Bluetooth-Guide: Wenn das Handy mit dem Headset…

Egal ob Handys, Digicams, Drucker oder Soundsysteme – immer mehr Geräte kommunizieren dank Bluetooth kabellos miteinander. Was sich in rund 10 Jahren Bluetooth-Technologie getan hat und was die Technik heute leistet, verraten unsere Insider-Tipps.

Als sich 1998 fünf Unternehmen zur Bluetooth Special Interest Group (SIG) zusammenschlossen, wurde der Grundstein für den Siegeszug der Bluetooth-Technologie gelegt. Grundgedanke war damals, eine Funk-Technologie zu etablieren, mit der verschiedene Peripheriegeräte kabellos und ohne direkten Sichtkontakt auf kurze Distanz miteinander kommunizieren können. Die Reichweite von Bluetooth liegt mittlerweile je nach Spezifikation zwischen 10 bis 100 Metern. Dabei können Datenraten von bis zu 3 MBit/s erreicht werden. Als Namenspate wurde übrigens der dänische König Harald Blåtand (herrschte vermutlich von 940 bis 985) auserkoren, dessen Nachname übersetzt soviel heißt wie Blauzahn oder eben englisch Bluetooth.

Bereits 2000 wurde ein erstes Mobiltelefon sowie ein Headset mit Bluetooth, kurz BT, präsentiert. 2001 folgten Drucker und Notebooks, 2002 unter anderem Tastatur und Maus. In den Folgejahren schaffte die Technologie ihren Einzug in immer mehr Geräte. Außerdem verbesserten sich Funktionsumfang sowie die Transferrate. Mittlerweile senden Digicams ihre Bilder direkt an kompatible Drucker und sparen sich und ihren Besitzern so den Umweg über den PC. Handys gleichen ihre Daten mit dem Rechner per Funk ab, und Werbeplakate senden per Bluetooth Goodys wie Hintergrundbilder, Klingeltöne oder kleine Spiele auf die Handys und PDAs vorbeigehender Passanten.

Die möglichen Einsatzgebiete dieser Funktechnologie scheinen grenzenlos. Und da ein Bluetooth-Chip rund 3 Euro kostet und in einem nicht lizenzierten 2,4-GHz-Spektrum betrieben werden kann, ist davon auszugehen, dass in Zukunft viele weitere Geräte und Funktionen den Anwender das Leben leichter und das Kabelgewirr kleiner machen.

Stereosound und Funkfernbedienung

Bluetooth ist seit seiner Einführung um viele Möglichkeiten und Profile erweitert worden. Gab es am Anfang nur wenig unterstützte Funktionen, so überträgt die Technik mittlerweile unter anderem hochwertige Stereo-Audiosignale. Dafür muss ein BT-Gerät zum „Advanced Audio Distribution Profile“, kurz A2DP, kompatibel sein. Um die begrenzte Bandbreite von BT auszuschöpfen, werden die Audiodaten bei der Übermittlung komprimiert. Unter anderem gibt es viele MP3-Handys und passende Stereo-Headsets, die mit A2DP umgehen können.

Des Weiteren existieren Profile wie „Audio/Video Remote Control Profile“ (AVRCP), das zur Steuerung von A/V-Geräten wie Fernsehern, Hi-Fi-Anlagen und Video-Playern dient. „Basic Printing Profile“ (BPP) wird zum Senden von Texten und Bildern an einen Drucker eingesetzt. Das „Headset Profile“ (HSP) kommt bei der Kommunikation zwischen Headset und Handy zum Einsatz, und das „Serial Port Profile“ (SPP) stattet ein BT-Gerät mit einer kabellosen seriellen Schnittstelle aus, über die beispielsweise das Synchronisieren des Adressbuchs des Mobiltelefons mit Outlook möglich ist.

Einfache Verbindung

Bluetooth-Geräte lassen sich relativ einfach verbinden und können innerhalb von wenigen Sekunden Daten miteinander austauschen. Dabei kommt es unter anderem darauf an, dass die Geräte ein identisches Profil unterstützen und der Anwender einige Punkte beim Verbindungsaufbau beachtet.

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