Schon getestet: Sidekick Slide

Der Sidekick Slide hat großartige Kommunikationsfeatures. E-Mail, Messenger und Web sind so gut integriert wie bei kaum einem anderen Handy. Noch dazu ist er mehr für den privaten als den geschäftlichen Einsatz gedacht: Das hält die Preise niedrig. Allerdings wirkt auch die neueste Generation etwas veraltet.

Der Sidekick ist so etwas wie eine Legende. Amerikanische Musikgrößen präsentieren das mobile Kommunikationswunder stolz in ihren Clips. Paris Hilton gilt als berühmteste Nutzerin des Smartphones, scheint selber aber nicht so smart: Ihr Account wurde gehackt, darin gespeicherte Fotos sowie Handy-Nummern von Promis im Internet verteilt. Der Ruf des Sidekick hat dadurch einen leichten Knacks erhalten – doch schuld war nicht das Gerät, sondern die einfallslose Auswahl von Paris’ Passwort.

Hierzulande hat das Gerät in seiner langjährigen Karriere niemals die Popularität erreicht wie in Amerika. Dennoch bringt T-Mobile auch in Deutschland die neueste Version, Slide, auf den Markt. Einen Preis nennt das Unternehmen bislang allerdings nicht.

Stärken

Der Sidekick ist eine Art Blackberry für jüngere. Er sendet und empfängt E-Mails, unterstützt Instant Messaging, hat einen Webbrowser und kommt mit vorinstallierten Spielen sowie MP3-Player. Die Technik im Hintergrund entwickelt das amerikanische Unternehmen Danger, die Hardware – das Smartphone – baut inzwischen Motorola. Das Konzept ist so umstritten wie genial: Alles, was auf dem Sidekick gespeichert ist – Fotos, Kontakte, Termine – synchronisiert der Handheld sofort mit einem Server im Internet. Von überall auf der Welt hat man Zugriff auf seine Daten, und ist das Gerät geklaut oder verloren, kann man es per Mausklick im Browser sperren.

Das neue Modell von Motorola ist fast 25 Prozent kleiner als die Vorgängerversionen und ein gutes Stück schlanker.

Schiebt man das Display nach oben, erscheint eine kleine, vollwertige QWERTZ-Tastatur. Mit ihr ist das Schreiben von SMS, E-Mails oder Instant Messages ein Kinderspiel. Auch für Surfsessions im Web bietet es sich an. Für die Navigation durch die Menüs steht darüber hinaus auf der rechten Seite des Geräts ein kleiner Trackball zur Verfügung – ähnlich wie bei neueren Blackberrys.

Das Hauptmenü wirkt wie ein Karussell. Man dreht es nach oben oder unten, bis man das richtige Programm ausgewählt hat, und startet es mit einem Tastendruck. Intuitiver geht es kaum. Außerdem sieht es einfach gut aus.

Kunden bekommen eine eigene E-Mail-Adresse für das Gerät von T-Mobile. Allerdings kann man auch bis zu drei zusätzliche Postfächer angeben. Eingehende E-Mails machen sich wie eine SMS bemerkbar. Selbst mit Dateianhängen wie PDF, DOC oder JPG-Dateien kommt das Gerät klar.

Genau so gut wie die E-Mail-funktion klappt auch das Nutzen des Instant Messengers. Außerdem gibt es eine Kamera, einen Organizer mit Notiz- und Kalenderfunktionen sowie einen MP3-Player. Außerdem sind einige kleinere Spiele vorinstalliert. Weitere Software kann man über das Menü nachladen – allerdings ist sie zum Teil kostenpflichtig.

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