Wenn Kamerahersteller das Risiko der Integration ungewöhnlicher und innovativer Funktionen eingehen, haben sie grundsätzlich ein Lob verdient. Doch leider zahlen sich diese Risiken nicht immer aus.

Die 10-Megapixel-Kompaktkamera Samsung NV15 ist das neueste Modell der NV-Reihe, die für ihre Smart-Touch-Benutzeroberfläche bekannt ist. Das Modell, an dessen Benutzer-Interface sich die Geister scheiden werden, ist ab sofort für circa 220 Euro erhältlich.

Design

Alle Modelle der NV-Reihe weisen ein ähnlich elegantes Retro-Design auf: Sie besitzen ein solides, schwarzes Metallgehäuse und eine dünne, blaue Umrandung des Objektivs. Aufklappblitz, Auswahlrad und ein stämmiger Haltegriff vervollständigen die Designmerkmale. Dergleichen findet sich sonst eher bei einer Spiegelreflexkamera. Man könnte nun meinen, dass die Kamera ziemlich groß ist – erfreulicherweise wirkt sie aber sehr kompakt.

Das 64-Millimeter-Display sieht recht klein aus. Es bietet aber eine höhere Auflösung als die meisten anderen LCDs sowie drei Beleuchtungseinstellungen. Die vertikale, leicht hervorstehende Zoomtaste weist einen höheren Druckpunkt auf als die flachen Tasten vieler anderer Kompaktkameras. Ebenso gefällt der Synchronanschluss für das Laden der Kamera und den Dateitransfer. Das überzeugendste Merkmal der NV15 bleibt jedoch die Funktionsweise der Bedienelemente.

Funktionsumfang

Das Smart-Touch-Konzept ist eine tolle Sache. Die berührungsempfindlichen Tasten flankieren die rechte Seite und die Unterkante des Displays. Der Druck auf eine dieser Tasten ruft ein Menü auf, die Auswahl trifft man dann über die jeweils gegenüberliegenden Tasten. Gleichzeitig fungieren sie auch als Schieber für Optionseinstellungen, etwa Verschlussgeschwindigkeit und andere Aufnahmeeinstellungen.

Wenn man erst einmal den Dreh raus hat, ist das ein wunderbar einfaches, intuitives und taktiles System. Besonders praktisch wirkt es sich in den Programm- und manuellen Modi aus, in denen man die Blenden- und Verschlusszeiten variieren kann. Doch ist das System gewöhnungsbedürftig. Potenzielle Käufer sollten die Kamera unbedingt vor einer Kaufentscheidung beim Händler ausprobieren.

Einzig bei der Auswahl der Szenenmodi hilft das Smart-Touch-System nicht weiter. Eine Gitteranordnung käme dieser Aufgabe eher entgegen als die umständliche, horizontal ausgelegte Menüstruktur.

Die Kamera verfügt außerdem über 3-fachen optischen Zoom, Gesichtserkennung, Rote-Augen-Korrektur, Blenden- und Zeitautomatik sowie ein wirklich angenehmes Auslösegeräusch.

Das Objektiv von Schneider-Kreuznach bietet mit einer maximalen Brennweite im Weitwinkelbereich von 34 Millimetern (äquvalent 35-Millimeter-Kleinbildkamera) nur Durchschnitt. Die Makroeinstellung fokussiert bis zu vier Zentimeter Abstand zum Motiv scharf.

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