Der Model e2 ist die dritte Version von OQOs hochgelobten ultramobilen PCs. Er bietet einige Verbesserungen gegenüber seinem Vorgänger, darunter einen schnelleren Prozessor und standardmäßig Windows Vista. Im Online-Handel ist das Gerät ab etwa 1500 Euro erhältlich.

Design

Der Model e2 sieht exakt so aus wie sein Vorläufer, der Model 2. Das ist nicht unbedingt von Nachteil: Er wirkt weitaus attraktiver als die Konkurrenz von Sony, Samsung und Asus. Doch das ist natürlich Geschmackssache.

Wie gehabt nimmt der 12,7 Zentimeter (5 Zoll) große Bildschirm fast die gesamte Vorderseite des Geräts ein. Er ist berührungsempfindlich, so dass man für Eingaben auch einen als Zubehör erhältlichen Stift verwenden kann. Andere Zeigegeräte funktionieren allerdings nicht – auch nicht die Finger. Daran mögen sich einige Anwender stoßen. Doch es verhindert schließlich, dass schon nach kurzer Zeit Fingerabdrücke den Bildschirm verunzieren.

Es gibt ausreichend Gelegenheit, den Bildschirm zu bedienen: Über berührungsempfindliche Zonen in der rechten unteren Ecke des Bildschirms lässt sich vertikal und horizontal durch Dokumente und Webseiten scrollen. Diese Funktion ist recht nützlich, reagiert gelegentlich aber etwas zu empfindlich.

Das Display des e2 lässt sich nach oben schieben, um die darunterliegende QWERTZ-Tastatur freizulegen. Der Schiebemechanismus bewegt sich gleichmäßig und angenehm. Doch die Tasten darunter sind natürlich wie immer winzig. Sie sind zwar nicht so umständlich zu benutzen wie die anderer ultramobiler PCs, aber das Tippen auf ihnen dürfte für wenigen Anwendern zusagen.

Sehr irritierend wirkt die Tatsache, dass fast jede Taste doppelt belegt ist. Die Rücktaste etwa dient gleichzeitig als „Entf“-Taste und mit der „L“-Taste lässt sich zugleich die Lautstärke steuern. Obwohl das Gerät ein numerisches Ziffernfeld mitbringt, fungiert jede Zifferntaste auch noch als Funktionstaste. Um die Sekundärfunktion zu aktivieren, müssen erst die „Fn“-, „Strg“- oder „Alt“-Tasten gedrückt werden. Das ist ziemlich nervig.

Das Maus-Eingabesystem des e2 kann hingegen überzeugen. Es verwendet einen kleinen Trackpoint zwischen der QWERTZ-Tastatur und dem Nummernblock sowie Auswahltasten ganz links. Man muss sich an dieses System zwar erst gewöhnen, dann aber geht es schnell in Fleisch und Blut über.

Die Optionen für den Prozessor haben sich gegenüber dem Model 2 etwas geändert: Immer noch erhältlich ist der VIA C7M mit 1,5 GHz und besonders niedriger Betriebsspannung, ebenso wie ein neuer ULV-Prozessor mit 1,6 GHz. Der 1,2-GHz-Chip steht allerdings nicht mehr zur Verfügung.

Dass es keine langsamere CPU mehr gibt, ist durchaus schade, denn höhere Taktfrequenzen gehen zu Lasten der Akkulaufzeit. Andererseits bedeutet ein schneller 1,6-GHz-Prozessor, dass der e2 standardmäßig mit der Windows Vista Ultimate Edition läuft. Mit 1 GByte Kapazität bleibt der RAM-Speicher wie gehabt. Erweiterungsfähig ist er nicht.

Der e2 ist ebenso wie der Model 2 mit einem HDMI-Anschluss ausgestattet. Er lässt sich darüber an ein externes Display oder einen Fernseher anschließen. Damit und dank seiner maximalen externen Auflösung von 1920 mal 1200 Pixeln kann man ihn effektiv als kleinen Media Center PC verwenden.

Das 5-Zoll-Display verfügt über eine native Auflösung von 800 mal 480 Pixeln. An eine Verwendung des Geräts im Freien sollte man jedoch gar nicht erst denken: Das Display reflektiert so stark, dass man nur sein eigenes Spiegelbild zu sehen bekommt.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu UMPC mit vollständiger Tastatur: OQO Model e2

  • Am 19. Februar 2010 um 09:44 von Tobi-S.

    OQO 02 Test mit DSLR
    Hallo zusammen,

    ich hab mir einen OQO 02 zugelegt.

    Bin grundlegend sehr davon begeistert. Nur das Display lässt zu wünschen übrig.
    Den ausführlichen Test könnt ihr bei mir auf der Homepage lesen.

    Viel Spaß.

    http://www.tobi-s.com/OQO_E2_02_im_Test_-_Canon_DSLR.html

    Schöne Grüße Tobi

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