Digitale Bilderrahmen für weniger als 180 Euro

Hightech zum Valentinstag muss nicht zu Streit führen. Ein digitaler Bilderrahmen kann auch konservative Damen beglücken – wenn man ihnen die Vorteile ins rechte Licht rückt. Der Preisradar stellt drei digitale Bilderrahmen vor und erklärt, worauf es ankommt.

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Viele Männer kennen das Problem: Sie sind von der Computertechnik fasziniert, können ihre Frauen aber nicht richtig davon überzeugen. Ein gutes Beispiel sind digitale Bilderrahmen. Männer finden sie toll, weil sie mehr als nur ein starres Bild darstellen können, auch im Dunklen richtig zu erkennen sind und dazu sogar noch einen Stromanschluss haben. Frauen mögen es dagegen in der Regel lieber klassisch: Der Rahmen muss schön, und das Bild mit der gewohnten Methode hinter einer Glasscheibe befestigt sein.

Allerdings ist es leichter, die Frauen zu überzeugen, wenn man ausschlaggebende Argumente vorweisen kann und beim Kauf einen kompetenten Eindruck macht. Der Preisradar stellt deswegen drei digitale Bilderrahmen für weniger als 180 Euro vor, erklärt, worauf man achten muss und mit welchen Argumenten man auch die Damenwelt überzeugen kann.

Technische Details

Ein erstes gutes Argument könnte die Auflösung sein. Wenn man der Freundin erklären könnte, dass sie auf ihren Fotos auf einem digitalen Bilderrahmen noch schärfer aussieht, da die hohe Auflösung für mehr Bildschärfe sorgt, würde das Überzeugen schließlich gleich leichter fallen. Leider trifft dies nicht zu.

Die unten aufgeführten drei digitalen Bilderrahmen sind 7 und 8 Zoll groß und kommen mit einer 16:9-Breitbildauflösung von 800 mal 480 Pixeln. Das ist für Displays dieser größe normal. Allerdings bleibt Auflösung deutlich hinter der eines gut ausgedruckten Fotos zurück. Es gibt zwar deutlich größere digitale Rahmen mit 19 Zoll oder mehr, sie sind aber wesentlich teurer und ihre Auflösung pro Fläche ist auch nicht größer als die der kleinen.


Der 8 Zoll große Kodak-Bilderrahmen Easyshare SV811 löst 800 mal 480 Pixel auf.

Ein Argument, das eindeutig für einen digitalen Rahmen spricht, ist der Kontrast. Im Gegensatz zu einem Foto hat das Bild auf einem Rahmen nämlich eine Eigenhelligkeit. Dafür sorgt die Hintergrundbeleuchtung des LC-Displays. Der Unterschied zwischen dunklen und hellen Bildpunkten, also der Kontrast, ist wesentlich größer als der eines gedruckten oder entwickelten Fotos. Die unten aufgeführten Rahmen haben einen Kontrast von 300:1. Für ein LCD-Display ist das ordentlich.

Eine Eigenschaft, die immer in Konkurrenz zum Kontrast steht, ist die Helligkeit. Das liegt daran, dass das LC-Display an den dunklen Stellen die Hintergrundbeleuchtung abblenden. Diese ist aber für die Helligkeit verantwortlich. Je heller der hellste Punkt, desto heller wird auch der dunkelste Punkt. Die Bildqualität hängt also vor allem von der Abstimmung ab. Die Helligkeit der unten aufgeführten drei Modelle liegt zwischen 200 und 350 Candela pro Quadratmeter. Unter 200 Candela pro Quadratmeter sollte sie nicht liegen, da sonst gerade bei direkter Sonneneinstrahlung nicht mehr viel auf dem digitalen Rahmen zu erkennen ist.

Ein Problem, das man bei einem Foto nicht hat, ist der begrenzte Blickwinkel von LC-Bildschirmen. Wenn man frontal vor dem Bild stehen muss, um die Farben richtig zu sehen, verliert der digitale Rahmen seinen Reiz. Leider wird der Blickwinkel nur von wenigen Herstellern angegeben. Von den unten aufgelisteten Display gibt ihn nur Philips an. Dort liegt er sowohl horizontal als auch vertikal bei ordentlichen 170 Grad, auf jeder Seite des Displays fallen also nur 5 Grad vom Maximalwinkel weg. Viele der Bilderrahmen, die wir uns angesehen haben, besonders die extrem günstigen Exemplare, weisen niedrige Blickwinkel auf. Man sollte sich den Rahmen vor dem Kauf also auch mal von der Seite ansehen, und kontrollieren, ob die Farben richtige wiedergegeben werden.

