Den D-Link DSM-330 haben wir im Testlabor mit großer Spannung erwartet. Denn Medienstreamer sind prinzipiell eine feine Sache – vor allem für alle, die eine Menge heruntergeladener Videos, Fotos und Musikdateien besitzen, diese aber nicht immer nur am PC genießen wollen.

Der DSM-330 ist also ein vielversprechendes Gerät. Immerhin kann er Xvid- und Divx-Dateien abspielen. Außerdem ist er mit 180 Euro durchaus erschwinglich. Teure und meist auch überflüssige Extras wie beim Apple TV spart er sich. Ob er allerdings seine Versprechungen halten kann, muss sich erst erweisen.

Design

Der DSM-330 ist das Mauerblümchen unter den Medienstreamern. Die Attraktivität des Apple TV geht ihm völlig ab. Sein schlichtes graues Gehäuse mit der hinten angebrachten WLAN-Antenne ist klein, unauffällig und funktional.

Das unscheinbare Design setzt sich an der Frontseite des DSM-330 fort. Hier gibt es einen einzelnen USB-Port und den Einschalter. Daneben zeigt ein Lämpchen den Betriebszustand an. Zwei weitere dienen der Überwachung des Netzwerkverkehrs: eins für das Funknetz, das andere für die Ethernet-Verbindung. Leider flackern diese Lämpchen beim Streamen ständig. Das ist etwas ärgerlich, da es beim Fernsehen nur ablenkt.

Auf der Rückseite des Geräts befinden sich Anschlüsse für Ethernet, Scart, Composite-Video, S-Video und HDMI. Außerdem gibt es analoge Audioausgänge sowie einen koaxialen und einen optischen digitalen Audioausgang. Diese Vielzahl an Anschlussmöglichkeiten ist außergewöhnlich. Dadurch kann das Gerät praktisch an allen Fernsehern eingesetzt werden, egal wie alt sie sind.

Die Fernbedienung rundet das schlichte, aber funktionale Paket ab. Sie hat vollauf brauchbare Tasten und liegt gut in der Hand. In Sachen Design mag der D-Link nicht besonders viel zu bieten zu haben, aber hinsichtlich der Ausstattung bringt er alles Erforderliche mit.

Funktionsumfang

Bei einem Preis von 180 Euro muss es eigentlich irgendwo einen Haken geben. Und das ist in der Tat auch so. Der Grund für den niedrigen Preis des D-Link DSM-330 liegt darin, dass er sich nicht selbst um das Decodieren der Videos kümmert. Ebenso besitzt er keine eigene Festplatte. Auch das hätte den Preis eindeutig in die Höhe getrieben.

Im Prinzip erhält man also nur eine Erweiterung für den PC. Daher muss auf dem PC eine spezielle Software laufen, damit das Gerät überhaupt funktioniert. Hier liegt schon das erste Problem. Denn das Decodieren dem PC zu überlassen, heißt auch, dass man einen ziemlich schnellen Rechner benötigt. Das gilt vor allem für HD-Material.

Die erforderliche Software heißt „Divx-Connected“, und man kann sie von der Divx-Website herunterladen. Allerdings erweist sich das Auffinden des passenden Links als wahre Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen. Sobald aber die Software installiert ist, lässt sie sich recht einfach bedienen und erfordert wenig Konfiguration. Dem Programm genügt die Information, wo die Fotos, Audiodateien und Videos zu finden sind.

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