Nie wieder Kabel verlegen: WLAN-Bridges ab 51 Euro

Leider beherrschen nicht alle Endgeräte den verbreiteten drahtlosen Übertragungsstandard WLAN. Wer seine Spielkonsole oder seinen digitalen Videorekorder trotzdem in sein Netz einbinden möchte, muss dennoch nicht unbedingt Kabel quer durch die Wohnung legen. WLAN-Bridges stellen eine Brücke zwischen kabelgebundenem und drahtlosem Netzwerk her.

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Stellen Sie sich vor, sie sitzen im Wohnzimmer und spielen mit Ihrer Konsole. Plötzlich kommen Sie nicht mehr weiter und möchten schnell im Internet nach Hilfe suchen. Da Sie aber kein Kabel quer durch Ihr Wohnzimmer gelegt haben, müssen Sie erst zu ihrem Rechner gehen und dort nach einer Lösung Ihres Problems suchen. Allerdings gibt es eine bequemere Alternative: Aktuelle Router unterstützen den kabellosen Netzwerkstandard WLAN. Zusammen mit einer WLAN-Bridge ist so auch die Datenübertragung zu kabelgebundenen Netzwerkgeräten möglich. Diese müssen sich lediglich per Kabel mit der Bridge verbinden. Von dort aus läuft die Datenübertragung dann kabellos. Der Preisradar stellt drei WLAN-Bridges ab einem Preis von 51 Euro vor.

Technische Details

Die aufgeführten WLAN-Bridges funken im 2,4-GHz-Band. Dabei verwenden sie den WLAN-Standard IEEE 802.11g. Er erlaubt eine Übertragung mit einer maximalen Geschwindigkeit von 54 Megabit pro Sekunde (MBit/s). Die D-Link-Bridge unterstützt zusätzlich den beschleunigten Standard 802.11g+. Damit ist sogar eine Übertragung mit maximal 108 MBit/s möglich, vorausgesetzt Router oder Access Point beherrschen ebenfalls 802.11g+. Es gibt auch schon Bridges mit 802.11n-Unterstützung und einer Datenrate von bis zu 300 MBit/s. Allerdings sind sie noch wesentlich teurer. Wer also auf die Übertragung von High-Definition-Videoinhalten über das Funknetz verzichten kann, sollte ein Wireless-G-Modell kaufen.


Die D-Link-Bridge DWL-G810 bietet dank 802.11g+ eine maximale Übertragungsrate von 108 MBit/s.

Um eine möglichst hohe Reichweite zu erzielen, verwenden die Bridges Dipol-Antennen mit einer Verstärkung von 2 Dezibel. Das D-Link-Modell bringt es laut Hersteller so auf eine Reichweite von maximal 100 Metern in Gebäuden und 400 Metern im Freien. Die Hersteller der anderen beiden Bridges machen leider keine Angaben zu Reichweite. Zusätzlich zu den mitgelieferten Sende- und Empfangseinheiten ist auch ein Anbringen anderer Antennen mit Reverse-Polarity-SMA-Anschluss möglich. Allerdings reizen die mitgelieferten Antennen mit einer Verstärkung von 2 dBi in der Regel die in Deutschland vorgeschriebene Maximalsendeleistung von 100 Milliwatt bereits aus. Nur durch die Verwendung einer Richtantenne verbessert sich der Empfang noch erheblich.

Bevor die WLAN-Übertragung zum Einsatz kommt, muss man das Gerät zuerst aufstellen und mit Strom und einem Endgerät verbinden. Hierfür verfügen die aufgeführten WLAN-Bridges über einen Ethernet-Port mit einer maximalen Datenrate von 100 MBit pro Sekunde. Diese Geschwindigkeit reicht aus, da WLAN in der Praxis auch mit Wireless-G+ ohnehin nie mehr als 100 MBit/s erreicht. Wer mehrere Geräte an die Bridge anstecken möchte, kann einen Verteiler-Switch dazwischenstecken.

Nach dem Anschließen geht es an die Konfiguration. Dafür ist ein Webbrowser vonnöten. Verfügt das anzuschließende Endgerät (etwa die Spielkonsole) nicht über einen Browser, ist die Konfiguration der Bridge auch vom PC oder Notebook aus möglich. Die IP-Adresse der Bridge ist im Handbuch angegeben. In die Adresszeile des Browsers eingegeben, öffnet sich das Konfigurationsinterface der Bridge. Es zeigt die bestehenden WLAN-Netze an. Der Nutzer muss lediglich das Netz auswählen, zu dem sich die Bridge verbinden soll.

Dort bietet sich auch die Möglichkeit, die Netzwerkarchitektur festzulegen. Neben dem Infrastruktur-Modus, in dem sich die Bridge direkt mit einem Access-Point wie einem Router verbindet, ermöglichen die drei aufgeführten Bridges auch den Ad-Hoc-Betrieb. Dabei stellen zwei WLAN-Geräte eine direkte Verbindung zwischeneinander her. Dadurch hat der Nutzer die Wahl, ob er lediglich auf Inhalte von einem bestimmten WLAN-Gerät zugreifen oder das komplette Netzwerk mitsamt Internet zur Verfügung stellen möchte.

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