Das Tollste an digitalen Rahmen ist ihre Vielseitigkeit. Einige kommen sogar mit eingebauten Stereo-Lautsprechern. So hängt nicht nur ein starres Bild an der Wand. Stattdessen laufen mehrere Bilder durch, Videos und sogar Musik können wiedergegeben werden. Damit das auch richtig funktioniert, muss der Rahmen auch die Formate der heimischen Bilder-, Musik- und Videosammlung unterstützen. Bilder von Digitalkameras liegen in der Regel im JPEG-Format vor. JPEG sollte der Rahmen also auf jeden Fall unterstützen, genauso wie MP3, das Standardformat für Musik. Wer auch Filme auf dem Gerät laufen lassen will, braucht einen Rahmen, der die Formate AVI, MPEG und idealerweise auch Divx wiedergeben kann.

Neueste Kommentare 

5 Kommentare zu Digitale Bilderrahmen für weniger als 180 Euro

  • Am 5. Februar 2008 um 14:42 von Coke

    warum 16:9???
    warum werden diese Bilderrahmen alle in 16:9-Auflösung angeboten? Oder anders gefragt: wer hat 16:9-Bilder? Der Standard ist doch in der digitalen Fotographie immer noch 4:3 — keine Ahnung, was der Unsinn soll, rechts und links große Flächen Schwarz auf meinem digitalen Rahmen darstellen zu müssen.

  • Am 8. Februar 2008 um 09:22 von SF

    Kommentar anderer Zeiten
    Ich war sehr überrascht, wie klischeehaft dieser Artikel ist. Heutzutage sind viele Frauen an Computertechnik interessiert und sie können mit Männer darüber mitreden. Oder das war ein Artikel für Muttertag?

  • Am 8. Februar 2008 um 10:45 von Pascal Poschenrieder

    16:9-Bildverhältnis
    Hallo Coke,

    Sie haben vollkommen recht – stellt man 4:3-Bilder auf einem 16:9-Display dar, gibt es einen schwarzen Rand oder ein beschnittenes Bild.

    Fotos, die mit analogen Kameras gemacht wurden, haben in der Regel das 3:2-Format (36 × 24 mm). Hätte der digitale Bilderrahmen das 4:3-Format, würde er bei diesen Bildern oben und unten etwas weggeschneiden. Allerdings ist es richtig, dass viele Digitalkameras im 4:3-Format aufnehmen.

    16:9-Displays sind offensichtlich billiger, da sie in 7, 8 oder 9 Zoll einfach wesentlich häufiger gefertigt werden als die 4:3-Varianten. Noch dazu kommt, dass man ja auch Filme auf den Rahmen ansehen kann, und die liegen häufig im 16:9-Format vor.

    Die nächste Generation der digitalem Bilderrahmen verfügt aber hoffentlich über den Ken-Burns-Effekt, der durch Schwenken und Zommen für Bewegungen im Bild sorgt – dann freuen wir uns wieder über die zusätzliche Bildfläche :)

    Mit freundlichen Grüßen,
    Pascal Poschenrieder, CNET.de

  • Am 8. Februar 2008 um 11:21 von Daniel Schraeder

    Re: Kommentar anderer Zeiten
    Liebe Solene,

    vielen Dank für Ihren Kommentar. Den Beitrag haben wir mit einem Augenzwinkern verfasst und hoffen, dass er auch so bei unseren Lesern ankommt.

    Dennoch nehmen wir uns Ihre Anmerkungen zu Herzen.

    Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende! Beste Grüße,
    Daniel Schraeder, CNET.de

  • Am 8. Februar 2008 um 11:24 von Lisa

    klischee?
    Also ich bin eine technikbegeisterte Frau und sogar ich finde die digitalen Bilderrahmen nicht so toll. Mir ist EIN Bild in einem schönen Holzrahmen lieber.
    Außer das Argument, dass man dann noch schärfer aussieht, hat mich schon einwenig überzeugt 😉

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