GPS für kleines Geld: Navigationsgeräte ab 199 Euro

GPS-Lotsen mit einer durchaus akzeptablen Ausstattung sind nicht mehr teuer. Selbst Breitbild-Formate gibt es schon günstig zu kaufen. CNET zeigt, was drei Einsteiger-Navis für ihr Geld bieten.

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Lebendige Beifahrer sind eine prima Sache: Sie können müde Fahrer munter halten, indem sie fleißig Witze erzählen, oder Kekse und Getränke reichen. Auch Telefonate erledigen sie besser als jede Freisprechanlage. Doch für eines taugen die wenigsten Beifahrer: für die Navigation.

Schuld an der Misere sind unserer Erfahrung nach nicht nur die Beifahrer selbst. Autokarten lassen einfach auch Präzision vermissen. So kann die einfache Frage „Die wievielte Ausfahrt aus dem Kreisverkehr muss ich denn nun nehmen?“ oft nicht beantwortet werden. Ganz verfehlt ist übrigens der Einsatz von Faltplänen, die im Falle komplizierter Abbiegefolgen gelegentlich so weit nach links wandern, dass sie den Fahrer bei der Lenkung behindern.

Kein Wunder also, dass viele Autofahrer die Ansagen eines GPS-Systems denen einer Person auf dem Nebensitz vorziehen. Die aufgezeichnete Stimme ist nicht nur zu jeder Zeit freundlich und gelassen, sie hat einfach die besseren Informationen parat. Das fängt schon damit an, dass sie die aktuelle Position auf wenige Metern genau kennt, sobald sie die Signale von mindestens drei Satelliten empfängt. Und das ist fast immer der Fall.

Mio C230T
Das Mio C230T erlaubt einen Vergleich zwischen schnellster, kürzester und sparsamster Route.

Technische Details

Jeder einzelne Satellit verrät dem Navigationsgerät seine geografische Position in Form von Längen- und Breitengrad. Aus der Summe der zur Verfügung stehenden Daten ergibt sich die eigene Position. Je mehr Satelliten funken, umso besser, denn damit werden die Berechnungen genauer. Ergänzt wird das Ortungssystem durch einen elektronischen Kompass, der die Bewegungsrichtung herausfindet.

Alle drei auf der Folgeseite empfohlenen Navigationssysteme basieren auf dieser Logik und lotsen ihren Besitzer somit recht schnell ans Ziel. Die Routenführung selbst ist damit eigentlich kein Kaufkriterium mehr. Und auch der automatische Staumelder Traffic Message Channel (TMC, vor zwei Jahren noch als Ausstattungsmerkmal für High-End-Navis gehandelt, findet sich mittlerweile in fast allen Einsteigergeräten. Der Teufel steckt also im Detail.

Hinsichtlich der Ausstattung unterscheiden sich die Geräte nämlich massiv voneinander, und so lohnt es sich durchaus, einen Blick auf das Datenblatt zu werfen und zu prüfen, was der potenzielle Kaufkandidat so alles kann. Manche Funktionen, die sich ein Hersteller ausgedacht hat, sind schlicht einzigartig und fehlen allen Konkurrenzmodellen. Die Frage ist aber immer, ob man sie braucht. Und das hängt nun wiederum ganz von den persönlichen Präferenzen ab.

Tomtom beispielsweise hat eine Funktion namens Mapshare erfunden. Fehlerberichte und Ergänzungen zur Karte können von jedem Anwender gemacht und per Web eingetragen werden. Wer zu Gründlichkeit neigt und einen gewissen pfadfinderhaften Forscherdrang besitzt, bekommt hier die Befriedigung, selbst zur Verbesserung des Materials beitragen zu können. Außerdem, und das dürfte der wichtigere Punkt sein, profitiert man von den Anregungen anderer Nutzer – und von den Updates durch Tomtom selbst.

Tomtom One T
Korrekturen erwünscht: Tomtom hat sich mit Mapshare für Ergänzungen durch die Anwender geöffnet.

Damit die Mapshare-Community nicht aus dem Ruder läuft und jemand durch Fehlinformationen andere in die Irre schicken kann, unterscheiden Tomtoms Navigationsgeräte zwischen zweierlei Karten-Updates: geprüften und nicht geprüften. Als Nutzer kann man festlegen, ob nur von Tomtom selbst abgesegnete Korrekturen der Karte in die Navigation einfließen sollen, oder einfach alle Updates.

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