Normalerweise bieten Camcorder zum Fotografieren nur wenige Belichtungseinstellungen und liefern Bilder schlechter Qualität. Im Gegenzug haben digitale Fotokameras in der Regel nur mäßige Videoqualitäten aufzuweisen. Zumindest in gewissem Umfang schafft es der Canon DC50, diese Grenzen zu überwinden.

Zum Preis von etwa 625 Euro erfüllt dieser DVD-Camcorder mit Standardauflösung nicht nur seine primäre Rolle als Videokamera. Duch seinen 5-Megapixel-Sensor und die vielfältigen Einstellmöglichkeiten eignet er sich ebenso gut zum Fotografieren.

Design

Das Design des DC50 ähnelt stark jenem seiner kleineren Brüder DC210, DC220 und DC230. Daher bringt er auch ein paar der lästigen Mängel dieser preiswerteren Modelle mit. Doch glücklicherweise erleichtern seine insgesamt solide Bauweise und einige kleinere Designverbesserungen die Handhabung des DC50.

Mit einem Gewicht von 480 Gramm liegt die Kamera etwas schwerer in der Hand und wirkt solide, ohne wirklich zur Last zu werden. Der winzige Joystick, mit dem man durch die Menüs und Einstellungen navigiert, fühlt sich etwas schwergängiger an als bei anderen Modellen. Gleiches gilt für Funktions- und Wiedergabetasten, die sich an der Seite des Camcorders befinden.

Der Sucher kann nicht ausgefahren werden. Er ist jedoch weiter hinten und stärker geneigt angebracht als beim DC220 und DC230. Damit bewahrt das Gesicht des Benutzers beim Filmen ein wenig Abstand zum Gehäuse. Das ausklappbare Display des Camcorders scheint fast identisch mit dem der anderen Canon-Modelle. Das LCD misst 69 Millimeter (2,7 Zoll), lässt sich kippen und bietet eine Breitformatanzeige.

Funktionsumfang

Als Canons Top-DVD-Camcorder bringt der DC50 eine Reihe von Spitzenfunktionen mit, die sich bei den preiswerteren Modellen nicht finden lassen. Das 10-fach-Zoomobjektiv (f/1,8 bis f/3,0) verfügt über ein optisches Bildstabilisierungssystem und kann auch 37-Millimeter-Zubehörfilter aufnehmen. Die günstigeren Geschwister haben 35er Objektive und gestatten keine Verwendung von Filtern. Ihnen fehlt auch die optische Bildstabilisierung des DC50. Stattdessen arbeiten sie mit einer weniger effektiven elektronischen Lösung.

Der DC50 verfügt außerdem sowohl über eine Videolampe wie auch über einen Blitz mit Rote-Augen-Reduktion. Das sind zwei wertvolle Funktionen, die es beim DC230, DC220 oder DC210 nicht gibt.

Neben den eingebauten Features kann der DC50 auch mit nützlichem Zubehör aufwarten. Es ist beispielsweise eine kleine Fernbedienung im Lieferumfang enthalten, die gleiche wie beim DC230. Die Fernbedienung bietet eine nützliche Alternative zum winzigen Joystick, wenn man in den zahlreichen Menüs navigiert.

Performance

Bei den meisten Camcordern spielt die Fotofunktion eher eine zweitrangige Rolle. Sie ist dann auch entsprechend schlicht gehalten und bietet für Standbilder nur wenige Einstellmöglichkeiten. Der DC50 dreht diesen Trend um, indem er eine bemerkenswert große Zahl von Optionen fürs Fotografieren anbietet.

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