Richtig konvertieren: Videos für Ipod, Iphone, Zen & Co

Viele portable Geräte verfügen über einen Videoplayer und ermöglichen so theoretisch schnellen Filmspaß an jedem Ort. In der Praxis gestaltet sich das allerdings häufig als schwierig, da die Filme zunächst in ein passendes Format konvertiert werden müssen. Welche Geräteklassen die mobile Videounterhaltung unterstützen und was beim Umwandeln von Videos zu beachten ist, verraten die folgenden Insider-Tipps.

Wenn die Bahn mal wieder nicht pünktlich und die Zeitung schon gelesen ist, dann greift der eine oder andere zu seinem neuen UMTS-Handy, um sich ein kurzweiliges Video aus dem Netz zu saugen. Eigentlich eine tolle Idee, doch leider fallen für diesen Spaß hohe Gebühren an, die man sich sparen kann. Denn wer schlau ist, konvertiert sich bereits zu Hause ein paar passende Filme und überträgt sie auf sein Handy oder einen anderen mobilen Video-Player. Kommt nun unterwegs Langeweile auf, so können die vorbereiteten Clips kostenlos vom Speicher des Players gestartet werden.

Neben Mobiltelefonen wie dem Samsung SGH-G800 oder dem Iphone gibt es immer mehr Geräte, die mit einem Video-Player ausgestattet sind. Dazu gehören beispielsweise viele Ipod-Modelle wie Touch, Nano und Classic sowie portable Multimediageräte wie der 605 Wifi von Archos. Aber auch tragbare DVD-Player wie der Lexx-M11 von Lexxum können dank eingebautem Display für entspannende Video-Unterhaltung fern ab von jeder Steckdose sorgen.

Wie die Vielzahl der mobilen Gerätetypen aber schon vermuten lässt, gibt es nicht nur ein Videoformat für den Filmspaß unterwegs: Neben 3GP, das viele Handys unterstützen, findet man beispielsweise noch Formate wie AVI, Divx, MPEG-4 und WMA.

Wer also unterwegs einen Clip genießen möchte, benötigt ein Video im passenden Format für genau sein Gerät. Stimmt der Video-Codec nicht oder ist die Auflösung zu hoch, bleibt der Filmspaß aus. Welches Format von Ihrem Modell unterstützt wird, verrät das Handbuch des Herstellers. Wie Sie einen Film ins geeignete Format bekommen, sagen wir Ihnen hier.

Die passende Software
Wer Glück hat, findet im Lieferumfang seines mobilen Video-Geräts eine passende Konvertierungssoftware und kann so ohne Zusatzkosten und viel Mühe Videos umwandeln. Leider kommen die meisten Geräte aber ohne ein solches Tool, sodass man nach Alternativen Ausschau halten muss. Beispielsweise hilft Moviejack 5 Mobile für etwa 40 Euro, ein Tool, das Formate wie 3GP, MP4, WMV und AVI unterstützt. Mit dem Programm lassen sich Filme von Festplatte oder einer kopierschutzfreien Video-DVD recht einfach umwandeln, abspeichern und dann auf ein portables Gerät übertragen.

Außerdem bietet Magix mit Filme für unterwegs 2 für etwa 30 Euro ein Programm, das mit diversen Profilen für Handys und Player wie Apples Ipod oder Sonys Playstation Portable (PSP) aufwartet und so das Umwandeln besonders einfach macht. Dank der Profile muss sich der Anwender nicht um Auflösung, Format oder Codec-Kombination kümmern. Hier wird einfach ein Film importiert, bearbeitet und dann dank passendem Profil in das richtige Format gewandelt und auf der Festplatte abgespeichert oder auf das Gerät übertragen. Schon kann man das Lieblingsvideo vom letzten Urlaub, die TV-Aufzeichnung vom Wochenende oder eine nette Dia-Show mit Sound und allem Pipapo auf einem portablen Videoplayer genießen.

Wer Videos kostengünstiger konvertieren möchte, der findet auf dem Freeware-Markt ein paar Tools, mit denen Filme umgewandelt werden können. Beispielsweise lassen sich mit dem Video-Tool PSP Video 9 Clips in das MPEG-4-Format für die Playstation Portable konvertieren. Wer ein Programm für das Divx-Format sucht, der findet vielleicht mit Pocketdivx Encoder eine geeignete Lösung, um Filme für sein Geräte in das passende Format umzuwandeln. Der Free Ipod Video Converter hilft, Videos für Apple-Player aufzubereiten. Egal ob von DVD, aus dem Internet oder direkt von Youtube: Das Programm akzeptiert Formate wie .rm und .mov, .mpg und .avi sowie VOB-, DivX oder Xvid-Dateien und bereitet sie passend auf für Ipod Touch, Classic, Nano & Co.

Stolperfallen

Wer Filme ohne ein bestimmtes Geräte-Profil komprimiert, kann in viele Fallen stolpern, die dafür sorgen, dass sich der Film später nicht abspielen lässt. Beispielsweise die Auflösung. Stimmt diese nicht mit der Gerät-Spezifikation überein, verweigern einige Modelle den Dienst. Ebenso kann es beim Format zu Problemen kommen. Steht im Handbuch beispielsweise, dass ein Gerät MPEG-4 unterstützt, so muss das MPEG-4-Format der Software noch lange nicht funktionieren. Denn MPEG-4 gibt es mit verschiedenen Codec-Implementierungen, beispielsweise Divx, Nero Digital Video oder Quicktime.

Soll beispielsweise ein Video für Apples Ipod konvertiert werden, so muss man zwar in Magix Video Deluxe 2008 zwar das MPEG-4-Format beim Export gewählt werden. Es ist aber darauf zu achten, dass als Video-Codec Advanced Video Coding (AVC) und für die Audiospur Advanced Audio Coding (AAC) zum Einsatz kommt – ansonsten bleibt der Videospaß auf dem Ipod aus.

Da die manuelle Wahl des richtigen Export-Formats nicht immer ganz einfach ist, empfehlen wir ungeübten Anwendern ein Konvertierungs-Programm, das die passenden Profile für verschiedene Geräte mitbringt. Das schließt viele Fehler beim Umwandlen einer Filmdatei aus – und dem mobilen Videospaß steht nichts mehr im Weg.

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