Fotos, Videos und Musikfiles sichern

Die Musiksammlung wächst ins Uferlose, die Foto-Kollektion belegt schon mehr als die halbe Festplatte, und im Video-Ordner türmen sich die selbst gedrehten Filme. Wer diesen Datenberg sichern will, braucht starke Nerven und viel Zeit – oder die passenden Tools. Die legen perfekte Sicherheitskopien an und bringen gleichzeitig ein für allemal Ordnung ins Datenchaos.

Viele Dateien auf der Festplatte sind schlicht und einfach unersetzlich. Dazu zählen zwar im weitesten Sinne Bootsektor und Windows-Ordner, gemeint sind aber vielmehr persönliche Dokumente. Beispielsweise Fotos von Kindergeburtstagen, Videos aus dem letzten Skiurlaub oder die mühsam zusammengetragene Musiksammlung. Geht etwas davon verloren, ist das Drama meist vorprogrammiert. Denn ebenso wie die Unikate auf Festplatte ist auch der Datenträger meistens einmalig – und kaum jemand macht sich die Mühe, eine Sicherheitskopie davon anzufertigen. Wie dieser Workshop zeigt, erfordert es aber nur wenige Schritte, eine Multimediasammlung sicher zu archivieren.

Überblick über die Multimedia-Sammlung verschaffen

Wer Musikdateien, Videos und Fotos ein wenig systematisch ablegt, erkennt auf einen Blick, was gesichert werden muss. Sind Multimediafiles dagegen kreuz und quer über der Festplatte verteilt, verliert man schnell den Überblick über seine Sammlung und übersieht unter Umständen einzelne Dateien bei der Datensicherung. Doch selbst das größte File-Chaos lässt sich mit den passenden Tools in den Griff bekommen. Für jede der der Disziplinen Audio, Video und Foto gibt es dabei empfehlenswerte Programme: Während die Kult-Freeware Winamp selbst große Musikbibliotheken mühelos verwaltet, behält man gespeicherte Videos mit dem Windows Media Player im Blick. Für Fotosammlungen eignet sich der Bilderspezialist Acdsee.

Alle vorgestellten Programme überwachen nicht nur einzelne Verzeichnisse, sondern alle lokalen Festplatten, CD-, DVD- sowie Netzwerklaufwerke und Wechseldatenträger. Wer sich nicht sicher ist, welche Multimediafiles wo gespeichert sind, führt kurzerhand einen Komplettscan durch. So entwischt kein einziges File der Datensicherung, die sich übrigens gleich direkt mit den Tools erledigen lässt. Winamp, Windows Media Player und Acdsee verfügen jeweils über ein Brennmodul und exportieren ausgewählte Daten auf CD.

Media Player
Zu Unrecht unterschätzt: Der Windows Media Player ist zwar als sperriges Microsoft-Tool verschrien, eignet sich aber ideal zum Archivieren von Audio- und Videofiles.

Ohne ein wenig Handarbeit geht es nicht

Die Tools machen es zwar leicht, sich einen Überblick über große Multimedia-Sammlungen zu verschaffen, vollbringen aber keine Zauberkünste. Ein klein wenig Arbeit bleibt beim Anwender hängen. Beispiel Fotos: Während ein Metatag zum festen Bestandteil der meisten Audiofiles gehört, werden alle Bilderbewertungen oder -Kategorisierungen nur in der Bildverwaltungssoftware gespeichert. Sollen diese Fotos beispielsweise im Windows-Explorer sofort auffindbar sein, braucht es passende Ordnernamen wie „Skiurlaub 2007“ – am besten mit passend benannten Bildern. Weil Digitalkameras ihre Fotos normalerweise aber nur mit fortlaufenden Nummern versehen, erhalten sie wenig aussagekräftige Namen wie DSC005.jpg. Mit Tools wie Mihov Exif Renamer müssen Anwender ihre Bilder aber nicht einzeln umbenennen, sondern können das bequem im Batchbetrieb erledigen. Das Programm schreibt wahlweise das Erstellungsdatum mit in den Filenamen und liefert so einen chronologischen Überblick.

Audiofiles, denen jegliche Metadaten fehlen, katalogisiert Winamp nicht. Wer die Tags nachträglich einfügen will, kann das aber auf komfortable Weise erledigen – es setzt jedoch voraus, dass alle Songs eines Albums in einem gemeinsamen Verzeichnis liegen. Dann brillieren Zusatztools wie MP3-Tag oder The Godfather: Markierte Dateien gleichen die Freeware-Programme mit Online-Musikdatenbanken wie www.freedb.org und www.allmusic.com ab und holen sich automatisch die passenden Album-Infos samt Songtitel, Musikrichtung und Erscheinungsjahr. Beide Tools kommen mit zahlreichen Audioformaten zurecht und ermöglichen es zudem, alle Tracks eines Albums in einem Rutsch individuell umzubenennen.

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