Die meisten Hersteller haben Kameras mit Schiebedeckeln entwickelt, die die Modelle der T-Serie von Sony imitieren. Pentax ist nicht auf diesen Zug aufgesprungen. Wenn auch Schiebedeckel heute zu den Standards des Digicam-Designs gehören, hat Pentax in diesem Bereich einen eigenen Stil entwickelt.

Hinter ihrem Deckel hat die Optio Z10 ein 7-faches optisches Zoomobjektiv. Es deckt einen Kleinbildäquivalent-Bereich von 38 bis 266 Millimeter ab und bietet eine maximale Blendenöffnung von f/3,5 bis f/5,4. Für eine Kompaktkamera hört sich das nicht schlecht an. Dennoch wäre für Gruppenaufnahmen eine geringere Brennweite wünschenswert. Ansonsten sind die meisten Funktionen der Kamera nicht gerade außergewöhnlich. Aber für etwa 200 Euro kann man auch nicht die Welt erwarten.

Design

Man sieht nicht sehr häufig eine schwarze Pentax-Kompaktkamera. Mit der Z10 schlägt der Hersteller offensichtlich eine neue Richtung ein. Dennoch fühlt sich das Modell wie eine typische Pentax an und bewahrt die zurückhaltende, klassische Optik. Sie legt es offensichtlich nicht darauf an, besonders schnittig auszusehen, wie das so viele andere Kompaktkameras versuchen.

Das Tastenlayout ist erfreulich einfach und verzichtet sogar auf einen Einschaltknopf. Stattdessen wird die Kamera mit dem Schiebedeckel ein- und ausgeschaltet. Abgesehen vom Auslöser sitzen alle Tasten rechts vom 64 Millimeter (2,5 Zoll) großen Display.

Zusätzlich zur üblichen Vierwegetaste, die Blitz-, Makro-, Selbstauslöser- und Aufnahmemoduseinstellungen steuert, gibt es noch einen kleinen grünen Knopf, der im Wiedergabemodus zum Löschen dient. Er kann aber auch so programmiert werden, dass man mit ihm Belichtungskompensation, Bildgröße und -qualität oder den Weißabgleich aufrufen kann. In der Standardeinstellung aktiviert die Taste den vollautomatischen „grünen“ Modus.

Funktionsumfang

Pentax hat keine optische oder mechanische Bildstabilisierung in die Z10 eingebaut, sondern setzt auf eine digitale Lösung. Durch ein schlichtes Erhöhen der ISO-Empfindlichkeit sollen eventuelle Unschärfen infolge zittriger Hände verhindert werden. Freilich gibt es in dieser Preisklasse nicht viele Kameras mit optischer Bildstabilisierung. Und überdies hat keine davon ein 7-faches optisches Zoomobjektiv.

Pentax hat die Z10 auch mit einer Gesichtserkennungsfunktion ausgestattet. Wer versucht, sie zu aktivieren, gerät jedoch schnell in Verwirrung: Im Register der Bedienungsanleitung taucht das Stichwort Gesichtserkennung nicht auf. Der Benutzer durchsucht folglich die komplette Anleitung, um schließlich zu entdecken, dass eine Gesichtserkennung nur in den Aufnahmemodi „natürlicher Hautton“ oder „Portrait“ aktiv ist.

Der grundlegende Gedanke einer Gesichtserkennung besteht darin, dass sie Portraitaufnahmen unterstützen soll. So ist es auch durchaus sinnvoll, sie den zwei entsprechenden Modi zuzuordnen. Es wäre allerdings ebenso clever, wenn der Hersteller Begriffe, die er für die Beschreibung der Hauptfunktionen verwendet, auch ins Register der Anleitung aufnähme.

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