Blu-ray-Brenner ab 300 Euro

Das Ende der DVD ist nah. Die optische Disk ist zu klein, um HD-Filme zu speichern. Die Nachfolger HD-DVD und Blu-ray stehen in den Startlöchern und blasen zum Formatkrieg. Das bringt Vorteile für den Benutzer: Jetzt passen 50 GByte auf eine Scheibe. Der Preisradar stellt drei Blu-ray-Brenner ab 300 Euro vor, mit denen die persönliche Datensicherung wieder Spaß macht.

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Die optischen Speichermedien Blu-ray und HD-DVD kämpfen immer noch um die Vorherrschaft auf dem Markt. Eines der beiden Formate wird hoffentlich bald die DVD ablösen. DVDs gibt es mit Kapazitäten von 4,7 und 8,4 GByte. Da das bei weitem zu wenig ist, um High-Definition-Filme ohne störende Komprimierungsartefakte zu speichern, braucht es ein neues Format. Blu-ray-Discs fassen 25 oder 50 GByte. HD-DVDs bringen es auf Speicherkapazitäten von 15, 30 oder 51 GByte.

Doch die neuen optischen Medien eignen sich nicht nur, um Filme auf ihnen zu speichern. Auch Datensicherungen, gerade von großen Dateien, erleichtern sie: Auf eine Dual-Layer-Blu-ray- oder Triple-Layer-HD-DVD-Disc passt der Inhalt von über zehn DVDs.

Allerdings sind für das Selberbrennen der neuen Medien spezielle Laufwerke notwendig. Derzeit gibt es noch keine Standalone-HD-DVD-Brenner auf dem deutschen Markt. Dafür werden die Anfangs so teuren Blu-ray-Brenner immer günstiger. Mittlerweile bekommt man sie schon ab 300 Euro. Der Preisradar stellt drei Blu-ray-Brenner vor und erklärt, worauf man beim Kauf achten sollte.

Technische Details

Vor dem Kauf eines Blu-ray-Brenners sollte man sich bewusst machen, dass die benötigten Rohlinge noch recht teuer sind. 25-GByte-Blu-ray-Rohlinge gibt es zwar bereits ab 10 Euro, für einen 50-GByte-Rohling sind allerdings mindestens 35 Euro fällig. Außerdem muss eine Brenn-Software installiert sein, die das Beschreiben von Single- und Dual-Layer-Blu-ray-Medien unterstützt. Lösungen wie die aktuelle Version von Nero Burning ROM oder Cyberlinks BD Solutions sind ab rund 40 Euro erhältlich.

Anschließend muss sichergestellt werden, dass sich am heimischen Computer noch ein freier SATA-Anschluss befindet. Die meisten Blu-ray-Brenner werden über diese Schnittstelle mit dem Rechner verbunden. IDE nutzen nur sehr wenige Laufwerke, da der Bus die erforderlichen Datenraten kaum verkraftet.

Liteon LH-2B1S
Der LH-2B1S von Liteon wird über die SATA-Schnittstelle mit dem Rechner verbunden (Bild: Liteon).

Ist kein SATA-Steckplatz frei, muss eben neuer geschaffen werden. Die Blu-ray-Brenner beherrschen nämlich auch das Lesen und sogar Beschreiben von normalen CDs und DVDs. Es besteht also auch die Möglichkeit, das alte DVD-Laufwerk einfach durch einen Blu-ray-Brenner zu ersetzen. Dieser brennt die Blu-ray-Rohlinge BD-R und BD-RE (wiederbeschreibbare Blu-ray-Rohlinge) sowie sämtliche DVD- und CD-Scheiben. Bei einigen Blu-ray-Brennern handelt es sich sogar um Combo-Laufwerke, die sowohl BD-Rs und BD-REs beschreiben als auch die HD-DVDs lesen können.

Außerdem interessant ist, wie lange ein Brenner braucht, um einen 50 GByte großen Rohling zu befüllen. Einige Laufwerke brennen Blu-ray-Discs bereits mit sechsfacher Geschwindigkeit. Das bedeutet, dass sie die Scheiben mit einer durchschnittlichen Datenrate von 27 MByte pro Sekunde lasern. Eine 50-GByte-Disc zu beschreiben, dauert also rund eine halbe Stunde. Die meisten Brenner schaffen beim Schreiben allerdings lediglich zweifache Geschwindigkeit – sie brauchen also ganze 1,5 Stunden. Dafür klappt das Lesen bei den meisten Laufwerken bereits mit sechsfacher, in einigen Fällen sogar schon mit zwölffacher Geschwindigkeit.

Damit der Brennvorgang auch reibungslos ablaufen kann, benötigt das Laufwerk einen möglichst großen Cache. Bei einer Datenrate von 27 MByte pro Sekunde muss ein 8-MByte-Cache mehr als drei Mal pro Sekunde neu befüllt werden. 4 MByte sind das absolute Minimum. Achtung beim Kauf im Elektromarkt: Die Cache-Größe wird oft nicht auf der Verpackung angegeben.

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