Die Logitech Quickcam Pro 9000 ist ein interessantes Zubehör sowohl für Laptops als auch für Desktop-Monitore. Ihr flexibler, mit zwei Gelenken ausgestatteter Standfuß funktioniert aber auch genauso gut direkt auf dem Schreibtisch. Die Webcam überspannt das Budget mit etwa 75 Euro auch nicht maßlos.

Design

Im Unterschied zu anderen Webcams, die häufig nach vorne hängen oder sich nach einer Seite neigen, gibt es solche Probleme mit der Quickcam Pro 9000 nicht. Die Kamera ist horizontal ausgerichtet. Das Objektiv sitzt links und das Mikrofon auf der rechten Seite.

Der mit zwei Gelenken versehene Standfuß kann so eingerichtet werden, dass die Kamera stabil auf dem Schreibtisch steht oder auf einem schmalen LCD-Bildschirm klemmt. Alle Berührungspunkte sind gummibeschichtet. Dadurch hat die Webcam in den unterschiedlichsten Positionen sicheren Halt. Zudem besteht der Standfuß aus dickem, robusten Kunststoff, der ein ausreichendes Gegengewicht für das Kameragehäuse bietet.

Funktionsumfang

Logitechs Rightlight-Technologie sorgt für ausgeglichene, lebhafte und scharfe Bilder – selbst bei schlechten Lichtverhältnissen. Creatives Livecam-Software bietet allerdings mehr Funktionen. Falls man auf bewegungsausgelöste Überwachung und Zeitrafferaufnahmen verzichten kann, ist man jedoch mit der Logitech Quickcam Pro 9000 besser bedient. Durch ihre benutzerfreundliche Software, die herausragende Bildqualität und den raffinierten Standfuß verdient die Webcam wirklich ein dickes Lob.

Die Einrichtung ist denkbar unkompliziert. Der Benutzer installiert einfach die mitgelieferte Quickcam-Software und schließt die Webcam an. Ein Audiotuning-Assistent hilft dabei, die optimale Lautstärke für Audio-Input und -Output einzustellen.

Mithilfe von Schiebereglern lassen sich Helligkeit, Kontrast, Farbintensität und Weißabgleich justieren. Die besten Ergebnisse erzielt man jedoch, wenn man sich damit begnügt, einfach Rightlight zu aktivieren.

Im Internet stößt man vielfach auf Beschwerden über Probleme bei der Installation, besonders auf Windows-XP-Rechnern. In unserem Test gibt es aber keinerlei Schwierigkeiten beim Installieren von Quickcam-Software und -Treibern, weder unter Vista noch XP. Die Quickcam-11.0-Software auf der mitgelieferten CD funktioniert einwandfrei.

Man sollte allerdings darauf achten, bei Videokonferenzen, etwa über ein Programm wie Skype, die Quickcam-Software zu deaktivieren. Im Test bricht jedenfalls die Konversation mehrfach abrupt ab, solange das kleine Quickcam-Icon in der Taskleiste präsent ist.

Die Quickcam Pro 9000 bringt einen 2-Megapixel-Sensor mit. Damit lassen sich Videos bis zu einer Auflösung von 1600 mal 1200 Pixeln und Fotos mit bis zu 8 Megapixeln aufnehmen. Freilich wird alles, was über 2 Megapixel hinausgeht, nur per Software-Interpolation erzielt. Darunter leidet die Qualität merklich.

Obwohl die Quickcam Pro 9000 kein AF im Namen führt, wie etwa Creatives Livecam Optia AF, verfügt sie dennoch über eine Autofokus-Funktion. Die reagiert allerdings langsam, wenn man Videos mit hoher Auflösung aufnimmt (960 mal 720 Pixel und mehr). Sie schafft es aber recht gut, den Kopf beim Sprechen immer im Fokus zu behalten. Auch das Mikrofon nimmt den Ton weitgehend ordentlich auf. Man sollte nur nicht zu dicht vor der Webcam sitzen.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Weit mehr als ein Spielzeug: Logitech Quickcam Pro 9000

  • Am 10. April 2008 um 13:30 von roboshooter

    Rightlight
    das rightlight brings schon nur leider ist es nur für fotos gut, da es beim video alles haken lässt. Auf vista sollte man sich auch unbedingt msn holen, das funzt am besten ……..

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