Mini-DV-Camcorder unter 220 Euro

HDTV hat digitale Videos revolutioniert und dafür gesorgt, dass DV-Geräte zu günstigen Preisen erhältlich sind. Der Preisradar nimmt drei digitale Mini-DV-Camcorder für weniger als 220 Euro unter die Lupe.

HDTV hat digitale Videos revolutioniert und dafür gesorgt, dass DV-Geräte zu günstigen Preisen erhältlich sind. Der Preisradar nimmt drei digitale Mini-DV-Camcorder für weniger als 220 Euro unter die Lupe.

Die Camcorder speichern Videos in DV-Auflösung mit 720 mal 576 Pixeln. Die dafür verbauten Bildsensoren messen 1/6 Zoll und schaffen eine Auflösung von 800.000 Pixeln. Der Camcorder von Panasonic nimmt mit einem Bildverhältnis von 4:3 auf, das Samsung-Gerät nutzt 16:9 und der Sony-Camcorder unterstützt beide Bildverhältnisse. Die Datenspeicherung erfolgt magnetisch auf Mini-DV-Kassetten.

Unterstützung für den Kameramann

Alle drei Cams vermeiden verwackelte Videos mit Hilfe eines Bildstabilisators. Panasonic nutzt hierfür einen elektronischen Bildstabilisator (EIS). Dieser zeichnet einen größeren Bereich als den tatsächlichen Bildausschnitt auf. Verwackelt der Fotograf, schiebt eine Elektronik den Bildausschnitt auf dem größeren Aufnahmebereich hin und her. Der DIS-Bildstabilisator der Samsung-Kamera nutzt ein ähnliches System. Sony hat sein Steady-Shot-System in den DCR-HC27E integriert. Es gleicht Verwackeln optisch aus, indem es den Bildsensor bewegt.

Die Bildstabilisierung ist besonders im Zusammenhang mit dem optischen Zoom sehr praktisch. Kleine Bewegungen reichen schließlich aus, um ein herangezoomtes Bild zu verwackeln. Das Samsung-Gerät löst entfernt Motive mit einem 34-fachen optischen Zoom am besten auf. Der Panasonic-Camcorder verfügt über einen 30-fachen Zoom, die Sony-Kamera zoomt 20-fach.

Die Panasonic- und die Sony-Cam zeichnen auch bei einer Umgebungslichtstärke von 0 Lux, also völliger Dunkelheit, Videos auf. Sie verfügen über einen Nachtsichtmodus mit Restlichtverstärkung sowie einen Infrarotscheinwerfer. Letzterer sendet für den Menschen unsichtbares Licht im Infrarotbereich aus. Die Kamera nimmt dieses Licht auf und verschiebt es in den für uns sichtbaren Bereich.

Audio und Foto

Die Stereomikrofone der Kameras erzeugen eine Zweikanal-Audiospur mit wahlweise 12 oder 16 Bit. Das Samsung-Modell kommt zusätzlich mit einem Mikrofoneingang. So lassen sich auch Profi- oder Ansteckmikros nutzen. Die Videokamera von Sony unterstützt auch die Nachvertonung Audio-Dub. Eine Audio-Zoom-Funktion richtet das Mikrofon des Panasonic-Camcorders passend zum eingestellten Videozoom. Die Samsung- und die Panasonic-Cam haben Lautsprecher für die Audiowiedergabe an Bord.

Neben Videos speichert der Samsung-Camcorder auch Fotos mit einer Auflösung von 800 mal 600 Pixeln auf Band. Aber auch mit den Panasonic- und Sony-Camcordern lassen sich Fotos mit einer Schnitt-Software aus dem Videostream extrahieren. Dies ist nahezu verlustfrei möglich, da Mini-DV-Camcorder die Einzelbilder unabhängig voneinander mit einem JPEG ähnlichen Verfahren komprimieren. Allerdings haben die extrahierten Fotos nur eine Auflösung von 720 mal 576 Bildpunkten.

Sichten und Verarbeiten des Materials

Damit man während dem Filmen nicht ständig durch den Sucher blicken muss, sind die drei Mini-DV-Kameras mit einem LCD-Display ausgestattet. So lassen sich auch aufgenommene Videos direkt mit dem Camcorder sichten. Sony und Panasonic setzen 2,5-Zoll-LCDs ein. Das des Panasonic-Camcorders löst 105.000 Pixel auf, das des Sony 123.200 Pixel. Die Samsung-Kamera schafft mit ihrem 2,7-Zoll-LCD eine Auflösung von 230.000 Pixel.

Der Panasonic-Camcorder überträgt Daten per Firewire an den Rechner. Die Übertragung an den Fernseher findet per AV-Ausgang statt. Samsung und Sony haben zusätzlich einen S-Video-Ausgang integriert. So lassen sich Videosignale in voller Qualität an Fernseher oder Beamer senden.

Die drei unten aufgeführten Mini-DV-Camcorder kosten weniger als 220 Euro. Das Scharfstellen übernimmt standardmäßig ein Autofokus. Aber die drei Camcorder besitzen auch einen manuell einstellbaren Fokus. Ebenso beherrschen sie automatischen Weißabgleich und die selbstständige Wahl des passenden Aufnahmeprogramms. Manuelle Einstellungen sind ebenfalls möglich.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Mini-DV-Camcorder unter 220 Euro

  • Am 19. November 2007 um 18:33 von Horst Schnippauf

    Flash-Kameras?
    Was ist denn von den noch billigeren Kameras zu halten, die angeblich mit Megapixel-Auflösung auf (internen) Flash-Speicher aufzeichnen? Die sind deutlich billiger als diese Mini-DV-Kameras und außerdem kann man die Videos schneller bearbeiten (Kopieren auf den PC geht per USB 2.0)

  • Am 21. September 2008 um 00:06 von chriz

    re:flash kameras?
    stimmt schon allerdings
    1. ist die qualität miserabel (fast nur webcam quali)
    2. ist dv-stream besser scheidbar (ich selbst scheide mit apple final cut studio 2 und da sollte das material als dv oder hdv vorliegen)
    3. haben meistens nur digital zoom
    4. was machst wenn speicher voll is? bei ner minidv einfach kassette wechseln und bei einer mit flash? speicher ausbauen?

    ich schwöre im billigen bereich immer noch auf minidv da es einfach mit abstand die beste qualität und billige speichermedien hat.

    gruß chriz

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