Großes Kino für die Kopfstütze

Besonders für Eltern sind lange Autofahrten oft nervliche Zerreißproben. Kaum ist man auf der Straße, kommt von der Rücksitzbank die Frage „Sind wir bald da?“ Doch dank moderner Technik sind wir mittlerweile in der Lage, auch dieses Problem in den Griff zu bekommen. TFT-Monitore für die Kopfstützen lassen sich mit einem DVD-Player, einem DVB-T-Fernsehempfänger oder sogar einer Spielekosole verbinden und unterhalten so die kleinen Mitfahrer.

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Auto-Displays sind leicht, und eine mitgelieferte Halterung verbindet sie mit der Kopfstütze. Einzig die Stromversorgung stellt in einigen Fällen ein Hindernis dar. Schließlich kommen nicht alle Auto-TFTs mit einem Anschluss für den Zigarettenanzünder. In einigen Fällen ist es notwendig, lose Kabelenden mit Klemmen an der Bordelektronik zu befestigen. Anschließend wird Benjamin Blümchen in den DVD-Player eingelegt, die kleinen Kinogäste bekommen noch einen Kopfhörer aufgesetzt, und schon herrscht Ruhe im Auto. Der Preisradar stellt drei Incar-TFTs mit 16:9-Kinobildverhältnis und Composite-Videoeingang ab 150 Euro vor und zeigt, worauf man beim Kauf achten sollte.

Technische Details

Das wichtigste Kriterium eines Display ist die Bildqualität. Sie setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen. Das Verhältnis von Auflösung und Größe gibt an, wie hoch die Pixeldichte eine Monitors ist. Die drei unten aufgeführten Displays kommen mit Bilddiagonalen von 6,5 und 7 Zoll. Die Auflösungen betragen 1200 mal 234 und 1440 mal 234 Pixel. Es ist einfach zu erkennen, dass das Pixelverhältnis nicht dem Bildverhältnis von 16:9 entspricht: Jeder Pixel des Displays deckt vermutlich vertikal drei Bildpixel ab. Leider konnten uns die Hersteller auf auch Rückfrage keine genaueren Informationen zu den seltsamen Auflösungen mitteilen. Allerdings dürfte ein Display mit einer derart geringen vertikalen Auflösung kein sehr hochwertiges Bild darstellen können. Unsere Recherchen ergaben allerdings, dass nahezu alle 7-Zoll-Displays auf dem Markt diese seltsame vertikale Auflösung aufweisen.


Das Blitz BZ70HM von Mandrops verfügt über eine 16:9-Auflösung mit 1440 mal 234 Pixeln.

Neben der Auflösung spielt auch die Qualität des eingespeisten Videomaterials eine große Rolle. Die meisten Gerät verfügen über einen Composite-Eingang, wie er auch bei Videorekordern oder DVD-Playern zum Einsatz kommt. Die Composite-Übertragungsqualität reicht aus, da die Displays alle maximal 7 Zoll groß sind. Bei größeren Displays sollte ein S-Video-Eingang vorhanden sein, da es sonst zu beachtlichen Qualitätseinbußen kommt. Die vorgestellten Geräte verarbeiten neben dem PAL-Videoformat auch das amerikanische NTSC-Format. Wer also in den USA einen günstigen DVD-Player erstanden hat, kann ihn mit den TFTs verwenden – vorausgesetzt, der Player kommt auch mit DVDs mit deutschem Ländercode zurecht.

Die unten aufgelisteten Modelle von JVC und Mandrops bringen zwei Composite-Eingänge mit. Das ist besonders praktisch, wenn beispielsweise ein DVD-Player und ein DVB-T-Empfänger gleichzeitig mit dem Display verbunden werden sollen. Ein lästiges Umstöpseln ist nicht notwendig. Ein weiteres nützliches Feature dürfte besonders diejenigen interessieren, die mehrere Monitore in ihrem Auto verbauen möchten: Die TFTs von Blaupunkt und JVC haben einen Video-Ausgang an Bord und können Bild- und Audiosignal zu einem weiteren Display weitergegeben.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Großes Kino für die Kopfstütze

  • Am 24. Januar 2008 um 19:10 von Stefan

    Auflösung
    Die seltsamen Displayauflösungen sind vermutlich einfach zu erklären: es werden nicht die gesamtem Pixel, sondern rot, grün und blau getrennt gezählt. Meiner Ansicht nach wirkt das eher abschreckend, denn wer will schon ein so extremes Verhältnis Zeilen : Spalten?

  • Am 25. Januar 2008 um 11:19 von Pascal Poschenrieder

    Re: Auflösung
    Hallo Stefan,

    mittlerweile habe ich eine Erklärung von Dr. Joachim Siedler (Corporate Communications – Media and Public Relations – Blaupunkt GmbH) bekommen:

    Guten Tag Herr Poschenrieder,

    die eigentliche Auflösung des Monitors ist 400 x 234 x 3 (für R, G, B). Bei genauem Hinsehen lässt sich ein quadratischer weißer Bildpunkt aus drei Bildpunkten in den Farben Rot, Grün und Blau, die jeweils ein Seitenverhältnis von 1:3 aufweisen, erkennen – am besten zu sehen bei weißer Schrift auf dunklem Hintergrund.

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