Canons 1Ds-Reihe ist eine Klasse für sich. Die Pixelanzahl liegt weit über dem, was andere digitale Spiegelreflexkameras im 35-Millimeter-Format zu bieten haben. Die Kameras lassen eine Liebe fürs Detail erkennen, die an den Anforderungen absoluter Profis orientiert ist. Allerdings trägt auch das Preisniveau, das weit über dem liegt, was die Konkurrenz veranschlagt, dazu bei, dass die Messlatte in Sachen Digitalfotografie immer höher klettert. Die 1Ds Mark III, das jüngste Modell der Reihe, kann mit einer Auflösung von 21 Megapixeln beeindrucken. Sie ist in jeglicher Hinsicht ein Präzisionsgerät.

Die Kamera bietet ein Höchstmaß an Kontrolle über alle Aspekte des Fotografierens. Das Gehäusedesign ermöglicht einen schnellen Zugriff auf alle Einstellungen, die sich überdies ausgezeichnet dem individuellen Aufnahmestil anpassen lassen. Da die Produkteinführung des Vorgängermodells bereits vor über drei Jahren erfolgte, bringt die Mark III jetzt eine Vielzahl neuer Funktionen mit. Damit zieht sie spielend mit den neuesten Trends im DSLR-Bereich gleich.

Mit diesem aktuellen Modell für etwa 7000 Euro hat Canon eine Pixelzahl erreicht, die bislang ausschließlich Mittelformatkameras vorbehalten war. Gleichzeitig bleibt sie aber führend, was die physischen Abmessungen und die Schärfe verfügbarer Objektive betrifft.

Design

Das Gehäusedesign von Canons 1Ds-Reihe mit dem langen, geraden Griff wirkt im Vergleich mit den aufwändig geformten Modellen von Nikon und einigen anderen Herstellern etwas klobig. Das liegt aber hauptsächlich daran, dass der Griff länger ist. Er bietet einen etwa 83 Millimeter langen Griffbereich. Die Nikon D3 weist hier nur circa 64 Millimeter auf. Damit ist die Canon für Benutzer mit großen Händen vermutlich besser geeignet.

Beide Kameras haben lange, vertikale Griffe. Allerdings hat Canon, wie schon bei früheren Modellen, die Tasten und Einstellräder um den Auslöser herum zusätzlich auch auf dem vertikalen Griff angeordnet. Die Tasten für Belichtungsausgleich und ISO-Einstellung fehlen hier jedoch.

Da man das große Einstellrad an der Rückseite der Kamera für den Belichtungsausgleich verwenden kann, stört eigentlich nur das Fehlen der ISO-Taste. Das gilt besonders dann, wenn diese regelmäßig benutzt wird. Man muss Canon aber zugutehalten, dass der Auslöser auf dem vertikalen Griff bei der 1Ds Mark III weniger anfällig für ein versehentliches Bedienen ist als derjenige der Nikon D3. Beide verfügen jedoch auch über einen Einschalter, um solche Versehen zu vermeiden, wenn man den Hauptgriff verwendet.

Das Display fällt mit 76 Millimetern (3 Zoll) deutlich größer aus als das der 1Ds Mark II (51 Millimeter, 2 Zoll). Deshalb musste Canon einige Tasten, die sich zuvor links vom LCD befanden, neu platzieren. Die Menü- und Info-Tasten befinden sich jetzt oberhalb des Bildschirms, während die Wiedergabetaste darunter Platz gefunden hat.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Exzellente Profi-DSLR: Canon EOS-1Ds Mark III

  • Am 10. April 2008 um 09:43 von JG

    Ein bisschen feilen…
    …könnte Canon an der Kamera schon noch! So stehen die Gitterlinien nur im Live-View-Modus zur Verfügung (in dem der Autofokus nicht funktioniert). Im optischen Sucher kann man die Linien leider nicht zuschalten, was bei Architektur- und Landschaftsfotografie sehr hilfreich wäre. Laut Canon Hotline muss man eine neue Mattscheibe kaufen, um dieses Feature nutzen zu können. Es dürfte aber keine Schwierigkeit sein, beim nächsten Firmware-Update die Linien zu ergänzen. Ich hoffe darauf!

    5 Bilder pro Sekunde macht die Kamera nicht. Selbst mit SanDisc Extreme III Karten (20 MB/sec) sind nicht mehr als 3 Aufnahmen pro Sekunde drin. Man kann diesen Umstand angesichts von Bildern, die Mittelformatqualität haben, allerdings vernachlässigen.

    Ein wenig umständlich gestaltet sich die Lupenfunktion. Man kann in das Bild erst dann hineinzoomen, wenn man es erneut aufgerufen hat. Schneller und komfortabler wäre es, wenn dies sofort bei Erscheinen des Bildes (1 Sekunde nach Auslösung) möglich wäre (wie das z.B. bei der Kodak slr/c oder n funktioniert).

    Ansonsten bin ich mit der EOS 1Ds Mark III mehr als zufrieden. Ein leichtes Rauschen ist nur bei ISO 1600 oder höher sichtbar, und das auch nur auf dem Bildschirm. Worauf ich gespannt bin: wie verhält sich die Kamera bei arktischen Temperaturen? Ein entsprechender Job wartet im Dezember auf mich.

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