Die 10,1-Megapixel-Kompaktkamera kommt als Nachfolgerin der ausgezeichneten EX-Z1200 auf den Markt. Sie bringt auch viele Leistungsmerkmale der Z1200 mit, ist aber für wesentlich günstigere 220 Euro zu haben.

Design

Die EX-Z1080 ist in den Farben Grau, Schwarz, Blau und Pink erhältlich. Die Testkamera kommt im schwarzen Gewand mit einer mattierten bronzefarbenen Umrandung daher. Sie fühlt sich wie eine mit Gummi überzogene EX-Z1200 an. Dabei ist sie äußerst robust, auch wenn die Frontpartie auf den ersten Blick nicht so aussieht.

Die Rückseite macht sich dagegen großartig. Das breite 66-Millimeter-LCD (2,6 Zoll) dominiert das Gehäuse, während ein silberfarbenes Clickpad auf der rechten Seite Platz findet. Ansonsten gibt es nur zwei weitere Tasten: eine Menü-Taste und eine Auswahltaste für den Aufnahmemodus.

Beide sind allerdings zu klein ausgefallen. Es erscheint verwunderlich, dass Casio diesen minimalistischen Ansatz immer noch verfolgt. Überdies sind zwei Tasten für Aufnahme und Wiedergabe eindeutig weniger effizient als nur eine.

Funktionsumfang

Die Z1080 strotzt nur so vor Features. Die Gesichtserkennung kann so angepasst werden, dass die Kamera gespeicherte Gesichter von Freunden und Bekannten vorrangig behandelt. Der Fokus lässt sich manuell steuern oder auf bestimmte Brennweiten justieren. Es gibt eine Soft-Blitz-Option, auch die Blitzintensität ist flexibel einstellbar. Auch Farbe, Bildschärfe und Kontrastumfang kann der Fotograf separat abstimmen.

Ein Bildschirm-Countdown assistiert den Selbstauslöser. Er nimmt beispielsweise drei Bilder am Ende eines 10-Sekunden-Countdowns auf. Außerdem steht eine Auswahl an fünf verschiedenen Soundeffekten zur Verfügung.

Der Fotograf hat die Wahl zwischen insgesamt 41 Aufnahmemodi. Einige davon, die „Weiße Tafel“ etwa, kommen wohl eher selten zur Anwendung. Es gibt auch einige Überschneidungen, zum Beispiel bei den Modi Short-Movie und Past-Movie: Beide zeichnen einige Sekunden Film auf, bevor man auf den Auslöser drückt.

Der extravagant als Youtube-Capture angepriesene Modus produziert schlicht solide 30-fps-VGA-Filme. Dafür hat er eigentlich keinen eigenen Aufkleber auf der Vorderseite verdient. Aber immerhin gibt es eine raffinierte und praktische Upload-Software als Beigabe.

Das Verfahren für den Belichtungsausgleich ist etwas merkwürdig. Gewünschte Änderungen lassen sich in einem kleinen Fenster justieren, obwohl es sinnvoller wäre, die Veränderungen zeitgleich auf dem Display anzuzeigen. Man kann diese Funktion den individuell belegbaren linken oder rechten Tasten des Clickpads zuweisen. Sie erlauben daneben auch einen Schnellzugriff auf Optionen wie Weißabgleich und ISO-Empfindlichkeit.

Die Bezeichnung „Zoom“ im Namen einiger Exilim-Kameras klingt bisweilen wie Hohn. Die Z1080 bringt demgemäß einen äußerst durchschnittlichen optischen 3-fach-Zoom mit. Der würde bei einer 35-Millimeter-Kleinbildkamera gerade einmal eine Brennweite von 38 bis 114 Millimetern abdecken.

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