilen Einsatz der Kameras interessant: Headset oder Mikrofon können zu Hause bleiben.

Modellauswahl

Die ausgewählten Geräte verfügen über eine Auflösung von mindestens 640 mal 480 Pixeln. Zudem kosten sie nur etwa die Hälfte der von Skype für die hochauflösende Videotelefonie zertifizierten Logitech-Cams. Die PC-Verbindung wird bei allen Modellen über USB 2.0 hergestellt. Die Geräte sind auch für den mobilen Einsatz geeignet, da sie sich am Notebookdisplay befestigen lassen.

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