Fotos günstig digitalisieren: Flachbettscanner für weniger als 90 Euro

Sie fotografieren digital und möchten Ihre alten Bilder einem PC-Album hinzufügen? Dann benötigen Sie einen Flachbettscanner – idealerweise mit Durchlichteinheit, sodass auch Negative und Dias ihren Weg auf den Rechner finden. Der Preisradar klärt, was beim Scannerkauf sonst noch wichtig ist.

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Bevor die Digitalkamera die Fotografie revolutionierte, haben wir alle noch mit analogen Kameras unsere Bilder geschossen. Mit einigen schweren Nachteilen: Damals mussten wir für teure Filme und die Entwicklung der Bilder bezahlen. Heute speichert eine kleine Karte tausende von Bildern. Außerdem können wir die Fotos auf dem Rechner ansehen und bearbeiten. Doch wie bekommen wir nun die alten, analogen Bilder in unser digitales Album? Hier helfen Flachbettscanner mit Durchlichteinheit. Die tasten die alten Aufnahmen ab und erzeugen ein digitales Bild – egal, ob nur noch Foto, Negativ oder Dia existieren. Der Preisradar stellt drei dieser Geräte vor.

Technische Details

Die Hersteller von Flachbettscannern werben mit extrem hohen Auflösungen ihrer Geräte. 4800 mal 9600 dpi sind Standard. Auch die von uns ausgewählten Scanner verfügen über diese optische Auflösung. Doch was bedeuten 4800 dpi? Und ist es in der Praxis überhaupt sinnvoll, Bilder mit einer derart hohen Auflösung zu scannen?

Dpi steht für Dots per Inch, also Punkte pro Zoll. Der Scanner erfasst bei einem Scan mit 4800 dpi also pro 2,54 Zentimeter 4800 Bildpunkte. Würde man ein A4-Bild also mit 4800 dpi einlesen, käme man auf eine gigantische Auflösung von 29.685 mal 56.126 Pixeln, also insgesamt 222.735 Megapixeln. Ein derartiges Bild würde rund 16 Gigabyte Speicher verschlingen und sich mit heutigen Rechnern kaum verarbeiten lassen. Meistens reichen 300 dpi aus. Wenn es mal ganz genau werden muss, liest man das Bild mit 600 dpi ein. Ein mit 600 dpi eingelesenes A4-Dokument ergibt ein digitales Bild mit 34,8 Megapixeln.

Je höher die Auflösung beim Scannen, desto länger dauert der Scanvorgang. Wie lange Scanner genau für eine A4-Seite brauchen, machen die Hersteller zu einem großen Geheimnis. Bei den Angaben zur Scangeschwindigkeit findet man auf ihren Websites die merkwürdigsten Angaben. So gibt Canon die Geschwindigkeit beispielsweise in Millisekunden pro Zeile an. HP verrät immerhin, wie lange es dauert, ein Foto mit den Maßen 10 mal 15 Zentimeter einzuscannen. Allerdings wird hier geschickt die Scanauflösung verschwiegen. Der einzig brauchbare Wert findet sich auf der Epson-Website. Ein A4-Farbfoto liest der Epson-Scanner mit 600 dpi in rund 30 Sekunden ein. Ein Wert, der zumindest einen halbwegs realistischen Vergleich ermöglicht, ist die für eine Vorschau benötigte Zeit. Hierfür braucht der Canon-Scanner 5, das Epson-Gerät 7 und das HP-Modell 10 Sekunden.


Der Perfection V200 Photo von Epson scannt ein A4-Foto mit einer Auflösung von 600 dpi in rund 30 Sekunden.

Die aufgelisteten Scanner nutzen alle eine CCD-Einheit, um das einfallende Licht in ein elektrisches Signal umzuwandeln. Diese erkennt nicht die Farben eines Pixels, sondern nur die Intensität des zurückgestrahlten Lichtes. Durch eine intelligente Software erreichen die Geräte trotzdem eine Farbtiefe von 48 Bit. Allerdings kommt es dennoch manchmal zu Farbfehlern.

Die Scanfläche normaler Flachbett-Geräte ist in der Regel etwas größer als ein DIN-A4-Blatt. So eignen sich die Scanner nicht nur zum Einlesen von kleinen Fotos. Auch Dokumente oder große Bilder verarbeiten sie problemlos. Die Auflagefläche der Scanner von Canon und Epson ist 21,6 mal 29,7 Zentimeter groß. Das entspricht dem Format US-Letter. Das HP-Gerät verfügt sogar über eine 22 mal 30 Zentimeter große Scanfläche. Dadurch eignen sich die Scanner auch zum Kopieren oder digitalisieren von Dokumenten.

Durch eine Texterkennungssoftware ist auch das Umwandeln von gescannten Dokumenten in editierbaren Text möglich. So erspart man sich das Abtippen, falls ein Dokument nur noch gedruckt und nicht mehr digital vorliegt. Canon liefert beispielsweise die Texterkennung Scansoft Omnipage SE mit, HP seine Photosmart-Software mit OCR-Texterkennungsfunktion.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Fotos günstig digitalisieren: Flachbettscanner für weniger als 90 Euro

  • Am 17. Dezember 2008 um 12:33 von florian

    scanner epson/canon
    hi,

    wir benutzen den canon 8800f in unserem scan-service http://www.abc-scan.de , der scannt super schnell und die bild-qualität ist 1a bei fotos!

    grüße

    florian

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