Nie mehr Speichermangel: NAS-Systeme mit 500 GByte für unter 160 Euro

In Zeiten von hochauflösender Digitalfotografie und schnellen Internetanbindungen sind auch die größten Festplatten oft zu klein. In so einem Fall eignen sich NAS-Systeme, um ohne Gebastel den Speicherplatz zu erhöhen. Durch ihre Netzwerkanbindung sind sie zudem von jedem Rechner oder Notebook zu Hause erreichbar.

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Stellen Sie sich vor, sie kommen aus dem Urlaub und haben auf Ihrer Kamera jede Menge Urlaubsvideos mitgebracht. Beim Überspielen auf den Rechner kommt plötzlich die Fehlermedlung: nicht genügend Speicherplatz. Normalerweise muss man in so einem Fall unter den Schreibtisch kriechen, den Rechner aufschrauben und mühsam eine neue Festplatte einbauen. Eine Alternative sind USB-Festplatten, oder besser, ein NAS-System, das einfach in das Netzwerk eingebunden wird. Der große Vorteil von Network Attached Storage liegt im einfachen Zugriff. Jeder Rechner im Netzwerk kommt an die Daten. Diese sind auch dann verfügbar, wenn kein Computer läuft. Sogar ein Zugriff von extern ist mit der richtigen Routerkonfiguration kein Problem. Der Preisradar stellt drei NAS-Systeme mit Kapazitäten von 500 GByte für weniger als 160 Euro vor.

Technische Details

Im Gegensatz zu normalen Festplatten müssen Sie zum Installieren eines NAS-Systems den Rechner nicht aufschrauben. Diese Speichergeräte sind völlig eigenständig. Sie brauchen nur Strom und Netzwerk. Daten gelangen dann über das Netzwerk vom PC auf den externen Speicher. Dadurch ist auch ein Aufstellen im Schrank oder im Keller möglich.

Allerdings begrenzt das Netzwerk die Übertragungsgeschwindigkeit. Moderne Netzlaufwerke bereits mit gigabitfähigen Ethernet-Schnittstellen, also maximal 1000 MBit pro Sekunde. Das bedeutet, dass pro Minute theoretisch bis zu 7,5 GByte auf das Laufwerk wandern. In der Realität ist die Datenrate allerdings etwas geringer. Außerdem funktioniert die Gigabit-Übertragung nur, wenn sowohl der Zugriffsrechner als auch der Switch oder Router, über den NAS und PC verbunden sind, Gigabit-Ethernet unterstützen. Ist dies nicht der Fall, reicht ein Netzwerkspeicher mit 100-MBit-Ethernetschnittstelle, wie das unten aufgeführte Iomega-Gerät, aus. Diese überträgt dann maximal 750 MByte pro Minute. Nur wer extrem datenintensive Backups auf dem NAS speichern möchte, sollte unbedingt auf Gigabit-Ethernet-Unterstützung achten.


Das Netzwerkinterface der Western-Digital-NAS My Book World Edition ist gigabitfähig.

Nach dem Aufstellen und Anschließen stellt sich die Frage, wie man nun Daten darauf kopiert. Die meisten Hersteller liefern eine Software-CD mit, auf der sich ein Installationsprogramm für Windows befindet. Dieses erkennt die NAS im Netzwerk und fügt den Speicher als Laufwerk im Windows Explorer hinzu. Danach funktioniert das NAS-System wie eine normale interne Festplatte. Aber auch der Zugriff über die Windows-Netzwerkumgebung ist möglich. Windows listet die Geräte hier wie Computer. Laufwerke lassen sich mit einem einfachen Rechtsklick verbinden.

Einige NAS-Laufwerke wie das Iomega-Gerät unterstützen darüber hinaus das File Transfer Protocol (FTP). Es eignet sich besonders zur Übertragung großer Dateien. FTP nutzt den Port 21. Ist am Router eine Portweiterleitung auf die NAS eingestellt, ist so auch ein Zugriff auf die Daten aus dem Internet möglich.

Die NAS My Book World von Western Digital kommt zusammen mit einer Software namens WD Anywhere Access. Sie ermöglicht auch ohne Nutzung des FTP-Protokolls einen bequemen Zugriff aus dem Internet. Das ist besonders für Leute praktisch, die eine Routerkonfiguration abschreckt.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Nie mehr Speichermangel: NAS-Systeme mit 500 GByte für unter 160 Euro

  • Am 5. August 2008 um 22:11 von hans

    war das alles?
    kommt noch mehr?

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