Ob Piste oder Tauchgang – So machen Kameras alles mit

Es ist Winter – die Skisaison hat begonnen. Auf der Piste, über den tiefhängenden Wolken, scheint die Sonne, und im Nu sind alle Sorgen vergessen. Damit von diesen Eindrücken auch nach einem Skitag noch möglichst viele schöne Erinnerungen bleiben, bietet es sich an, ein paar Fotos zu schießen. Allerdings ist das nicht ganz ungefährlich für die Kamera: Schnee oder Wasser mag sie gar nicht. Zudem muss sie tiefe Temperaturen verkraften.

Um zu vermeiden, dass der Fotoapparat nach einem solchen Einsatz nicht mehr funktioniert, gibt es mehrere Möglichkeiten. Entweder überlegt man vor dem Kauf der Kamera, wo man das Gerät einsetzen möchte: Es gibt spritzwassergeschützte Outdoor-Modelle von verschiedenen Herstellern. Allerdings muss man in diesem Fall eine ganze Kamera kaufen. Alternativ lässt sich die vorhandene Kamera mit einem wasserdichten Gehäuse vor Umwelteinflüssen schützen: Diese kosten in den meisten Fällen weitaus weniger als eine neue Kamera.

Zudem sind viele Outdoor-Gehäuse komplett wasserdicht. Manche eigenen sich sogar für Tauchgänge bis zu 40 Metern Wassertiefe. Wem auch das zu teuer ist, der kann auf eine Einweg-Kamera zurückgreifen. Diese günstigen Fotoapparate nehmen allerdings analog auf. Bilder müssen erst entwickelt und dann digitalisiert werden. Daher lohnt sich solch eine Kamera nur, wenn man einmalig einen Outdoor-Fotoapparat benötigt.

Spritzwassergeschützte Kameras

Spritzwassergeschützte Kameras sind perfekt für die Piste. Sie können in den Schnee fallen, ohne Schaden zu nehmen. Auch den Temperaturunterschied beim Einkehren in eine Skihütte verkraften sie problemlos. Gummidichtungen und Schutzkappen vor den Anschlüssen halten den Schnee und Feuchtigkeit vom Innenleben der Geräte fern.

Der Hersteller Olympus bietet mit der µ 780 eine wetterfeste Digitalkamera zum Preis von 350 Euro an. Sie löst 7,1 Megapixel auf und verfügt über einen fünffachen optischen Zoom. Neben 19 Aufnahmeprogrammen wie Sport, Landschaft oder Strand und Schnee hat sie auch eine Videoaufnahmefunktion mit Ton an Bord. Um verwackelte Bilder zu vermeiden und auch bei großen Brennweiten scharfe Bilder zu liefern, hat der Hersteller die µ 780 mit einem Dual-Bildstabilisator ausgestattet. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus einem mechanischen Stabilisator und hohen ISO-Werten. Die Technik ist besonders bei schnellen Bewegungen und Aufnahmen aus der Hand ein nützlicher Helfer. Praktisch ist auch das 2,5-Zoll-LCD-Display mit einer Auflösung von 230.000 Pixeln: Man muss die Skibrille nicht absetzen und durch einen Sucher linsen. Besonders Action-Aufnahmen profitieren von einer kurzen Verschlusszeit des Objektivs, da diese Verwacklungen reduziert. Die Olympus-Kamera schafft eine minimale Verschlusszeit von 1/2000 Sekunde. Im Nachtmodus lässt sie sich auf bis zu 4 Sekunden einstellen. So gelangt auch bei dunklen Motiven noch genug Licht zum CCD-Sensor.

Olympus µ 780
Die Olympus µ 780 ist von Haus aus gegen eindringendes Spritzwasser geschützt.

Aber das Modell ist nicht nur für dunkle und helle, sondern auch für nahe und ferne Motive gerüstet. Im Supermakromodus kann man sich dem Motiv bis auf 3 Zentimeter nähern, und im Standardmodus fokussiert die µ 780 bis ins Unendliche. Besonders auf der Piste ist ein guter Weißabgleich erforderlich, da der weiße Schnee leicht für Farbstörungen sorgt. Die Kamera kommt mit sieben verschiedenen Weißabgleichs-Modi. Sprünge nimmt die µ 780 in verschiedenen Phasen auf: Im High-Speed-Modus macht sie 3,5 Bilder pro Sekunde. Für die Bildübertragung zum PC hat die Olympus-Kamera ein USB-2.0- und eine Infrarotschnittstelle an Bord. Sogar einen Ethernetport integriert der Hersteller.

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