Wer nach einem Design mit Klasse sucht, ist mit der Olympus My 1200 hervorragend bedient. Diese 12-Megapixel-Schnappschusskamera mit 3-fachem optischen Zoom, deren Namen der Hersteller mit einem griechischen Buchstaben („Olympus µ 1200“) schreibt, ist ab etwa 260 Euro erhältlich. Im Test muss die Kamera beweisen, ob Performance und Funktionsumfang diesen verhältnismäßig hohen Preis rechtfertigen.

Design

Die My 1200 ist zweifellos äußerst attraktiv. Das Gehäuse besteht aus solidem Metall. Alle Einsteckplätze sind spritzwasserdicht abgedeckt. Die Frontseite ist geschäftsmäßig nüchtern, aber durchaus elegant in einem Mix von hochglänzendem und mattiertem Schwarz gehalten. Sämtliche Kanten sind verchromt. Die sich verjüngende Form mag nicht jedermanns Geschmack sein, erleichtert aber das Unterbringen der Kamera in der Hosentasche.

Trotz des attraktiven Äußeren gibt es beim Design auch einiges zu bemäkeln: Die Anordnung der Bedienelemente macht einen nicht ganz durchdachten Eindruck. Das etwas erhabene Modusauswahlrad zum Beispiel stört gelegentlich bei der Bedienung des Zoom-Wippschalters. Der wiederum ist so klobig wie die meisten Wippschalter. Das Einstellrad ist überdies schwergängig und lässt sich ärgerlicherweise nicht rundum drehen.

Rechts neben dem großen 2,7-Zoll-Display (69 Millimeter) liegen neun Tasten. Das ist mindestens eine zu viel. Die Wiedergabetaste ist eigentlich überflüssig, denn eine solche Funktion bietet auch das Moduseinstellrad.

Die verchromten Tasten sehen allerdings wirklich sehr gut aus, kein Vergleich mit den eckigen Hässlichkeiten der My 780. Und aufleuchtende Tasten sind natürlich immer ein nettes Detail.

Funktionsumfang

Man kommt schnell mit der Bedienung der Kamera zurecht. Sie ist recht leicht zu benutzen, da nur wenige manuelle Einstellmöglichkeiten vorhanden sind. Eine exzellente Hilfefunktion erklärt außerdem die Funktion jeder Taste, sobald man diese drückt.

Die My 1200 ist mit Features nicht gerade üppig ausgestattet. Die wenigen vorhandenen sind zudem eher beschränkt: Die Serienbildfunktion arbeitet nur mit niedriger Auflösung, der Selbstauslöser ist fest auf 10 Sekunden eingestellt. Die Kamera bringt eine Gesichtserkennung sowie eine Smile-Spotting-Funktion mit.

Erfreulich allerdings ist, dass beim Drücken der Taste für den Belichtungsausgleich eine Echtzeitvorschau für jede mögliche Einstellung angezeigt wird. Auf diese Weise kann der Benutzer die optimale Einstellung für das jeweilige Motiv auswählen.

Insgesamt wirken die Bedienelemente jedoch wenig durchdacht. Die Menütaste öffnet eine Menüauswahl, anstatt einen direkt zum Kameramenü zu bringen. Dafür ist ein zusätzlicher Tastendruck erforderlich. Noch ärgerlicher aber ist das Fehlen einer Option, die Menüs mit nur einem Klick direkt zu verlassen.

Befindet man sich auf einer der unteren Ebenen im Menüsystem, muss man also den ganzen Weg wieder zurücknavigieren, um das Menü zu verlassen. Bei Kameras anderer Hersteller reicht dazu oft schon ein Druck auf den Auslöser. Hier wird beim Druck auf den Auslöser eine Vorschau des Bildes angezeigt. Wenn der Auslöser wieder losgelassen wird, landet man wieder im vorherigen Menü. Die Möglichkeit, den Effekt vorgenommener Änderungen im Voraus anzuschauen, ist allerdings eine gute Idee.

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