Elektro-Sportwagen Tesla Roadster: Verbrennt Gummi statt Benzin

Aus Amerika kommt ein batteriebetriebenes Auto, das so ganz und gar nicht unserer Vorstellung eines typischen Elektroautos entspricht. Der Tesla Roadster ist auch ohne Benzin schnell, ausdauernd und sexy. CNET hat den E-Renner genauer unter die Lupe genommen und herausgefunden, wie der Hersteller das alles unter einen Hut bekommt.

Stell dir eine leere Landstraße vor, mitten in der Wüste. Vor dir steht ein zweisitziger Sportwagen, flach, keilförmig, brutal – und irgendwie auch elegant. Du setzt dich auf den lederbezogenen Fahrersitz und drückst das Gaspedal bis zum Bodenblech. Es presst dich so sehr in den Sitz, dass du dich am Lenkrad festhalten musst. Hinter dir steigen weiße Rauchschwaden auf. Die Reifen können die pure Kraft nicht auf die Straße bringen. Es riecht nach verbranntem Gummi, aber nicht nach Abgas. Nach nicht einmal vier Sekunden knackst du Tempo 100. Bereits nach 11 Sekunden zeigt der Tacho 200 Stundenkilometer an. Doch plötzlich fällt dir auf, dass du die ganze Zeit nur das Pfeifen der Reifen hörst – aber keinen Motor. Wenn dir das passiert, dann sitzt du im Tesla Roadster.

Der Tesla ist ein zweisitziger Roadster, der der Lotus Elise ähnelt. Von ihr hat er auch einige Teile geerbt. Doch eine Sache unterscheidet dieses Auto grundlegend von allen anderen: Der Tesla Roadster ist ein reines Elektroauto, ohne Auspuffrohr, Tank und Abgas.

Doch der Tesla unterscheidet sich nicht nur von normalen Autos, er ist auch etwas komplett anderes als die bisher bekannten Elektromobile. Und das ist auch gut so, denn wer will schon ein Auto, das nur 60 Kilometer pro Stunde schnell ist, alle 100 Kilometer aufgeladen werden muss und aussieht wie Tupperware?

Der Tesla Roadster ist ein Sportwagen mit außergewöhnlicher Performance. Er entsteht in der kleinen Autoschmiede Tesla Motors in den USA. Der Namensgeber der Firma, Nicola Tesla, hätte sich so ein Auto auch in seinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können: Dieser Roadster ist das erste, zu 100 Prozent alltagstaugliche Elektroauto, das in Serie gefertigt wird. Er kostet 98.000 Dollar, beschleunigt in weniger als vier Sekunden von 0 auf 100 Stundenkilometer und fährt rund 400 Kilometer mit einer Akkuladung. Das Wiederaufladen der Akkus dauert lediglich 3,5 Stunden, und das Tollste: Der Tesla Roadster sieht richtig cool aus.


Der Tesla Roadster überzeugt nicht nur durch seine inneren Werte. Auch äußerlich macht er ordentlich was her.

Tesla Motors wurde 2003 von Martin Eberhard und Marc Tarpenning in San Carlos, USA, gegründet. Von Anfang an hatten sie sich ein besonderes Ziel gesetzt. In erster Linie wollen sie ein Auto entwickeln, das puren Fahrspaß bietet. Der Umweltaspekt kam erst an zweiter Stelle – aber warum sollte man denn Benzin verbrennen, wenn es Reifengummi alleine auch tut? Und der verbrennt beim Tesla reichlich.

Technik

Der Tesla Roadster ist 3,9 Meter lang, 1,9 Meter breit und lediglich 1,1 Meter hoch. Der nur 65 Kilogramm schwere Rahmen stammt von der Lotus Elise und besteht aus Aluminium. Der Hersteller Hydro Aluminium verwendet beim Bau des Rahmens keine Schweißnähte. Stattdessen kommen Schrauben und Klebenähte zum Einsatz – das soll ihn stabiler machen. Die Karosserie des Tesla besteht zu 100 Prozent aus Karbon. So bringt er es trotz des schweren Akkus auf ein Gesamtgewicht von lediglich 1220 Kilogramm.


Der Rahmen des Tesla stammt vom Hersteller Hydro Aluminium.

Neueste Kommentare 

3 Kommentare zu Elektro-Sportwagen Tesla Roadster: Verbrennt Gummi statt Benzin

  • Am 6. April 2009 um 15:18 von Uwe Schreiber

    Tesla-Features
    Hallo, meine Frage zum Tesla-Roadster: Gibt es neben der angeführten Sitzheizung und der Klimaanlage auch eine Heizung für kalte Tage? Und werden die Scheinwerfer auch aus der Lithium-Ionen-Batterie gespeist? Wie weit ist dann noch (Sitzheizung, Klima-Anlage, Scheinwerfer, Heizung) die Reichweite?
    Danke im Voraus für die Antwort.
    U.Schreiber

  • Am 7. April 2009 um 10:34 von Pascal Poschenrieder

    Re: Tesla-Features
    Hallo Herr Schreiber,

    der Tesla Roadster hat selbstverständlich auch eine normale Heizung an Bord. Sie wird aus der Abwärme der Akkus gespeist. Da letzerer die einzige Energiequelle des Fahrzeugs ist, beziehen die Scheinwerfer ihren Strom ebenfalls aus den Lithium-Ionen-Akkus. Auf die Reichweite hat das kaum eine Auswirkung, da die Lichter im Vergleich zum Motor nur einen minimalen Stromverbrauch aufweisen.

    Liebe Grüße,
    Pascal Poschenrieder, CNET.de

  • Am 2. Mai 2009 um 15:35 von yoatmon

    Tesla Roadster
    Hallo Hr. Poschenrieder,

    dem T-Roadster fehlen noch vier µ-Prozessor gesteuerte Lineargeneratoren als Ersatz für die konventionellen Stoßdämpfer die nur Energie vernichten. Dann wäre das Auto mit einem "vernünftigen Akku" perfekt.

    Mit freundlichen Grüßen.
    R. Kraft

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