Sonys Topmodell unter den Frontprojektoren des Jahres 2007, der VPL-VW200, verwendet eine LCoS-Variante des Herstellers namens SXRD (Silicon X-tal Reflective Display). Wie die meisten High-End-Projektoren bietet er eine native Auflösung von 1080p. Diese technischen Daten und der Fachjargon mögen zwar beeindruckend klingen, aber was letztlich zählt, ist die Bildqualität.

Der VPL-VW200 ist in der Preisklasse unter 20.000 Euro eindeutig der Frontprojektor mit der höchsten Farbtreue. Und was die Gesamtbildqualität betrifft, stellt er alles im Bereich seiner 10.000-Euro-Marke bei Weitem in den Schatten.

Design

In bewährter Tradition von Sonys Top-SXRD-Projektoren kommt auch der VPL-VW200 in einem eleganten Hightech-Design daher, das jedermann zusagen dürfte. Möglicherweise ist er der attraktivste Projektor seit dem von Ferrari inspirierten und von Pininfarina designten Vidikron-Röhrenprojektor. Der Sony ist metallicgrau, mit schwarzen Akzenten an der Ober- und Unterseite. Das Gehäuse erinnert in der Vorderansicht an ein Auge.

Das Design von Sonys Fernbedienung ist gleichermaßen beeindruckend. Es scheint, als wiege sie an die fünf Kilo, was den Eindruck herausragender Fertigungsqualität hinterlässt. Das trifft ja schon auf den Projektor selbst zu, der immerhin 20 Kilogramm auf die Waage bringt. Die Fernbedienung ist vollständig hinterleuchtet. Dadurch wird das Einstellen auch im Dunkeln zum Kinderspiel. Das Menüsystem ist identisch mit dem des Qualia 004, dem ersten 1080p-SXRD-Projektor, und des kleineren Vorgängers, des VPL-VW100. Es ist einfach zu benutzen, wobei besonders die vertikal angeordneten Seiten überzeugen können.

Funktionsumfang

Der VPL-VW200 ist mit einer Vielzahl nützlicher Funktionen ausgestattet. Es gibt allerdings auch einige, von denen man besser die Finger lassen sollte. Sony hat sich mit seiner Panel-Adjust-Funktion den inoffiziellen Preis für das „Feature des Jahres“ in der Projektorkategorie verdient. Damit lassen sich zur Verbesserung der Ausrichtung die LCoS-Panels verschieben, ähnlich einer Bündelung der drei Strahlen bei einem Röhrengerät. Das ist die bislang umfassendste Funktion dieser Art. Sie bietet sogar eine Zonen-Option, mit der man rote und blaue Anomalien an jeder beliebigen Stelle des Bildschirms korrigieren kann.

Ein weiteres nützliches Feature ist die Blanking-Funktion. Auch sie entstammt der Ära der Röhrenprojektoren und ist selbst bei den teuersten Fixed-Pixel-Projektoren eine Seltenheit. Blanking unterbindet ein Overspray, also Lichtspuren, die über die Ränder des eigentlichen Bildschirmbereichs hinaus sichtbar sind. Etwas enttäuschend wirkt, dass der VPL-VW200 keinen horizontalen Lens-Shift ermöglicht. Zumindest gibt es aber vertikalen, wodurch die Installation des Projektors relativ zur Leinwand erleichtert wird.

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