Das Navman-GPS-Gerät S70 bringt europäisches Kartenmaterial mit und ermöglicht dank seiner innovativen Navpix-Technologie eine benutzerfreundliche Navigation. Eine umfangreiche POI-Datenbank, eine QWERTZ-Tastatur und ein hochwertiges Breitbild-Display zählen zu seinen Pluspunkten.

Das S70 kostet derzeit rund 250 Euro. Weitere Informationen finden sich auf der Website von Navman.

Stärken

Der S70 verfügt über ein glasklares, 109 Millimeter (4,3 Zoll) großes Display für die Anzeige von Text und Karten. Dank des vorinstallierten europäischen Kartenmaterials und einer benutzerfreundlichen Oberfläche mit großen intuitiven Symbolen ist das Modell gleich nach dem Auspacken einsatzbereit.

Nach dem Einschalten begrüßt Navmans Kartenbildschirm den Benutzer. Hier finden auch die Schnellnavigation und die Routensimulationen statt. Ein weiterer Tastendruck bringt einen zu den Menüs.

Der Zugriff auf die umfangreiche POI-Datenbank ist denkbar einfach. Zu jedem ausgewählten POI (Point Of Interest, etwa Restaurants, Banken, Tankstellen) werden detaillierte Informationen – beispielsweise Adresse, Lage auf der Karte und Telefonnummern – angezeigt. Letztgenannte können etwa vor Beginn der Fahrt über die integrierte Bluetooth-Freisprecheinrichtung (mit SMS-Funktion) angewählt werden.

Es stehen alle standardmäßigen Möglichkeiten zur Zieleingabe zur Verfügung: Navigation nach Adresse, Stadt oder PLZ. Es besteht die Option, die Eingaben über eine QWERTZ-Tastatur zu erledigen. Die Buchstaben und Zahlen kann man sich dann auch laut ansagen lassen.

Die Navigation wurde dank Navmans Navpix-Technologie noch weiter verbessert. Diese erlaubt das Navigieren mit Hilfe von Fotos mit hinterlegten GPS-Koordinaten. Millionen Bilder von Ausflugszielen oder Hotels stehen auf der Navpix-Website zum Download bereit.

Im Test funktioniert die Streckenberechnung schnell und exakt. Die berechnete Straßenführung wird auf der Karte farbig hervorgehoben, um sie von anderen Straßen zu unterscheiden. Auch das Satellitensignal findet der S70 in der Regel sehr schnell.

Die mitgelieferte Software Navdesk 2008 ist wirklich benutzerfreundlich. Sie ermöglicht Downloads, Aktualisierungen, Backups und das Festlegen einer Sicherheits-PIN zum Schutz vor Diebstahl.

Ein MP3- oder Video-Player ist nicht mit an Bord. Bei Bedarf lassen sich jedoch die gesprochenen Anweisungen über Kopfhörer wiedergeben.

Schwächen

Navpix ist sicherlich eine tolle Zusatzfunktion. Doch man benötigt eigentlich eine Kamera, um die Möglichkeiten dieser Technologie voll ausschöpfen zu können. Eine solche bietet jedoch nur der teurere Navman S90i.

Die Routen werden zwar schnell berechnet, aber die Streckenneuberechnung könnte ruhig etwas flotter ablaufen. Das ist aber nicht so dramatisch, dass es die Navigation ernsthaft stören würde. Gelegenheitsnutzern wird die Verzögerung kaum auffallen.

Die Smart-ST-Software bietet eine integrierte Verkehrsfunkoption. Doch um diese zu nutzen, sind weitere 30 Euro für eine Halterung mit integriertem TMC-Empfänger fällig.

Die gesprochenen Fahranweisungen sind an sich akkurat. Allerdings verschluckt die weibliche Ansagerin bisweilen einige Anweisungen in Kreisverkehren. Es gibt auch keine Text-zu-Sprache-Funktion, die wichtige Straßennamen mitteilt. Der Benutzer muss sich also vorwiegend an der Karte orientieren.

Die akustische Wiedergabe eingegebener Buchstaben hat durchaus Vorteile. Sie stellt sicher, dass die Eingaben korrekt sind, kann aber auch nervig sein. Zum Glück lässt sich diese Option ausschalten.

Fazit

Navman hat es geschafft, einen ordentlich ausgestatteten GPS-Navigator für knapp 250 Euro auf den Markt zu bringen. Seine Stärken sind die innovative Navpix-Technologie und die benutzerfreundliche Oberfläche. Die Performance ist im Großen und Ganzen sehr gut. Nur die Routenneuberechnung könnte einen Tick flotter laufen. Eine integrierte Kamera, vor allem als Ergänzung für die Navpix-Funktion, wäre sicherlich auch praktisch. Bei Bedarf gibt es aber eine solche im – 100 Euro teureren – S90i.

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