Viele haben den Namen Sansa View sicher schon gehört. Dieser Name ist aber auch schon alles, was der neue Video-MP3-Player mit dem ursprünglichen View gemeinsam hat, den Sandisk herausbringen wollte. Der kalifornische Hersteller ist wieder ans Zeichenbrett zurückgekehrt. Deshalb hat es so lange gedauert, bis View nun endlich und offiziell auf dem Markt ist. Es ist allerdings kein bildschirmdominierter portabler Video-Player (PVP) daraus geworden. Der View kann zwar ein aufgepepptes Display und ein größeres Gehäuse vorweisen, hat jedoch ein schnittigeres Design erhalten.

Das ist durchaus ein raffinierter Schachzug. Denn immer mehr Benutzer neigen eher zu kompakten Playern als zu eigenständigen PVPs. Noch besser hört sich allerdings der Preis an: Der 8-GByte-View geht für etwa 130 Euro über den Ladentisch. Eine 16-GByte-Version soll Anfang 2008 auf den Markt kommen. Zum Vergleich: Der Creative Zen wird in der 8-GByte-Ausführung im Einzelhandel für rund 190 Euro angeboten. Allerdings muss man auch zugeben, dass der Klang des Sansa nicht mit dem des Zen mithalten kann.

Design

Das Design des Sansa View hat seine Vor- und Nachteile. Einerseits ist er für einen flashbasierten MP3-Player ziemlich groß, andererseits bietet er dafür ein großzügiges 2,4-Zoll-Display. Überzeugen kann das mechanische Scrollrad, das sich unter dem Display befindet, ebenso wie die raffinierten, hinterleuchteten Anzeigen. Sie ändern ihre Ausrichtung, je nachdem, ob das Display im Querformat zur Betrachtung von Fotos und Videos oder im Hochformat für Navigation und Musikwiedergabe gehalten wird.

Zusätzlich zum Scrollrad gibt es eine Home-Taste. Damit lässt sich zwischen Hauptmenü und Wiedergabebildschirm wechseln. In der Mitte des Scrollrads sitzt noch eine kleine Auswahltaste. Ihre Größe könnte allerdings ein Problem für weniger geschickte Benutzer darstellen, obwohl sie leicht erhöht ist.

Leider ist keine separate Lautstärketaste vorhanden. Und bedauerlicherweise weist der Anschluss für die Datensynchronisierung auf der Unterseite ein proprietäres Format auf. Dafür gibt es eine Hold-Taste auf der linken Seite. Rechts an der Unterkante befindet sich ein Micro-SD-Kartensteckplatz für SDHC-Karten mit einer derzeit verfügbaren Kapazität von 8 GByte.

Was das Gesamtdesign betrifft, ist der Sansa View eher unauffällig. Seine glänzende, schwarze Oberfläche ist weder unattraktiv, noch fällt sie sofort ins Auge. Der Klarlack soll den Player vor Kratzern schützen, lässt aber auch das LCD dunkel erscheinen. Das Display kann man sehr hell einstellen, so dass die Lichtverhältnisse kein wirkliches Problem darstellen.

Der Text für die Menüs erscheint in Schwarz, während die Schrift auf dem Wiedergabebildschirm weiß ist. Damit dürften auch nicht alle Benutzer glücklich sein. Neben den Informationen zum Musikstück, nach Titel, Interpret und Album geordnet, zeigt das Display auch Album-Cover an. Auf Wunsch zeigt es eines der folgenden Elemente zusätzlich an: verstrichene beziehungsweise verbleibende Zeit, grafischer Equalizer, vollständige Cover-Darstellung über das gesamte Display oder der aktuelle Track.

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