Die Vision hinter der Einführung des Kurzstreckenfunks Bluetooth war, dass wir irgendwann haufenweise kleine elektronische Gadgets und Helfer mit uns herumtragen, die alle miteinander in Kontakt stehen. Die MBW-150 Music Edition von Sony Ericsson ist eine intelligente Armbanduhr, die genau in diese Vision passt. Das Gerät kostet gut 200 Euro und steht über Bluetooth mit Sony-Ericsson-Handys in Verbindung.

Stärken

Derzeit gibt es drei verschiedene Ausführungen der Uhr: die Classic-, Music- und Executive-Edition. Alle drei teilen sich das klassische, runde Design. Außerdem sind alle Modelle bis zu einer Tiefe von 30 Metern wasserdicht. Sie unterscheiden sich in den farblichen Designs sowie in den Armbändern. Uns liegt zum Test die Music Edition vor, die mit einem schwarzen, gummierten Armband kommt und ein orangenes Farbschema aufweist, um zur Walkman-Handy-Reihe des Herstellers zu passen.

Zum Aufladen der Uhr steckt man eine Klemme aus Kunststoff an der linken oberen Seite der Uhr an. Nach etwa zwei Stunden ist ihr Akku voll und man kann sie mit dem Handy koppeln.

Das Paaren der beiden Geräte ist etwas fummelig. Immerhin muss man das nur einmal machen. Danach verbinden sich Uhr und Handy immer, wenn sie in Reichweite sind – also maximal etwa 10 Meter voneinander entfernt.

Die Uhr hat ein kleines, einzeiliges OLED-Display, das Text und Symbole anzeigt. Kommt beispielsweise ein Anruf, vibriert die Uhr und zeigt den Namen des Anrufers im Display an. Ein einmaliger Druck auf den oberen rechten Knopf schaltet das Klingeln des Handys stumm, ein weiterer Druck weist den Anruf direkt ab. Eine eingehende Nachricht meldet die Uhr ebenfalls mit einem Vibrationsalarm und zeigt zudem ein Icon an.

Unserer Meinung nach ist das wichtigste Ausstattungsmerkmal der MBW-150 die Fähigkeit, den im Handy integrierten MP3-Player fernzusteuern. Die drei dafür nötigen Tasten befinden sich auf der linken Seite der Uhr. Um die Wiedergabe zu starten, hält man den mittleren Knopf gedrückt, zum Stoppen drückt man ihn länger. Die beiden anderen Knöpfe regeln die Lautstärke und überspringen Tracks, wenn man sie länger gedrückt hält.

Natürlich kann man den Bluetooth-Sender in der Uhr auch abschalten – falls man sich gerade im Flugzeug oder Krankenhaus befindet.

Schwächen

Die Uhr ist vieles, aber sicherlich nicht das intuitivste Gerät auf Erden. Ohne Handbuch klappt das komplizierte Koppeln mit dem Handy überhaupt nicht, und da die MBW-150 mehr Funktionen als Knöpfe hat, sind viele der Tasten doppelt belegt.

Diverse andere Kleinigkeiten stören. So zeigt die Bluetooth-Fernsteuerung fürs Handy das Datum im Format Jahr, Monat und Tag – dem amerikanischen Standard. Umstellen auf das deutsche Format lässt sie sich nicht.

Außerdem ist sie nicht in der Lage, die Titel von Songs anzuzeigen, die wir an unserem Walkman-Handy W880i abgespielt haben – obwohl das eigentlich klappen sollte. Ein kurzer Blick in die Anleitung verrät: Die Titelanzeige klappt nicht mit allen Handys. Das erwarten wir aber – zumal die Uhr ohnehin nur mit Handys dieses Herstellers kooperiert.

Fazit

Die MBW-150 ist kein Must-Have-Gadget. Aber sie tut, was sie soll, sieht gut aus und ist einfach stylisch. Dazu kommt der enorm hohe Geek-Faktor: Bluetooth in der Uhr hat längst nicht jeder. Wer ohnehin auf der Suche nach einer neuen Uhr ist und ein Handy von Sony Ericsson nutzt, sollte sich das Gerät durchaus ansehen.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Erste Uhr mit Handy-Fernsteuerung: Sony Ericsson MBW-150

  • Am 19. November 2007 um 18:12 von Christian Deutz

    Handy-Uhr?
    Hm, die Chinesen haben doch schon Uhren mit vollständigem Handy?! Kriegt man davon noch mehr Krebs als von "Taschenhandys", oder warum gibt’s die noch nicht in Deutschland?

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