Der französische Hersteller Archos ist vor allem für sein Flaggschiff, den Multimedia-Player 605 Wi-Fi, bekannt. Der ist wirklich ein hervorragendes Gerät und gehört zu den Empfehlungen der CNET-Redaktion.

Video-Player mit hoher Kapazität und internetfähige Geräte sind aber nicht das einzige Standbein von Archos. Der 105 ist ein niedlicher, kleiner Musik- und Video-Player, der sich an wenig anspruchsvolle Nutzer richtet. Darüber hinaus ist er mit 79 Euro für seine 2 GByte Speicherkapazität außergewöhnlich günstig.

Design

Nach dem Auspacken fällt sofort auf, wie leicht der 105 ist. Archos hat diesen Player schlank und leicht gebaut, ohne Kompromisse bei der Robustheit einzugehen. Das auffällige, matt lackierte Kunststoffgehäuse vermittelt einen pseudo-metallischen Eindruck.

Ein standardmäßiger Mini-USB-Port befindet sich neben dem 3,5-Millimeter-Kopfhöreranschluss auf der Oberseite des Players. Leider gibt es keine separate Hold-Taste. Stattdessen muss man die kombinierte Ein-, Aus- und Menü-Taste gedrückt halten, um das Tastenfeld sperren.

Ein wirklich schwer enttäuschender Designaspekt ist das Display. Die Auflösung kann man vergessen. Seiner primären Aufgabe – Dinge anzeigen – kommt das Display zwar nach, aber das nur halbherzig. Irgendwo muss wohl auch Archos Abstriche machen, wenn ein Gerät die 80-Euro-Grenze nicht überschreiten soll.

Funktionsumfang

Der 105 bringt dieselbe eingängige Symbol-Oberfläche wie andere Archos-Player der 5. Generation mit. Die Navigation ist leicht verständlich, die Menüs sind intuitiv gestaltet.

Musik ist in der üblichen Struktur mit den Punkten Album, Interpret und Titel aufgelistet. Die Sammlung lässt sich aber auch nach Genre oder Veröffentlichungsdatum durchsuchen. Videos und Bilder präsentieren sich in derselben textbasierten Ansicht. Das gewährleistet eine einfache Bedienung. Dennoch wären Thumbnails eine nette Ergänzung.

Die Unterstützung für Audioformate ist nur durchschnittlich. Der 105 akzeptiert Musik im MP3-, WMA- oder WAV-Format. Auch das ist sicherlich dem geringen Preis geschuldet. Trotzdem vermissen wir die Unterstützung von AAC oder FLAC.

Videos im WMV-Format gibt der 105 mit einer Auflösung von 160 mal 128 Pixeln wieder. Es ist keine Software zur Video-Konvertierung im Lieferumfang enthalten. Man muss das also mit dem Windows Media Player erledigen. Für JPEG-Bilder gibt es keine Einschränkungen. Sogar ein Bild mit 2304 mal 1728 Pixeln Auflösung sieht auf dem kleinen Display gar nicht so schlecht aus.

Das Anlegen von Playlisten gerät nach ein wenig Übung zum Kinderspiel. Falls in den MP3-Dateien vorhanden, zeigt das Display CD-Cover und zusätzliche Titelinformationen während der Wiedergabe an.

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Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Günstiges Mittelmaß: Archos 105

  • Am 28. Juli 2009 um 01:18 von Axel Schneider

    Bitte berichtigen
    "Das Übertragen von Dateien klappt unter Windows, Mac OS X oder Linux per Drag and Drop…"

    Das ist nicht ganz richtig, denn unter OS X funktioniert das nicht mit dem Archos 105.

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