Canons HV30 ist eine sparsam ausgefallene Überarbeitung des erstklassigen HV20. Er bringt ein etwas eleganter wirkendes, schwarzes Gehäuse, erstmals einen 25p-Progressive-Modus und einen Lithium-Ionen-Akku mit hoher Kapazität mit. Ansonsten bleibt hier aber alles wie beim Vorgängergerät von 2007. Und das macht den HV30 zu einem gut gestalteten Prosumer-Camcorder mit nützlichem Funktionsangebot, allgemein guten Leistungswerten und hervorragender Bildqualität.

Design

Der HV30 ist relativ groß und wiegt stattliche 535 Gramm. Dennoch passt er in eine große, nicht allzu enge Jackentasche. Das schwarze Gehäuse sieht besser aus als das silberne des Vorgängers. Doch die Abdeckung des Kassettenfachs macht einen weniger stabilen Eindruck. Sie wackelt etwas, wenn man das Gerät zum Filmen in die Hand nimmt. Ansonsten sieht die Verarbeitung recht solide aus. Zubehörschuh, HDMI/Firewire-Ports und die Anschlüsse für Mikrofon, Kopfhörer und Komponenten-Video sind mit gesicherten Abdeckungen versehen.

Das 2,7-Zoll-Breitbild-LCD (69 Millimeter) ist ein wenig klein geraten und hat mit 211.000 Pixeln eine nicht besonders hohe Auflösung. Zum manuellen Scharfstellen reicht es aber. Der auf optische Sucher ist relativ groß, lässt sich aber weder ausziehen noch nach oben klappen. Eine weichere Augenmuschel wäre wünschenswert.

Ansonsten sorgt die etwas paradoxe Dioptrienanpassung für Kopfschütteln: Da sie sich direkt auf dem Sucher befindet, muss man den Kopf zurücknehmen, um mit dem Finger an den Schalter zu kommen. Das wiederum bedeutet, dass man sie nicht mit dem Auge auf dem Sucher einstellen kann.

Der Camcorder hat sowohl eine Videoleuchte als auch einen Blitz für Fotos. Die eingebaute elektronische Objektivabdeckung muss positiv erwähnt werden.

Der HV30 liegt während der Aufnahme leicht und natürlich in der Hand. Bei Canon hat man die am häufigsten verwendeten Optionen, vor allem die Belichtungskorrektur und die Mikrofonempfindlichkeit, dem Joystick-ähnlichen Set-Knopf überantwortet. Weitere Aufnahmeoptionen, etwa Programm-, Verschluss- und Blendenautomatik, Kino- und Szenenmodi, Weißabgleich, Bildeffekte und Foto-Modus, werden über die Funktionstaste aufgerufen und mit dem Joystick bedient. Da sich alle Aktivitäten mit dem Daumen steuern lassen, ist das Gerät einfach und flüssig zu bedienen.

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