Mit seinen Walkman-Handys hat Sony Ericsson in der Vergangenheit Maßstäbe gesetzt. Wer einen tollen MP3-Player haben und neben seinem Handy nicht zusätzlich einem Ipod mit sich herum schleppen möchte, kommt kaum um die Musikhandys herum. Versuche anderer Hersteller – wir denken an das erste Rokr von Motorola – haben dem nicht viel entgegenzusetzen. Mit Apples Iphone gibt es allerdings inzwischen einen adäquaten Konkurrenten, der Sony Ericsson unter Zugzwang setzt. Zu einem der ersten Ergebnisse zählt das W960i. Wie das Iphone verfügt es über einen Touchscreen. Wir haben das Gerät bereits getestet.

Design

Zugegeben, eine optische Revolution wie das Iphone wird das W960i nicht auslösen. Es verursacht auch keinen „Wow-Effekt“, wenn man es aus der Tasche zieht. Aber es ist sexy und macht einen guten Eindruck. Sein schlankes Gehäuse verbirgt ein großes Touchscreen-Display; darunter sitzt eine klassische Telefontastatur. Letztere wirkt allerdings etwas gequetscht.

Der berührungsempfindliche Bildschirm ist nicht besonders fingerfreundlich. Mit dem mitgelieferten Stift klappt die Bedienung zwar problemlos, doch es ist eben einfach nicht besonders komfortabel, wenn man für jede Kleinigkeit den Stylus bemühen muss.

Sony Ericsson W960i Touchscreen
Die Bedienung des Touchscreens klappt mit dem mitgelieferten Stift hervorragend. Für die Fingersteuerung ist die Oberfläche zu filigran.

Dazu kommt noch die Schrifterkennung. Sie leistet zwar gute Arbeit, wirkt aber dennoch fehl am Platz. So, wie das W960i Touchscreen, Telefontastatur und Scrollrad kombiniert, verwirrt es den Benutzer. Man hat immer mehrere Möglichkeiten zur Auswahl, um sein Ziel zu erreichen.

Außerdem nervt uns die Öse auf der linken Seite. Sie ist ja nett gemeint – man kann Trageschlaufen befestigen oder Schmuck anbringen. Allerdings wirkt sie wie ein unpassender Metallknubbel, der aus dem Gerät hervorsteht. Außerdem kann man das Handy nicht seitlich auf den Tisch legen, um Fotos mit dem Selbstauslöser zu schießen: Es bleibt nicht liegen. Wer den Selbstauslöser nicht nutzt und Tische nicht als Stative einsetzt, dürfte sich daran aber weniger stören.

Im Vergleich zu anderen Handys mit ähnlich umfangreicher Ausstattung sieht das W960i dennoch extrem gut aus – es ist schlank, leicht und einfach attraktiv.

Ausstattung

Wer das Walkman-Handy aufgrund seiner Musikfunktionalität kauft, trifft keine falsche Entscheidung. 8 GByte interner Speicher sind bereits integriert – das reicht für etwa 2000 Lieder. Außerdem ist das Übertragen der Musik auf das W960i im Vergleich zu früheren Modellen deutlich einfacher geworden: Die neue Media-Manager-Software erlaubt Drag and drop, um Songs auf das Telefon zu übertragen.

Die neueste Version des Walkman-Players bringt viele Optionen mit. Dazu gehören ein Equalizer und sogar die Möglichkeit, Tracks nach Stimmung zu kategorisieren. So kann man morgens nach dem Aufstehen, nach einem stressigen Meeting oder nach einem Streit mit dem Partner genau den richtigen Sound hören. Zugegeben: Das braucht kein Mensch. Aber macht Spaß, damit zu spielen.

Sony Ericsson W960i
Auf der Tastatur muss man kräftig drücken – sie ist schwergängig.

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