Phänomenaler Festplatten-PMP: Cowon Q5W

Cowons Q5W ist fraglos einer der leistungsfähigsten tragbaren Media-Player, die bislang im Test waren. Sieht man von kleineren Problemen mit der Navigation und der komplizierten Oberfläche ab, ist er gewissermaßen das Schweizer Taschenmesser für Videoliebhaber. Seine unvergleichliche Dateitypenunterstützung sowie die hervorragende Bild- und Tonqualität machen ihn zu einem extrem teuren, aber auch extrem reizvollen PMP.

Für alle, die sich nach einer Alternative zum fantastischen Archos 605 Wi-Fi gesehnt haben, ist das Warten nun vorbei. Cowons neuer Q5W ist ein wahrer Alleskönner. Er präsentiert sich im Metalliclook mit Festplatte, WLAN, Touchscreen, Windows und einer Liebe für Codecs. Doch mit Preisen, die bei 650 Euro anfangen, sendet dieser südkoreanische Media-Player eine klare Botschaft: Wenn man alles will, dann muss man auch sein letztes Hemd verkaufen, um es sich leisten zu können.

Der Player ist mit einer Kapazität von 40 und 60 GByte erhältlich. Dafür schlagen 650 bis 700 Euro zu Buche – mehr als doppelt so viel wie die 300 Euro für den Archos 605 mit seiner 160-GByte-Festplatte. Wie wollen die Koreaner also in der Welt der Media-Player über die Franzosen triumphieren? Auf mehrfache Weise, wie sich zeigen wird.

Design

Das kühle Metallgehäuse hat das Gewicht einer Sony PSP und die Robustheit einer Flugzeug-Blackbox. Beides verleiht dem Q5W eine geschäftsmäßiges Aussehen. Er ist ein durchaus attraktiver Player, der sich in den Händen sofort professionell anfühlt. Anders als der Ipod Touch mit seiner zerbrechlich wirkenden Glasoberfläche macht der Q5W den Eindruck, tatsächlich einen Flugzeugabsturz überstehen zu können.

Den Touchscreen bedeckt ein weicher glänzender Schutzfilm, der wiederum im Gegensatz zum Glasbildschirm des Ipod den Player nicht davor schützt, altmodisch auszusehen. Außerdem gibt es einen Einschub für einen der beiden mitgelieferten Stifte, ein Abdeckgitter für die eingebauten Lautsprecher, einen physischen Lautstärkeregler und eine merkwürdige Teleskopantenne. Sie ist vermutlich für WLAN- und UKW-Empfang gedacht. Was hier aber am meisten gefällt, ist der Standard-Mini-USB-Port für die Datenübertragung.

Funktionsumfang

Schon Cowons bisherige Player beeindruckten durch ihre umfangreiche Codec-Unterstützung. Doch der Q5W geht noch weiter. Man schaue sich nur die Liste der unterstützten Dateiformate an: Divx, Xvid, ASF, WMV, MPEG-4, OGM, MP3, WMA, OGG, WAV, FLAC, Musepack, APE, JPG, BMP, PNG und RAW. Ein Format fehlt allerdings: H.264. Archos unterstützt diesen Dateityp auch nicht standardmäßig, stellt aber gegen einen Aufpreis von 20 Euro ein geeignetes Plug-in zur Verfügung.

Videos überträgt der Cowon mittels des mitgelieferten Composite/Component-Hybridkabels auf den Fernseher. Wer will, kann auch Fotos für Diashows im Vollbildmodus laden. Natürlich gibt es haufenweise Optionen für die Musikwiedergabe, darunter Abspiellisten und Mehrband-Equalizer. Man muss seine Dateien und Ordner aber vernünftig sortieren, denn der Q5W erkennt keine ID3-Tag-Informationen.

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